Wie filtert der Waldboden das Regenwasser genau?

1 Antwort

Da gibt es erst mal die rein mechanische Filterung, größere Teile werden wie bei einem Filter zurückgehalten.

Durch die Kleinheit der Bodenbestandteile haben Böden eine große innere Oberfläche. An solchen Oberflächen können Stoffe gebunden werden. Das nennt man Adsorption; Tonminerale und Humusteilchen sind an ihren Oberflächen elektrisch geladen, deshalb werden Teilchen gebunden.

Die Adsorptionsfähigkeit der Böden hängt also von der Menge "kleiner Teilchen" ab, je höher der Ton- und Humusgehalt desto höher die Adsorptionsfähigkeit.  Unter dem Suchbegriff Kationenaustausch findest du weiter Infos.

Die Filterstrecke, also der Abstand zum Grundwasser spielt auch eine Rolle.

Die Belastung des Regenwassers ergibt sich übrigens hauptsächlich aus der Filterwirkung der Vegetation für Luftschadstoffe, die werden von den Bäumen durch den Regen abgewaschen. Der "saure Regen" hat gezeigt, dass die Böden durch ihre Filterwirkung auch beeinträchtigt werden. Auch für Schwermetalle gilt, dass ein Boden zur Schadstoffsenke werden kann.

Ein Nadelwald verdunstet sehr viel mehr Wasser. In der Summe haben Nadeln eine sehr große Oberfläche (ganzjährig) und an diesen Oberflächen wird mehr Waser verdunstet.

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