Wie finde ich eine zufriedenstellende Lösung für meine Zukunft?

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5 Antworten

Hi,

das ist alles eine Sache des Trainings, damit bekommt man (fast) alles in den Griff. Vielleicht hilft dir ja das hier weiter: http://www.introvertiert.org/

Ein gutes Drittel der Bevölkerung gilt als introvertiert, doch
unseren Alltag bestimmen vor allem die Lauten. Zu Unrecht, sagen
Psychologen und Ökonomen. Denn die Stärken der Stillen sind für die
Gesellschaft unverzichtbar.

Hallo,

ich kann deine Frage gut nachvollziehen, weil ich mich selbst eher zu den introvertierten Menschen zähle. Ich selbst habe vor nun 10 Jahren einen Beruf ergriffen in dem ich sogar sehr viel mit Kunden in Kontakt getreten bin. Bis heute habe ich das nicht bereut.

Ich vermute mal, dass du noch recht jung bist und im Alter von vielleicht 16 Jahren sind die meisten Jugendlichen eher introvertiert. Wenn man dann aber viel mit anderen Menschen arbeiten MUSS gibt sich das langsam. Nur wenige Menschen gehen immer offen auf andere zu und können sofort mit jedem offen reden. Das gilt besonders für junge Menschen ;)

Solltest du dich in der Gegenwart anderer jedoch so unwohl fühlen, dass du gar kein Wort raus bekommst wird es wirklich nicht einfach. Gerade als Angestellter in einem Büro wird Teamfähigkeit oft vorrausgesetzt. (Viele reiten auch nur immer darauf rum und sagen es gern aber letztlich macht doch jeder seinen Kram ;) )

Du schreibst an einer Stelle:
" Ich bin schnell nervös im Kontakt zu fremden, denen ich mich beweisen
muss und ich kann auch nicht vor vielen Menschen reden oder unter
Beobachtung."

Genau so habe ich früher auch gedacht. Tatsache ist aber, dass sich die meisten Menschen keine großen Gedanken um andere machen, auf die sie im beruflichen Umfeld treffen. Zumindest gilt das für Kunden. Wenn du in einem Supermarkt einkaufen warst denkst du ja auch nicht lange über die Qualitäten der Kassierein nach, oder? Wenn jemand beruflich viele Vortäge anhören muss geht ihm das ähnlich. Da wird dann doch mehr auf die Inhalte geachtet als auf eine tolle Präsentation.

Es ist natürlich immer schwer in ein neues Arbeitsumfeld mit neuen Kollegen zu kommen. Dort wird man in der Regel erstmal einer gewissen Charakterprüfung unterzogen. Dies trifft besonders auf erfahrerene Kollegen zu. Davor muss man aber keine Angst haben, das gibt es schon so lange wie es Menschen gibt und es spielt auch keine Rolle wie gut oder schlecht du dort abschbeidest, weil später immer mehr deine Fähigkeiten in deinem Beruf wichtig werden und weniger dein Charisma am Kaffeetisch.

Ich würde mir überlegen welche Tätigkeit mir gefällt und versuchen in diese Richtung einen Breuf zu ergreifen ohne mich zu sehr um eventulle Kollegen oder Kunden zu sorgen. Wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast könntest du dann im schlimmsten Fall versuchen dich als Dienstleister auf Online-basis selbstständig zu machen. Da hast du relativ wenig persönlichen Kontakt und kannst zu deinen Bedingungen arbeiten. Natürlich sollte dann die Ausbildung in diese Richtig gehen.

Ich wünsche dir viel Glück bei der weiteren Berufswahl.

Vielleicht kannst Du mit Seiten wie diesen was anfangen:
https://www.16personalities.com/de/kostenloser-personlichkeitstest

Da kannst Du Deinen Persönlichkeitstyp etwas genauer definieren und Dir Sachen dazu durchlesen. Unter anderem auch, welche beruflichen Möglichkeiten interessant sein könnten. Aber auch, wie Du so tickst, wie Du auf andere wirkst und wie Du Dich besser mitteilen kannst.

Letztendlich geht es ja immer darum, sich so zu integrieren, wie man ist. Niemand kann oder will sich auf Dauer zu sehr verstellen. Ein Extravertierter kann auch nicht ewig still sitzen oder alleine sein, genauso kann ein Introvertierter nicht ständig Hummeln im A* haben. Aber dann muss man das auch so kommunizieren, die Stärken daraus ziehen und einen Weg für sich finden. Leicht ist es nicht, aber nicht unmöglich.

Übung, Übung, Übung, ich war in jungen Jahren auch extrem introvertiert, bin jetzt aber über 10 Jahre als Sozialarbeiter tätig- wo man entsprechend eher kontaktfreudig erscheinen muss. Halte auch häufiger mal Vorträge, was ich früher nicht mal ansatzweise geschafft hätte. Auch wenn es nicht leicht erscheint, musst du dich bewusst solchen für dich unangenehmen Situationen aussetzen - also z.B.eherenamtlich irgendetwas machen wo du viel mit fremden Leuten Kontakt hast oder auch ganz was anderes wie Laienschauspieltruppe oder sowas- ich versichere dir, dass das hilft.

Du wirst daran kaum vorbei kommen.

Herausforderungen gehören zum Leben und diese Art Nervosität kann man sich zumindest teilweise durch Übung abtrainieren.

Bei mir im Studium war jemand, die Kategorie Mensch der nur 1en kriegt.
Bei Präsentationen etc. kriegte er aber Schweißausbrüche, stotterte und kriegte kaum ein Wort raus.

Im Laufe der Jahre lief das jedoch immer besser und besser.

67zuhjnm 31.03.2016, 12:40

Natürlich gehören Herausforderungen dazu, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich versuche schon, zum Beispiel Präsentationen vor dem Spiegel zu üben, um sicher zu sein in dem, was ich sage, aber ich kann das nicht umsetzen. Viele sagen, ich soll zum Beispiel vor meiner Mutter üben, aber nicht einmal so etwas traue ich mich.

Ich bin die typische Streberin in meiner Klasse, mache mündlich sehr viel mit, aber sobald ich vorne stehe, kriege ich keine ganzen Sätze raus, schwitze unheimlich und zittere stark. Ich kann theoretisch wirklich tolle Arbeiten leisten, aber wenn es darum geht, meine Arbeit zu präsentieren, habe ich eine richtige Angst entwickelt über die Jahre und weiß nun nicht mehr weiter..

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KingTamino 31.03.2016, 12:42
@67zuhjnm

Ich kenne das, bei mir war/ist es so, dass ich VOR derartigen Sachen extrem nervös bin. Während dessen bin ich aber die Ruhe selbst und es läuft wie von ganz alleine.

Vor dem Spiegel zu üben hilft nur, wenn du mit deinem Text unsicher bist. Nicht gegen die Ängste, man könne was falsches sagen etc.

Es gibt sicherlich hunderte Tipps und so aber das effektivste ist immer noch (Meine Meinung) sich eben genau dazu zu zwingen. (Freiwillige Präsentationen etc.)

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