Wie fängt man beim einreiten an?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

als erstes wird immer der sattel lose rauf gelegt, um gewicht am rücken zu spüren, das reicht dann erstmal für die trainingseinheit. wenn man es ein paar mal gemacht hat, kann man je nach verhalten des pferdes auch mal den sattelgurt locker zu machen, damit ein paar schritte laufen. auch dies sollte man oft wiederholen und dabei denken, das pferd nicht zu überfordern. dann kann man den sattelgurt stramm machen und nach paar mal wiederholen dann mal mit sattel spazieren gehen, das ganze auch mal mit trense. Wenn das pferd irgendwann soweit ist, kann man sich erst o´hne, dann mal mit sattel rauf setzten, aber noch nicht laufen. das kann man nach ein paar mal drauf sitzen machen. und so arbeitet man sich langsma vor. man kann pauschalö nicht sagen , wie lange es dauert, aber so drei monate sollte man rechnen, je nach pferd, ich kenne welche, bei denen hats nach zwei-drei wochen geklappt, andere brauchten ein halbes jahr. und immer daran denken: das pferd darf nicht überfordert werden! das ganze kann eine ganz schwierige sache werden! man braucht teilweise viel geduld und erfahrung.

Riha96 02.10.2010, 08:07

Achso, vielen dank. Hab bis jetzt immer nur von methoden wie festbinden und draufsetzten oder ein bein hochbinden und sowas gehört, der eine traumtisierte Wallach den ich kenn, der ist beim sattel und trensen echt lieb, nur wenn sich einer draufsetzt wartet er kurz ob der wieder runter will, und geht das ab wie ein wildpferd. Da werden die besitzer sich was überlegen müssen, aber danke für die info, nur was macht man wenn das Pferd mit sattel und trense noch ganz brav mitmacht, und aber beim reiter ausrastet, wie macht man dann weiter?

0
Kayahi 02.10.2010, 08:14
@Riha96

Die Methoden die du da kennst solltest du schnellstens vergessen, die kommen profitgierigen Pferdehändlern denen es um Quantität nicht um Qualität geht. Wenn du Pferde respektierst und nicht quälen möchtest musst du Vertrauen aufbauen und ihm Stück für Stück beibringen dass es dir vertrauen kann, dass du ihm nichts böses willst und alles was du tust nicht schlimm ist. Auf keinen Fall sollte man Pferde drillen, das funktioniert dann zwar und das Pferd spurt, aber diese Tiere sind meist nicht berechenbar und stark thraumatisiert...

0
WasIsMitKarsten 02.10.2010, 08:44
@Riha96

Da kann ich nur recht geben, diese methoden sind das allerletzte...von deinem beispiel mit dem traumatisierten wallach: Da zeigt es sich, das man wirklich erfahrung und empathie mit den tieren haben muss und das nicht jeder beliebige ein pferd einreiten kann. man muss vertrauen zu dem pferd aufbauen, wie man das macht, das hängt vom mensch und vom pferd ab. und wenn es sein muss, fährt man halt ein halbes jahr zu diesem pferd, putzt es täglich, geht spazieren oder ist einfach nur da. das pferd muss dir vertrauen und du dem pferd, sonst kann man es nicht schaffen, zumindest nicht mit artgerechten methoden. ich bin kein psychologe odr so, deshalb kenne ich mich mit solchen schwierigen fällen nicht besonders aus, aber bei meinem friesen damals war es auch so schlimm, er hat einen abgeworfen, ist immer weggerannt, selbst beim führen...ich habe daraufhin einen natural horsemanship-trainer zur hilfe geholt und wir haben es tatsächlich hinbekommen, war harte arbeit, aber es hat geklappt. wenn man einfach nicht weiter weiß, sollte man sich nciht scheuen hilfe zu holen.

0

Du musst auf jeden Fall ganz kleine Schritte gehen. Das erste was gelernt wird ist ein Halfter zu tragen. Dazu bringst du dem Pferd erstmal bei dass nichts Schlimmes passiert wenn du es am Kopf und an den Ohren anfasst. Dann hängst du das Halfter über die Nase und hast gleichzeitig ein Leckerlie in der Hand, das wiederholst du dann ein paarmal, anschließend hängst du den längeren Gurt um den Hals, den kleinen um die Nase lässt du noch weg, und belohnst mit Leckerlies und streichelst und wiederholst das Ganze, wenn das auch gut klappt kannst du das Halfter richtig aufziehen. Wenn das alles gut funktioniert übst du das Laufen am Führstrick. Wichtig ist dass das Pferd lernt neben dir zu laufen, nicht hinter dir und nicht zu sehr zu ziehen. Häufiges Stehenbleiben, Richtung wechseln, schneller und langsamer werden, schult die Aufmerksamkeit des Pferdes und sorgt dafür dass es sich nach dir richtet. Wenn das auch gut funktioniert bringst du ihm bei vernünftig an der Longe zu laufen und dass es keine Angst aber Respekt vor der Peitsche haben muss. Und wenn das auch gut klappt machst du mit dem weiter was dir WasIsMitKarsten beschrieben hat. Wichtig ist viel Geduld und Lob und niemals Zwingen oder Schlagen.

Was möchtest Du wissen?