Wie erziehe ich einen Hund stubenrein?

7 Antworten

Mit dem Welpen nach dem Fressen/Schlafen/Spielen in den Garten bzw. raus gehen. Wenn er dort sein Geschäft macht, überschwänglich loben. Wenn es mal im Haus passiert, ignorieren und wegmachen wenn es der Welpe nicht sieht. Ich habe damals eine Glöckchenkette an die Terrassentür gehängt und immer damit gebimmelt, wenn ich sie rausgelassen habe. Nach kurzer Zeit hat sie das kapiert und selber gebimmelt an den Glöckchen, dann habe ich sie gelobt und sofort rausgelassen. Hat prima funktioniert.

das mit dem glöckchen ist ja mal eine klasse idee.*g vor allem, weil nicht alle hunde sich melden, sondern die drückende blase meist schweigend hinnehmen.

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@ordrana

Ja, meine Labbihündin ist jetzt fast 18 Monate und setzt sich immer noch stillschweigend vor die Terrassentür, wenn sie mal muss! Aber auf meine "Glöckchenidee" bin ich heute noch ein bisschen stolz grins. Allerdings fing sie dann irgendwann an, einfach zu bimmeln, weil es ihr Spaß machte.....dann war es vorbei mit der Glöckchenkette!

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Ein Welpe muss nach JEDEM Schläfchen, Fressen oder Spielen seine Blase entleeren. Beobachten Sie Ihren Hund, wenn er wach ist und durch die Wohnung läuft. Sie werden nach kurzer Zeit unterscheiden können, ob er die Welt erkundet oder durch kleine Trippelschritte sich um sich selbst dreht. Er wird dann die Nase am Boden haben und unruhig hin und her laufen. SPÄTESTENS dann sollten wir den Hund auf den Arm nehmen und ihn auf die Strasse bringen. (Pauschal ausgedrückt alle 2 Stunden.) Dort wird er IMMER wieder an die GLEICHE Stelle gesetzt und von uns mit IMMER wieder mit den GLEICHEN Worten ( mach Pfützchen oder was immer man sagen möchte) aufgefordert, sein Geschäft zu erledigen. Wenn dann alle Bächlein fliessen oder auch das Grosse Wunder unseren Hund verlässt, wird er KRÄFTIG GELOBT und SOFORT durch ein LECKERCHEN belohnt.

Nachts wird es für uns etwas schwieriger gleich zu merken, jetzt muss er mal. Darum sollte der Schlafplatz, solange bis der Welpe nachts trocken bleibt, im Schlafzimmer sein. Das bedeutet nicht, dass wir nun für den Rest seines Lebens den Hund im Schlafzimmer dulden müssen. Damit der Hund, wenn er wach wird, nicht UNKONTROLIERT umherwandert und dann ein Malheur passiert, verwenden wir einen Karton, Kinderlaufstall oder gleich eine Hundetransportbox ( Käfig ). Bauen Sie ihm eine RICHTIGE HÖHLE. Sie sollte so groß sein, dass der Welpe sich darin bequem hinlegen kann, aber nicht so gross, dass er darin umherwandern kann. Einen Laufstall oder eine Transportbox müssen Sie durch Pappe verkleinern. Legen sie ihm eine schöne kuschelige Decke und ein Kauspielzeug hinein. Wenn Sie den Welpen das erste Mal in seine Höhle setzen, sollte er recht müde und satt sein. Der Welpe wird dann noch etwas auf seinem Spielzeug knautschen und recht schnell einschlafen.

Fehlt der Platz im Schlafzimmer um eine Box usw. aufzustellen, legt man dem Welpen eine Decke hin und leint ihn am Bett oder ??? an.

Nach dem Aufwachen muss er aber DRINGEND. Er wird nur in äussersten Notfällen in seine Höhle pinkeln. Durch Winseln und Herumtrappeln wird er sich bemerkbar machen. Dann SOFORT den Wurschtel auf den Arm und ab nach draussen. Vergessen Sie NIE, wenn das Bächlein fließt LOBEN, LOBEN, LOBEN und LECKERCHEN.

Wenn der Welpe in den Garten gelassen wird, um sich zu lösen, gehen wir mit. Auch wenn es regnet oder schneit!!! Er weiß ja nicht, wozu er da draußen ist. Ob zum Schnuppern, Spielen oder ob er vor der Tür auf uns warten soll. Wir wundern uns dann wenn er fünf Minuten später ins Wohnzimmer macht. „ Er war doch gerade erst draußen!“ Darum gehen wir mit und überzeugen uns, das alles erledigt wurde.

Erwischen Sie Ihren Welpen auf frischer Tat, das heißt, wenn er sich gerade hinsetzen will, dann sagen Sie ihm mit deutlich TIEFER Stimme NEIN oder PFUI, nehmen ihn dann sofort auf den Arm und bringen ihn auf die Strasse. SOFORT bedeutet NICHT erst Haufen oder Pfütze beseitigen. Entdecken Sie aber eine Pfütze erst später, dann dürfen Sie KEINESFALLS schimpfen. Er weiss dann nicht, warum Sie mit ihm böse sind. Noch viel schlimmer wäre es, wenn Sie das Hundekind, wie man es früher gemacht hat, mit der Nase hineindrücken. Stellen Sie sich vor, man hätte das mit Ihnen gemacht als Sie zur Sauberkeit erzogen wurden. Anderes Beispiel: Sie drücken Ihrem Säugling oder Kleinkind die volle Windel ins Gesicht. Der Hund darf NIEMALS zuschauen, wenn Sie den Ausrutscher beseitigen. Er glaubt dann, er hat Ihnen eine große Freude bereitet weil Sie sich so eingehend mit seinen Duftstoffen beschäftigen. Überdecken Sie seine Düfte mit Glasreiniger, Sagrotan, Parfüm usw. Bitte, kein Produkt in dem Ammoniak enthalten ist nehmen. Ammoniak, riecht für Hunde, wie Urin.

Einen Zeitraum, in dem der Hund stubenrein sein sollte, kann man unserer Meinung nicht angeben. Wir haben da die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Meinen ersten Hund hatte ich in 10 Tagen soweit. Andere Sportfreunde haben es in 2 Tagen geschafft, wieder andere berichten von 4 Wochen und 6 Wochen usw. Bei meinem jetzigen Hund bin ich bald verzweifelt. Er hat sage und schreibe 5 Monate gebraucht. Wenn Ihnen Zweifel kommen, ob Ihr Hund nicht schon längst sauber sein müsste, dann suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf und lassen Ihren Hund durchchecken. Sollten bei einem älteren Hund Probleme mit der Stubenreinheit auftreten, dann können Sie nach einer unbedingt notwendigen tierärztlichen Untersuchung die Methode mit der Transportbox anwenden.

Wir beobachten oft, dass Welpen oder Junghunde, wenn sie uns, andere Menschen oder auch andere Hunde begrüssen, sich ganz klein machen oder sich auf den Rücken drehen. Dann kann es sein, dass sie einfach lospieseln. Das ist aber für das Hundchen, im Rudel älteren Hunden gegenüber, ein ganz normales Verhalten. Es signalisiert „ ICH UNTERWERFE MICH“. Da wir meist ab seiner 8. Lebenswoche sein Rudel sind, wird er dieses Verhalten noch eine ganze Weile beibehalten. Es wäre von uns ein KAPITALER FEHLER, nun mit SCHIMPFEN oder gar STRAFEN auf das Pieseln zu reagieren. Es würde den Kleinen VERUNSICHERN und auch sein VERTRAUEN zu uns in Frage stellen. Er UNTERWIRFT sich und wir STRAFEN ihn dafür. Wir ignorieren ihn oder werfen einen Ball und bringen ihn dadurch wieder auf alle vier Pfoten. Wenn er genug SELBSTBEWUSTSEIN aufgebaut hat, dann wird er das Pinkeln von ganz alleine lassen.

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