Wie fändet ihr es, Schlaf von 5 auf 3 Stunden zu reduzieren, um mehr Freizeit zu haben?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Beknackt und möglicherweise gefährlich. 86%
Schon etwas beknackt. 7%
Scheiß auf Schlaf, man soll sein Leben nicht verschlafen. 7%
Nicht beknackt, aber würde ich nicht empfehlen. 0%
Eine gute Idee. 0%

5 Antworten

Beknackt und möglicherweise gefährlich.

Hallo CrankymonkeyX1,

wenn du manchmal nur 5 oder gar nur 3 Stunden schläfst, ist das nicht so schlimm, aber dauerhaft nur 3 Stunden zu schlafen ist zu wenig. In dieser Zeit kann dein Körper nicht alle nötigen Schlafphasen und Schlafzyklen durchlaufen, die für deine Gesundheit wichtig sind. Wenn du noch jung bist, merkst du es noch nicht direkt, dass der Schlafentzug dir eigentlich schadet.

Deine Freizeit kannst du auch nur dann genießen, wenn du tagsüber fit und gesund bist.

Der tägliche Bedarf an Schlaf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Durchschnittlich schlafen die Deutschen laut RKI sieben Stunden und 14 Minuten pro Nacht. Wichtig für einen gesunden Schlaf ist ein ungestörter Ablauf der Schlafphasen und Schlafzyklen: Insgesamt besteht der Schlafrhythmus aus mehreren Schlafphasen, die ungefähr 90 bis 110 Minuten dauern – sie bilden einen Schlafzyklus. Davon durchlaufen wir während des Schlafens vier bis sechs.

https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/was-sie-ueber-die-verschiedenen-schlafphasen-wissen-sollten/

1. Schlaf stärkt das Herz

Andauernder Schlafmangel stößt Entzündungsprozesse im Körper an. Das begünstigt eine Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose), die als Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall gilt. So wie Schlafmangel das Herz schädigt, schützt ausreichend Schlaf es: Schlaf hält den Blutdruck langfristig konstant, was die Gesundheit der Blutgefäße und des Herzens positiv beeinflusst.

2. Schlaf hält das Immunsystem fit

Die körpereigene Infektabwehr, das Immunsystem, braucht Schlaf, um optimal zu funktionieren. Genauer genommen wird Schlaf benötigt, damit die Immunzellen in der Lage sind, Krankheitserreger zu bekämpfen. Kurzfristiger Schlafmangel beeinträchtigt beispielsweise die Funktion der sogenannten T-Zellen, die infizierte Körperzellen beseitigen und auf diese Weise verhindern, dass sich etwa ein Virus zu stark im Körper ausbreitet.

3. Schlaf fördert den Muskelaufbau

Schlaf und Sport gehören zusammen: Schlaf spielt eine wichtige Rolle für den Muskelaufbau. Studien deuten darauf hin, dass die Muskelmasse stärker bei Menschen abnimmt, die maximal fünfeinhalb Stunden pro Nacht schlummern, als bei denjenigen, die sich mehr als acht Stunden Schlaf gönnen. Forschende vermuten, dass bei ausreichend Schlaf Wachstumshormone ausgeschüttet werden und die Bildung von Eiweißen beeinflusst wird, die für den Muskelaufbau wichtig sind.

4. Schlaf kann die Leistungsfähigkeit steigern

Schlaflose Nächte beeinträchtigen die Konzentration und Denkleistung erheblich. Wie gut jemand schläft, beeinflusst die Leistungsfähigkeit des Gehirns, denn: Im Schlaf formt und konsolidiert sich das Gedächtnis. Erinnerungen verfestigen sich, überflüssige Informationen werden „aussortiert“.

5. Schlaf senkt das Unfallrisiko

Den Schlaf zu vernachlässigen, ist in manchen Fällen lebensgefährlich – insbesondere im Straßenverkehr. Wer ständig übermüdet ist, hat eine erhöhte Unfallgefahr, denn schläfrig Auto zu fahren kann zum sogenannten Sekundenschlaf führen, einer lebensgefährlichen Einschlafattacke. In den USA passieren rund 62 Prozent aller Verkehrsunfälle aufgrund von Schläfrigkeit. Die Hälfte aller schläfrigkeitsbedingten Unfälle wird dabei von jungen Autofahrern, die 25 Jahre oder jünger sind, verursacht. Besonders gefährdet sind Schichtarbeiter auf dem Nachhauseweg: Ihr Unfallrisiko ist bis zu achtfach erhöht.

6. Ausreichend Schlaf schützt vor Übergewicht

Begünstigt zu wenig Schlaf die Gewichtszunahme? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forschende bereits seit einiger Zeit. Eine Studie aus Großbritannien deutet darauf hin, dass Erwachsene, die kurz schlafen, ein höheres Risiko für Fettleibigkeit haben. Umgekehrt haben Menschen, die mehr schlafen, tendenziell einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI). Diese negative Beziehung zwischen Schlafdauer und BMI lässt sich auf verschiedene pathophysiologische Ursachen zurückführen. Das sind krankheitsbedingte Veränderungen der Körperfunktionen. Dazu gehören zum Beispiel negative Auswirkungen von Schlafmangel auf den Stoffwechsel. Darüber hinaus weisen Menschen, die wenig schlafen tendenziell höhere Konzentrationen von Ghrelin, einem Hormon, das das Hunger- und Sättigungsgefühl reguliert, auf.

7. Schlaf verringert das Diabetes-Risiko

Schlaf spielt eine wichtige Rolle für viele Stoffwechselprozesse im Köper – auch für den Zuckerstoffwechsel. Menschen, die weniger als viereinhalb Stunden ungestört schlafen, haben ein höheres Diabetes-Risiko. Grund dafür ist, dass der Schlafmangel die Körperzellen weniger empfindlich für den Botenstoff Insulin macht, der den Blutzucker senkt. Um dies zu vermeiden, ist es nicht nur wichtig, ausreichend viel, sondern auch ohne Unterbrechungen, bei denen der Körper vollständig aufwacht, zu schlafen.

8. Schlaf schützt die Psyche

Wer schlecht schläft, riskiert, an psychischen Störungen zu erkranken oder bestehende zu verstärken. Häufige Unterbrechungen des Schlafs, wie sie zum Beispiel beim Schlafapnoe-Syndrom auftreten, führen zu Konzentrations- und Antriebsschwäche sowie Veränderungen der Stimmungen vergleichbar mit denen einer Depression. Die Psyche braucht den Schlaf daher ebenso wie der Körper.

9. Emotionen verarbeiten

Jeder Mensch verbringt etwa 20 Prozent jeder Nacht damit zu träumen, selbst wenn sich die Träumenden am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern. Die lebhaftesten Träume finden in der REM-Schlafphase statt. Welche Aufgaben der Traumschlaf genau erfüllt, ist bisher nicht abschließend geklärt. Forschende gehen jedoch davon aus, dass Träume dem Gehirn dabei helfen, Emotionen zu verarbeiten, besonders solche aus dem Bereich der sogenannten „Tagesreste“, also emotionale Erinnerungen an die Ereignisse des Vortags. Ein guter Grund, um häufiger früh ins Bett zu gehen.

10. Hilft schlafen gegen Kopfschmerzen?

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Kopfschmerzen: Drei von vier Menschen mit Kopfschmerzen leiden gleichzeitig auch unter Schlafstörungen. Dabei wird nicht nur der Schlaf durch das Hämmern und Pochen im Kopf gestört, sondern auch umgekehrt: Wer nicht ausreichend oder schlecht schläft, riskiert, mit einem dicken Schädel aufzuwachen. Um diesen Kopfschmerzen vorzubeugen, ist gesunder Schlaf wichtig.

Textquelle: https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/warum-schlaf-wichtig-fuer-koerper-und-psyche-ist/

LG Emelina

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Beknackt und möglicherweise gefährlich.

Schlafmangel ist auf lange Sicht sehr gefährlich und kann verschiedene Risiken mit sich bringen. Dazu zählen unter anderem Konzentrationsschierigkeiten, Kopfschmerzen, motorische Störungen, geringe körperliche Leistungsfähigkeit und auf lange Sicht geht es mit schwerwiegenden Krankheiten einher.

Beknackt und möglicherweise gefährlich.

Auch wenn die notwendige Schlafdauer sehr stark von Person zu Person unterschiedlich sein kann, sind 5 Stunden bereits deutlich unter dem Durchschnitt. Das du auf Dauer mit drei Stunden auskommen kannst, ist enorm unwahrscheinlich. Am besten einfach auf deinen Körper hören.

Beknackt und möglicherweise gefährlich.

Es ist nicht "möglicherweise gefährlich", sondern "ganz sicher schädlich".

Ich reduziere lieber die Arbeitszeit um mehr Freizeit zu haben.