Wie fange ich am besten an wenn ich ein Buch schreiben möchte?

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5 Antworten

Das erste, was du tun musst: deutsch lernen. Wenn du deine eigene Sprache und die dazugehörige Grammatik nicht beherrschst und nicht einmal Nominativ und Akkusativ auseinander halten kannst, von Kommesetzung nichts hältst und überhaupt kein einziges Satzzeichen setzt, dann kannst du dir deine Buchidee sofort wieder aus dem Kopf schlagen. Schon in deinem kurzen Fragetext sind so viele Fehler drin, dass ich große Zweifel habe, dass du überhaupt imstande bist, die Grundlagen der Schreibarbeit zu lernen:

"Ich habe vor, einen Krimi zu schreiben. Nur wie soll ich anfangen? Ich meine, sollte ich erst einmal einen Familienstammbaum zeichnen oder erst ein passendes Thema aussuchen? Tipps sind immer gern gesehen!"

Zähle deine Fehler mal selbst nach. Ich komme schon auf über zehn, was bei ungefähr 30 Worten dramatisch hoch ist. Einem echten Autoren unterlaufen zwar auch mal Fehler, aber solange deine Fehlerquote über einem Fehler auf 100 Worten liegt, brauchst du mit deinem Krimi noch nicht anfangen, nicht einmal daran denken

Falls du je soweit kommst: Am Anfang einer jeden Geschichte steht eine Idee. Diese Idee muss bereits den tragenden Konflikt beinhalten: was ist das Kernproblem deiner Geschichte? 

Als nächstes brauchst du einen groben Plan, wie deine Geschichte aufgebaut sein soll und einen roten Faden, der sich durch die Handlung zieht. Du musst dir interessante Wendungen überleben und Spannungspunkte setzen. Und vor allem musst du schon bevor du auch nur die erste Silbe schreibst bereits wissen, wie deine Geschichte ausgeht. Wo stehen deine Figuren am Anfang? Wie entwickeltn sie sich im Laufe der Handlung? Und wo stehen sie am Ende?

Familienstammbäume, Karten, Zeittafeln und Ähnliches gehören zu den Hilfsmitteln bei den Details, die du auch während des Schreibens noch entwickeln kannst. Mach dir darüber erst Gedanken, wenn dein Grundkonzept steht. Und über das Grundkonzept mach dir erst Gedanken, wenn du ein ganz passabler Schreiber geworden bist.

Tipp für dich: fange mit einem Tagebuch an und bemühe dich bei allen Texten, die du im Alltag schreibst, um korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Seien es Beiträge in Blogs, Nachrichten in sozialen Netzwerken (auch hier!), vor allem aber Whatsapp-Nachrichten (nie wieder Voicemails!) und sogar deine Einkaufszettel sind in Zukunft sorgfältig zu prüfen. Nur wenn du konsequent bist und dich jederzeit an alle Regeln hältst, dann lernst du sie. Und reduzierst deine Fehlerquote. 

Alles Gute,

Markus

Danke für die vielen Tipps, die du mir gegeben hast. Ich werde mein Bestes geben. PS wenn ich mich auf die Grammatik konzentriere, dann beherrschte ich diese^*^

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@NMatheisen

Das sagen sie alle... :-) Nein, aber ernsthaft: Versuche, auch im Alltag immer zu üben. Man sollte sich nicht konzentrieren müssen, um richtig zu schreiben - es sei denn man leidet unter Legasthenie. Aber jeder, der keine pathologisch veranlagte Rechtschreibschwäche hat und es eigentlich kann, der sollte auch immer bemüht sein, korrekt zu schreiben. Gerade wenn er vorhat, ein Buch zu schreiben, mit dem er irgendwann vielleicht auch einen Verlag überzeugen möchte.

Ansonsten natürlich gern geschehen. ;-)

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@MarkusPK

Gib ihm doch Tipps, welche Fehler er genau, in seiner verfassten Frage gemacht hatte.

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Da hat jeder sein eigenes System^^

Die meisten haben eine klare Vorstellung von der Geschichte und wie sie endet. Vielleicht weißt du erst Bruchstücke, einzelne Szenen und Momente oder kennst das Ende selber nicht.
Dann würde ich dir empfehlen, erstmal drauflos zu schreiben. Alles kann im Nachhinein ausgebessert oder korrigiert werden ;)
Die Charaktere kannst du von vornherein benennen und innerhalb der Geschichte anfangen zu beschreiben, oder anders herum und du merkst dann, welcher Name passt. Dazu rate ich dir im Vornherein schon einige Seiten mit Namensvorschlägen zu öffnen, um nicht stundenlang nach ein paar Namen suchen zu müssen. Das hält auf und macht keinen Spaß, es lenkt ab.
Stammbäume und vergangenes kannst du nebenher machen, es ist keine Pflicht.

Du musst im Endeffekt selbst entscheiden, wie du anfängst. Stürz dich rein oder handle geplant.

Ein Tipp: Die meisten scheitern daran, weil sie das Buch von Anfang bis zum Ende schreiben wollen. Tu das nicht. Wenn du eine Szene hast, schreibe sie möglichst genau auf und bilde den Rest drumherum. Es ist dein Werk, du bestimmst, was damit geschieht ;)

Also wenn ich eine Gesichte anfange, Habe ich meistens schon eine Grundidee im Kopf. Anfangs erstelle ich Stichpunkte zu verschiedenen Charakteren, zur Handlung usw und baue dann darum herum eine Geschichte, vieles ergibt sich bei mir während des Schreibens.

Ja die habe ich auch ok dann werde ich das mal so machen

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Hallo NMatheisen,

Motivation zum Schreiben ist definitiv ein guter Anfang, denn Du wirst einiges an Durchhaltevermögen brauchen. :)

Ich gehe mal davon aus, dass dies ein längeres Werk werden soll. Solltest Du nicht viel Übung im Schreiben haben, empfehle ich Dir aber, erst einmal mit kleineren Texten zu beginnen. Versuche Dich beispielsweise in Landschaftsbeschreibungen, kleineren Konflikten zwischen Charakteren, ausgeschriebenen Charakterisierungen oder was auch immer Dir grade einfällt. Für Feedback könntest Du diese Texte beispielsweise auf Seiten wie Fanfiktion.de (unter Prosa) hochladen.

Notiere dir in der Zwischenzeit aber auf jeden Fall alle Ideen für deinen Krimi, auch wenn sie erstmal unbrauchbar erscheinen, kann man ja hinterher noch aussortieren. :)

Für das große Projekt könnte Folgendes hilfreich sein: http://www.schriftsteller-werden.de/kreatives-schreiben/wie-du-einen-roman-schreibst-die-schneeflocken-methode-1/

Ich hoffe, dass Dir mein Beitrag weiterhelfen konnte!

Liebe Grüße und viel Spaß beim Tippen,
Nawoki

Es gibt tausend Anfängearten. Ich beginne meistens mit einem deftigen Hinweis auf den wesentlichsten Punkt des Buches, damit der Leser gleich von Beginn an eine kleine Ahnung davon hat, was ihm beim Weiterlesen so alles begegnen könnte. - Beim Schreiben ändere ich den Anfang oftmals wieder, weil er nicht mehr zu dem passt, was ich seither geschrieben habe. Schreiben ist ein wenig wie Bildhauerei, man erkennt erst mit der Zeit, worauf man eigentlich hinaus will. 

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