Wie finde ich eine Art Familie?

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7 Antworten

Ich kann gut verstehen, was Du meinst, und ich finde es sehr mutig von Dir, dass Du Deine Frage hier öffentlich gemacht hast!

Wenn Du zufällig in meiner Nähe (Innsbruck Umgebung) wohnen würdest, würde ich Dich gerne einladen, an unserem Familienleben (Papa und Mama 43 Jahre, vier Kinder 13,11, 9 und 7 Jahre) teilzunehmen!

Ich bin mir deshalb ziemlich sicher, dass es auch in Deiner Gegend Familien gibt, die sich über Dein Angebot, das Wochenende mit ihnen zu verbringen und Dich dabei um die Kinder zu kümmern oder auch einmal bei der Haus- oder Gartenarbeit mitzuhelfen, mehr als freuen würden!

Die Frage ist nur: Wo bzw. wie kannst Du solche Familien finden?

Mehrere Möglichkeiten fallen mir spontan dazu ein, wobei es darauf ankommt, wo Du wohnst und was sich in Deiner Nähe befindet. In meiner Gegend jedenfalls gäbe es folgende Anlaufstellen:

1) Eltern-Kind-Zentrum: Einfach einen schönen, großen Zettel ans schwarze Brett hängen und das draufschreiben, was Du in Deiner Frage geschrieben hast, nebst Deiner Telefonnummer.

2) Sozialsprengel: Anrufen und Bescheid sagen, dass Du gerne Anschluss an eine Familie mit Kindern hättest, zur gegenseitigen Unterstützung.

3) Jugendwohlfahrt/Jugendamt: Anfragen, ob sie Dich an eine Familie vermitteln würden, die Deine Hilfe gerade ebenso nötig brauchen könnte wie Du die ihre.

4) evangelische Kirchengemeinde: Am besten sonntags in den Gottesdienst gehen und anschließend mit dem/r Pfarrer(in) reden und ihn/sie fragen, ob er/sie zufällig eine Familie für Dich weiß oder vielleicht eine für Dich suchen würde.

Herzlichen Dank für Deine Antwort. 

Wenn es in Ordnung ist, würde ich Dich anschreiben.

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Hey du, ich würde dir tatsächlich auch zu einer Psychotherapie raten. Warum?

Diese Sehnsucht wirst du nie erfüllen können. Das Loch ist nicht zu stopfen, wenn es eine Familie nie gab. Es besteht die Gefahr, dass du so anderen Menschen (unbewusst) Erwartungen aufbürdest, die sie niemals erfüllen können und du so immer unzufrieden bleibst und andere Menschen abschreckst. Anhänglichkeit und Bedürftigkeit wird meist gewittert auf 10 Kilometer.

Auch sehe ich die Gefahr, dass du in gefährliche Kreise gerätst, die dir Familie vorgaukeln wie sonst niemand. Zb Scientology, Zeugen Jehovas, radikal Islamisten, Sekten, radikale Kommunen, Verbrecher, Psychopathen und was es nicht alles gibt. Menschen wie du sind ideale Opfer für diese Leute.

Dieses Loch wirst du nur alleine und von Innen stopfen können. Nicht anders, erst recht nicht durch andere Menschen.

Vielleicht wirst du irgendwann selbst eine Familie gründen, doch auch hier besteht nie die Garantie, dass Partner/Kinder für immer bei dir bleiben. Daher wäre es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um alleine ebenso glücklich sein zu können.

Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen was Sekten und dergleichen angeht. Ich bin Christ und halte nicht viel von dergleichen.

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Viele gute und pragmatische Tipps hat dir ja schon jovetodimama gegeben.

Das du dich selbst in Gesellschaft alleine fühlst, denke ich ist zum größen Teil in deiner Kinderheit und deinem Elternhaus begründet. Vielleicht fehlt es dir dahingehend auch einem guten Selbstwertgefühl.

Ich denke nicht dass du deshalb direkt eine Therapie machen solltest, vielleicht gibt es in deiner Nähe Selbsterfahrungsgruppen und wenn du dich oft einsam fühlst Selbsthilfegruppen wo du Gleichgesinnte findest und vielleich mehr über die Ursachen erfährst.

Wenn du verkrampft nach Seelenverwandten suchst die dir sehr ähnlich sind, machst du dich damit auch einsam.

Menschen sind halt Individuen - es gibt keinen weiteren auf dieser Welt der genauso ist wie du - und dass ist auch gut so (dass wir alle so verschieden sind).

Vielleicht ist es ein Weg für dich - sich einfach für diese "Andersartigkeit" zu interessieren und ähnliche Vorlieben deines Gegenüber als verbindendes Element zu empfinden.

Und um dein vielleicht nicht so ausgepägtes Selbstwertgefühl zu stärken, kannst du natürlich einiges tun. Dazu findest du einiges im Netz und es gibt dahingehend ein paar gute Bücher. Die Selbsterfahrungsgruppe hatte ich ja schon erwähnt. Mir hat sie in "jungen Jahren" sehr geholfen - völlig verschiede Menschen mit denen man sich trifft - und dennoch findet man sich mit seinen Sorgen, Ängste und Gedanken in den Anderen wieder...


Was erwartest du jetzt als Antwort? Eine Gebrauchsanweisung, wie man eine Familie adoptieren kann?

Deine Sehnsucht ist gut nachzuvollziehen. Aber innige und vertraute Freundschaften kann man nicht "machen" und nicht einfordern. Manchmal - und zwar nicht so selten - entstehen so nahe Freundschaften nach und nach, wenn Freunschaften von beiden Seiten gut gepflegt werden.

Ich habe so wenig erwartet wie seit jeher  

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@HvonAbendroth

Erwarte doch einfach mal etwas mehr ! Was du dir selbst nicht zugestehst, wirst du auch kaum bekommen. Erwarte mehr und sei bereit, mehr zu geben (Engagement, Hingabe/Gefühl etc.)

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Na, sowas muss man eben erstmal aufbauen. Das passiert auch auf eine sehr natürliche Art und Weise, wenn Du die richtigen Schritte einleitest.

Am besten ist für so einen Ersatz meist eine Gruppe mit viel Zusammengehörigkeitsgefühl. Sowas gibt es oft in allen möglichen Vereinen. Es klingt blöd, aber melde Dich doch mal in Sportvereinen mit an, tritt Gruppen bei. Werd aktiv bei manchen Organisationen (für Tierschutz, Ausländerhilfe, für irgendwas, was Du in Deinem Leben auch wirklich vertreten willst).

Viele der Menschen dort bilden meist eine unglaublich vertrauliche Gemeinschaft. Halt Dich bitte bloß von "pseudo-religiösen Einrichtungen" fern :D

Um Dir so antworten zu können, dass es Dir weiterhilft, musst Du schon mehr erzählen.

Wie alt bist Du? Wo lebst Du ? M/W?usw.

wenn du probleme hast, dann geh zu einem therapeuten und lass dir helfen. du hast eine familie, eine andere wirst du nie haben. du kannst freunde besuchen oder deine familie.

Warum wird HvonAbendroth nie eine andere Familie als ihre biologischen Erzeuger haben?! Sie/Er wird mal eine eigene Familie gründen, vieleicht heiraten und Kinder haben. Es gibt genug Elternhäuser/Familien wo es an jeglicher Liebe, Geborgenheit und Zuwendung fehlt und fehlte.

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