Wie erzieht man ein Kind richtig?

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9 Antworten

Erziehung ist eine so komplexe Sache, dass dir niemand in so geringem Rahmen sagen kann, wie das "funktioniert". Und nicht zuletzt gibt es sehr viele unterschiedliche Ansichten über richtig und falsch.

Ein Kind braucht Grenzen und Freiheiten, Wurzeln und Flügel - es ist wichtig Werte und Normen zu vermitteln und diese auch selbst konsequent vorzuleben.

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Vermeiden solltest du - egal, ob Junge oder Mädchen - die gängigen Erziehungstipps, die im Grunde alle auf einem Machtgefälle aufbauen.

Besser ist es von Anfang an auf Bedürfnisbefriedigung zu setzen.

Kinder brauchen keine Eltern, die ihnen mit Konsequenzen und Grenzen setzen kommen.
Auch nicht solche, die meinen mit Verboten würden sich bestimmte Probleme in Luft auflösen. Vielmehr ist oft das Gegenteil der Fall.

Kinder möchten Eltern, die ihre eigenen Grenzen kennen und denen kein Zacken aus der Krone fällt, wenn sie mal sagen "das weiß ich nicht".
Ebenso wollen sie Eltern, die die Grenzen der Kinder achten.

Kinder wollen Verständnis und Unterstützung. 
Aber nicht auf ihre Leistungen reduziert werden.

Sie brauchen auch kein Lob, das im Grunde nur dazu gedacht ist, sie in ihren Leistungen anzuspornen und gönnerhaft daher kommt.
Kinder wollen Eltern (und auch andere Erwachsene), die sagen, dass ihnen etwas gefällt - und zwar fern von jeglicher Bewertung.

Kinder wollen Lernen und zwar an jedem Ort.
Sie möchten aber selten das zu vorgeschriebenen Zeit mit Menschen machen müssen, die ihnen möglicherweise nicht sympathisch sind oder gar Unbehagen verursachen.

Kinder möchten keine starren Begrenzungen, sondern selbst herausfinden, wie viel sie von was vertragen.
Eltern dürfen ihre Kinder allerdings vor realen Gefahren - wie auf eine stark befahrene Straßen rennen - schützen.

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Kommentar von GroupieNo1
09.05.2016, 20:27

Lobst du deine Kinder?

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Kommentar von Nashota
10.05.2016, 10:21

Kinder brauchen keine Eltern, die ihnen mit Konsequenzen und Grenzen setzen kommen.

Wenn es die Eltern nicht tun, tut es später das Leben.

Deine Sicht, dass Kinder frei wie ein Wirbelwind alles mitreißen können oder dürfen, ohne auch nur im geringsten an den Gegenüber zu denken, ist immer wieder fragwürdiger Natur.

Jede Beziehung, auch und besonders die zwischen Kindern und Eltern, besteht aus geben und nehmen. Nicht aus nehmen und gehen. Und wo ein Kind lernen muss, dass es Grenzen gibt, dann hat es die zu lernen.

Damit wird kein Kind an seiner freien Entfaltung gehindert. Aber in einer Gruppe hat es sich auch immer einzuordnen und nicht überall den Ton anzugeben, weil es nie gelernt hat, ein Nein zu respektieren und zu akzeptieren oder es überhaupt mal gehört zu haben.

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Kommentar von kiniro
14.05.2016, 13:17

Übrigens Sophie finde ich es sehr unhöflich, eine Frage in den Raum zu rotzen und dann nicht mehr darauf zu reagieren.

Das erweckt bei mir den Eindruck, dass es dich überhaupt nicht interessiert.

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Hallo Sophie, wenn du dein Kind lieb hast ist es schon viel mehr, als nur die halbe Miete. 

Versuche immer, dem Kind Verlässlichkeit zu geben, es muss dir 100% vertrauen können. Du darfst niemals etwas versprechen, das du nicht ganz sicher halten kannst - das zerstört das Vertrauen in die Mama und sorgt für Enttäuschung. 

Sei konsequent! Liebe ist nicht, alles zu erlauben, sondern dem Kind das Urvertrauen in die Eltern zu bewahren. Was du heute verbietest, darfst du morgen nicht erlauben, nur weil dir das Gequängel auf die Nerven geht. Umgekehrt musst du dein plötzliches Verbot (das gestern noch erlaubt war) sehr gut begründen. Das ist oft schwierig, zahlt sich aber sehr schnell aus.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, deshalb musst du alles kindgerecht erklären und nicht einfach Befehle aussprechen ("Es wird so gemacht, weil Mama es so will!"). Deine Absichten müssen dem Kind ganz eindeutig sein, sonst verwirrst du es.

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Kommentar von sophie1235
10.05.2016, 08:40

Es scheint also sehr wichtig zu sein, dem Kind die Frage nach dem "Warum" zu erklären.

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Es gibt kein richtig oder falsch in dem Sinne, weil jedes Kind anders ist. Da spielt auch das Geschlecht keine Rolle. Man muss jedes Kind in seiner Persönlichkeit annehmen und entsprechend führen und versuchen, zwischen übergroßer Strenge und zuviel Nachsicht den berühmten goldenen Mittelweg zu finden.

Ich hab meine Töchter nach meinem Gefühl erzogen, dass sie wissen oder gemerkt haben, was man warum macht und was man warum nicht macht. Sie hatten und haben genug Freiheiten, aber auch den Gong im Hinterkopf, dass es gewisse Werte, Regeln und Grenzen gibt.

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Kommentar von Barney123
14.05.2016, 14:59

Hallo Nashota,

Das Gefühl ist halt so ein Problem. Woher weist Du denn, dass Deine Gefühle richtig sind? Gefühle sind das Ergebnis unserer Sozialisation. Viele Menschen haben das Gefühl, sie müssten andere Menschen bestrafen, wenn sie sich nicht so verhalten, wie sie es für Richtig halten. Ohne zu hinterfragen, wearum sie dies oder jenes getan haben. Es gibt Studien, die Belegen, dass Menschen als in der Hierarchie höhergestellt wahrgenommen werden, wenn sie in öffentlichen Räumen gegen ganz selbstverständliche Regeln verstoßen, wie z.B. das Rauchverbot oder in dem sie im Restaurant die Füße auf andere Stühle hochlegen. Bei den Machtspielen resultiert daraus das Flegelspiel.

Auch die sogenannte Strenge ist so ein Problem. Es ist viel einfacher: Es gibt Dinge, die sind vernünftig und richtig, das kann man den Kindern dann aber auch erklären. Und dann sind sie in den allermeisten Fällen immer genau so richtig. Daraus resultiert dann aber Konsequenz und nicht Strenge. Konsequenz bedeutet dann nur, das Verhalten ist nicht beliebig, sondern es gibt für die Regeln vernünftige Erklärungen. Die muss man den Kindern altersgerecht erklären. Das funktioniert ganz gut. Kinder sind nicht so Dumm wie manche Erwachsene glauben. Und sie vor Allem eines nicht: BÖSE. Und wenn kinder anfangen zu "merken" ob etwas falsch oder Richtig ist, dann ist in der Regel Gewalt im Spiel. Nur vernünftige Erklärungenn funktionieren ohne Gewalt.

LG

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Im übrigen ist die Frage falsch gestellt. Es gibt nicht die richtigen Erziehungsmethoden. Ein Kind ist kein Automat und jedes Kind ist anders und einzigartig.

Das Wichtigste ist Empathie, Respekt dem Kind gegenüber, Gewaltfreiheit, Konsequenz, und Verlässlichkeit.

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Kommentar von kiniro
09.05.2016, 17:52

Streich das Wörtchen Konsequenz, dann bin ich bei dir.

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Puh.. wenn das so schnell zu beantworten wäre, würden sich sicher nicht zig Wissenschaftler seit Jahrzehnten mit diesem Thema befassen.

Ein allgemeines Rezept gibt es dafür nicht. Unzählige Faktoren beeinflussen die Notwendigkeiten, die die jeweilige Erziehung mit sich bringt. Tausende Kleinigkeiten kann man beachten und trotzdem entwickelt sich jedes Kind anders, die "Ergebnisse" sind also nicht verlässlich.

Bei der Frage danach, was für mich die drei wichtigsten Punkte sind, würde ich antworten:

- bedingungslose Liebe
- Konsequenz
- Gewaltfreiheit

Andere Menschen setzen die Prioritäten wahrscheinlich anders.

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Kommentar von Joergi666
09.05.2016, 14:11

sehr gut auf den Punkt gebracht!

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Kommentar von Nashota
09.05.2016, 14:18

Es gibt keine bedingungslose Liebe.

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Kommentar von kiniro
09.05.2016, 17:51

Konsequenz kann in meinen Augen nicht zusammen mit bedingungsloser Liebe und Gewaltfreiheit.

Außerdem funktioniert es mit der Konsequenz nicht, weil die Umstände nie konsequent die gleichen sind.

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Das kann dir keiner direkt sagen.. Sei höflich und beschäftige dich oft mit deinem Kind und dann wird alles gut.. Es wird sogar schlauer

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Kommentar von sophie1235
10.05.2016, 08:42

Schlauer als wer oder was?

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Kommentar von sasiguen
10.05.2016, 14:11

ich mein schlauer damit das es dann besser in der Schule sein wird weil es sich mehr merken kann

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Aufjedenfall nicht zum Narzissten großziehen.

Jedes Kind ist anders, die sind alle sehr komplexe Exemplare.. *kicher* Deswegen aber solltest du trotzdem darauf achten, dass man ein Kind bei bestimmten Situationen anders behandeln muss. Erst recht´da sie Naiv und Rational sind, glauben sie an ALLES was du ihnen sagst und das manifestiert sich für ihr ganzes Leben. Man sollte also schon aufpassen was man sagt oder macht und dann auch die wichtigen Sachen zu erst überbringen.

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Kommentar von kiniro
09.05.2016, 17:54

Ich finde es ätzend, dass so manche Fachidioten meinen von Fällen aus ihrer Praxis auf den Rest der Kinder schließen zu können.

Ist es nicht traurig, Kinder als Tyrannen zu bezeichnen, weil es ja keine werden sollen.

Die Sprache mancher Erwachsener den Kindern gegenüber IST in meinen Augen schon tyrannisch.

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Kommentar von Barney123
14.05.2016, 17:55

So Allwissend scheinst Du ja nicht zu sein. Kinder verstehen sehr viel, wenn man es ihnen richtig erklärt. Es ist ein schwerer Vertrauensbruch, wenn Du Deine Kinder  oder Kinder überhaupt nicht ernst nimmst und glaubst sie verarschen zu können. Wenn Du ihnen ehrlich sagst, was Sache ist, dann werden die das auch verstehen. Das ist viel einfacher, alles immer nur zu glauben, Du kannst ihnen eine Story erzählen. Das werden dann die Kommunikationskrüppel, die sich für besonders schlau und toll halten, die keinen Respekt haben. Genau da fängt Narzissmus an!

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Kinder sollten grenzen kennen..

aber was ich dir auf dem weg geben kann, ist gib ihnen liebe und das ist das schönste. Kinder spüren das...

viel freude und spass...

:-)

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