Wie finasnziert man ein Auto, das die ARGE mir für einen neuen Job anbietet?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dein Arbeitgeber schuldet dir dein vereinbartes Gehalt plus deine Ausgaben, die du für die Firma tätigst = Kosten für deinen PKW in Firmennutzung (üblicherweise 30 Cent pro gefahrenem Kilometer oder so).

Alle anderen Kosten, die durch deine Arbeit entstehen, kannst du von deinem Gehalt abziehen, schreibt SGB II § 11b. Und zudem noch Freibeträge von bis zu 300,- Euro.

Wenn der Rest dann unterhalb deines Bedarfs an ALG II liegt, kannst du noch aufstockend ALG II erhalten.

So wird ein Schuh daraus.

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Ein Darlehen für dein Auto ist nicht vorgesehen, sondern nur ein Zuschuss, schreibt SGB III § 45. Der greift bei dir in Verbindung mit SGB II § 16 Absatz 1.

Ich habe bisher immer Autos in dieser Preisklasse gekauft und musste praktisch immer draufzahlen. D.h. versteckte Mängel, Gefälligkeits- TÜV und Wartungsstau. Man muss letztendlich ca 3000 € bereithalten, um ein halbwegs zuverlässiges Auto zu bekommen. (Mache Vieles selber, Teile sowieso online gekauft)

Bei diesem Job ist man extrem auf ein zuverlässiges Fahrzeug angewiesen. Vielleicht verkauft Dir die "Fallmanagerin"  ihren Jahreswagen zu diesem Freundschaftspreis. Nur von guten Verwandten bekommt man seriöse Schnäppchen. Alle anderen wollen nur abzocken.

Abweichend vom Fachkräfte- Märchen herrscht in der Pflegebranche tatsächlich ein Fachkräfte- Mangel. Da sollte ein Dienstwagen doch selbstverständlich sein. Klingt irgendwie nach Scheinselbstständigkeit auf Kosten der Mitarbeiter.

Ich würde das Thema dann besser doch umgehend mit dem Fallmanagemet des Jobcenters absprechen, da Versicherung, Steuer, Kraftstoff etc. pp. dann in der Tat ja auch selbst finanziert werden müssen. Zudem muss ja auch das gewährte Darlehen ( besagte 1200 Euro Finanzierungshilfe ) an das Jobcenter zurückgezahlt werden.

Aber bevor Du das Jobcenter kontaktierst, solltest Du ( am besten erst mal morgen ) eine GENAUE Aufschlüsselung der Entlohnung und Rahmenbedingungen nebst ggf. auch Fahrtkostenerstattungen zu dem möglichen Arbeitsverhältnis beim Arbeitgeber erfragen und schriftlich zur Vorlage beim Jobcenter dokumentieren lassen.

Dann kann mit dem Fallmanagement näher erörtert werden, ob das Ganze überhaupt Sinn macht, und ob es vom JC dann evtl. im Rahmen der Eingliederungsbeihilfe noch etwaige Aufstockung zum Lohn geben könnte.

Prima. Das es sich um ein Darlehen handelt, wurde mir nicht mitgeteilt. Dafür aber: Aufstockung bekomme ich nur, wenn ich weniger verdienen würde als ich jetzt vom Staat erhalte. Wenn ich zum Beispiel nur einen Vertrag über 20 Std. erhalte.

Lieben Dank für Deine Antwort.

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@liviamoon

Gerne geschehen.😉

Deswegen empfehle ich Dir ja, erst einmal morgen die entsprechenden Fakten des Vertrages ( insbesondere die Entlohnung ) beim AG zu erfragen und schriftlich von ihm auch zur Vorlage genauestens zum nachrechnen dokumentieren zu lassen.

Und danach kannst Du weitere Details mit dem Jobcenter abklären. Auch die Frage, ob es mit der Beihilfe für den Erwerb eines PKW um eine wirkliche ( rückerstattungsfreie ) Förderung geht, oder ob es sich um ein Darlehen handelt. 

Sowas ist mangels eindeutig festgelegter Bedingungsmässigkeit der Handlungsweisen und Handlungsspielräume der regionalen Jobcenter leider nicht allgemeinverbindlich ( online ) erklär- / bzw. nicht definierbar in eindeutiger Weise.

( da gibt es halt regional gewisse Handlungsspielräume für diese Behörde )

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