Wie erziehe ich eine 14 jährige?

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5 Antworten

Ui ui, das ist nicht einfach da einen Tipp zu geben. Vor allem darf sie das Vertrauen nicht verlieren und du natürlich auch nicht. Auch wenn man das Gefühl hat gegen eine Wand zu reden; reden reden reden. Gib ihr das Gefühl ernst genommen zu werden. Aber ohne Grenzen setzen wird es auch nicht gehen. Versuche "Verträge" zu schließen. Wenn sie regelmäßig in die Schule geht, darf sie ,weiß ja nicht was ihr Spass macht. Vielleicht hat sie Interessen, die du unterstützen kannst, die sogar evt. schon berufsweisend sein könnten. Damit sie einen Grund hat für einen guten Schulabschluß. Alles schön gesagt, bzw. geschrieben. Mit einem kann ich dir nur Mut machen, es geht vorbei, lächel. LG Lotusblume

Deine Tochter ist sicherlich noch in der Pubertät, da könntest Du jetzt viele Argumente bringen, die bestimmt gut und richtig sind, aber trotzdem auf taube Ohren stossen. Eigentlich ist so etwas schade, ich weiss aus eigener Erfahrung (als Tochter, nicht Mutter), dass ich heute vieles richtig finde, was mir damals gesagt wurde, aber früher....wars der grösste Humbug.;-) Man möchte in dem Alter eifach nicht mit Lebenserfahrung oder mit "als ich in Deinem Alter war...."-Aussagen konfrontiert werden. Und zum Teil verstehe ich heute die Jugendlichen sogar noch besser, viele Zukunftsängste mit denen sie heute leben müssen, hatten wir so massiv gar nicht, Gott sei Dank! Was Du nun versuchen könntest, ist, auch wenn es schwer fällt mit Verständnis und Sachlichkeit reagieren. Lobe sie auch mal, wenn sie etwas gut macht, bedanke Dich, wenn sie Dir hilft und unternehme auch einmal etwas Schönes mit ihr. Konfrontiere sie nicht täglich mit Fragen nach ihren Plänen und Absichten, wenn Du das tust, fühlt sie sich vermutlich immer mehr in die Enge getrieben und blockt völlig ab. Versuche an einem entspannten Abend/Nachmittag noch mal in Ruhe mit ihr zu reden, frage sie dann nach ihren Plänen und Träumen, vielleicht auch, ob es in der Schule ein besonderes Problkem gibt. Biete ihr Hilfe an, aber lass sie auch aussprechen und auch, wenn Du ihre Vorstellungen abstrus findest, sage nicht sofort "Ja, aber...". Versuche auch ihre Standpunkte ernst zu nehmen und sie eher langsam in die Richtung "Schule wäre doch besser!" zu lenken. Das wird alles nicht von heute auf morgen gehen. Zur Not bleibt sie einmal sitzen. Das ist mit 14 auch kein Beinbruch und vielleicht hilft ihr das sogar. Ansonsten: Hat Deine Tochter noch eine andere erwachsene Bezugsperson, die ihr vielleicht sogar vom Alter her näher ist? Evtl eben nicht aus der Familie und niemand bei dem sofort klar ist, dass er/sie sowieso auf Deiner Seite ist? Vielleicht eine Patentante/Patenonkel, ein Freund der Familie, ein Elternteil ihrer Freunde etc.... Dann solltest Du diese Person mit ins Boot nehmen. Ich habe in dem Alter immer mehr auf den Gescjhäftspartner meines Vaters gehört,als auf meine Eltern;-).

Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, das sie sich vieleicht wegen der ständigen "Meckerei" so danebenbenimmt. Andererseits finde ich auch, das sie mich ein bisschen unterstützen kann. Es fällt mir so schwer, mich in ihre Lage zu versetzen. Eigentlich war ich wie sie, nur nicht ganz so frech. Meine Eltern waren was Schule betraf sehr streng. Im Nachhinein bin ich ihnen dankbar. Aber warscheinlich hast Du recht, ich bedränge sie ganz schön. Ich weiß, dass jeder seine eigenen Fehler machen muss- um daraus zu lernen, aber es muss doch nicht immer auf die harte Tour sein. Ich wollte das meine Tochter es mal leichter im Leben hat.

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@TineSonntag

Du hast ja auch recht, nur ist das eben momentan nicht das , was sie hören will.Versuche einfach nicht nur ihre Mutter zu sein, sondern auch ein bisschen ihre Freundin. Sie wird dir genau das später danken.Und mit einem Durchhänger in der Schule stehen ihr später immer noch alle Türen offen (soweit sie dann eben sowieso offen sind). So schwer es fällt, versuche sie zwischendurch mal mit Abstand zu sehen, so als wäre es die Tochter Deiner Freundin oder so. Dann sieht manches ein wenig anders aus;-). Ich drück die Daumen...

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@koira1975

Ich habe mir einen Termin bei einer Erziehungsberatung geholt. Hällst Du das für Humbug, oder sollte ich da mit meiner Tochter hingehen? Oder ist das eher kontraproduktiv?

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@TineSonntag

Ich kenne jetzt weder Dich noch Deine Tochter, deswegen kann ich das nicht so gut beantworten. Wenn ich es auf mich (als Tochter) übertragen würde, würde ich an Deiner Stelle erstmal alleine dorthin gehen. Wenn Du das Gefühl hast, dass es auch etwas für Deine Tochter ist, könntest Du ja einen 2. Termin machen, wo dann evtl auch Deine Tochter die Gelegenheit hätte mit ihr/ihm alleine zu sprechen (wenn sie möchte). Ich möchte Dir aber gerne die Angst nehmen, wobei ich es sehr schön finde, wie sehr Du Dich bemühst: Deine Tochter ist nicht hochgradig verhaltensauffällig, sondern in der Pubertät. Solange Du ihr nun nicht suggerierst, dass sie nicht ganz normal ist, kann jedes Sich Bemühen nur richtig sein. Das irgendetwas mit einem nicht stimmt, denkt man so oder so immer in der Pubertät. Also sage ihr auf jeden Fall auch mal, was Du an ihr schätzt. Und erzähle ihr das Du zu der Beratung gehst, dass Du aber "nur" wissen möchtest, was falsch läuft und nicht, dass Du wissen möchtest, was an Deiner Tochter falsch ist.

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Das ist ein schwieriges Alter, ich kenne das. Mein Sohn ist 15 und auch schon seit ca. 2 Jahren recht zickig.Er hat letztes Jahr die 8.Klasse wiederholt, ist mit 4 Fünfen sitzengeblieben (allerdings kam bei ihm noch erschwerend Mobbing dazu),hat einfach nichts mehr getan, hatte Null Bock auf garnichts.Ich habe ihn was die Noten betrifft auflaufen lassen (allerdings wollte ich auch, dass er aus dieser Klasse rauskommt).Jetzt ist er in der 9 u. gehört wieder zu den Klassenbesten.Er hat begriffen, worauf es ankommt. Wichtig ist im privaten Bereich, konsequent zu bleiben.Allerdings müssen gerade in diesem Alter die Grenzen von Zeit zu Zeit neu gesteckt werden. Versuche ihr auch ein wenig Verantwortung im Haushalt zu übertragen. Wenn du garnicht mehr weiter kommst, hol dir Hilfe bei einer Erziehungsberatung.Und denk immer daran: auch diese schwere Zeit geht vorbei.Viel Glück und gute Nerven.

Lass sie auflaufen, sie soll für sich selber ihren Weg machen jetzt, sie ist liebevoll in der Familie aufgehoben, aber für ihr späteres Leben ist sie selber verantwortlich. Ich würde ihr erklären, dass ihr Euch nicht mehr einmischen werdet.

Wenn sie dann durchfällt in der Schule, dann ist das gut, dadurch lernt sie was und das ist ein gut investiertes Jahr. Sonst könnt ihr das ganze Schulleben immer nur streiten und das bringt keinem was. Auch ihr für ihr späteres Leben nichts.

Wenn ihr das partout nicht wollt, dann steckt sie in eine Hausaufgabenbetreuung, dann wird diese Last von Euch genommen und sie lernt was. Aber wenn sie nicht will, dann könnt ihr nichts machen, da hilft alles Reden nichts.

Ach ja, und lasst sie jobben. Sie muss lernen, dass Geld verdienen auch anstrengend ist und wenn sie nur einen "Scheißjob" bekommt beim Jobben, umso besser. Dann merkt sie, was eine gute Ausbildung für einen Unterschied ausmachen könnte. Lasst sie den Job selber suchen, nicht helfen. Je blöder der Job, desto besser.

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Du musst die beste Freundin werden für deine Tochter,dann hast du gewonnen!

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