wie erzähle ich meinen kindern von dem Tod. Zum Beispiel mit einem Comic?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Das ist vom Alter abhängig.

Gibt es einen Grund? Wie alt sind die Kinder?

Ich habe mein Kind mit 4 Jahren zu der Beerdigung vom Opa mitgenommen. Sie liebte ihn und ich fand es sehr wichtig ihr keine "Märchen" zu erzählen und ich fand, das ich ihr die Möglichkeit geben musste sich verabschieden zu können.
(Das fanden ganz viele widerwärtig, da sie ja noch zu jung wäre - ich hätte ihr lieber eine Geschichte erzählen sollen oder erst nach der Beerdigung nur die Grabstelle zeigen sollen)

Es wurde aber vorher schon viel über den Tod geredet, wenn mal ein totes Tier auf dem Weg gefunden wurde.
Wir sind vorher auch schon über Friedhöfe gelaufen und da meine Eltern schon verstorben sind, kam bei ihr ziemlich früh die Frage, wo meine Eltern sind.

Auf keinen Fall darf Du den Kindern, den Tod nahe bringen - indem z.B. die Alten oder Kranken einschlafen. Das kann bei sensiblen Kindern zu Schlafstörungen führen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde es nicht richtig, einem Kind zu erzählen, was der Tod ist. Es sind Kinder und sie sollten ihre Kindheit genießen können, ohne den Tod fürchten zu müssen. Der Ernst des Lebens kommt noch früh genug. Wenn sie an etwas nach dem Tod glauben, sollte man sich für diese Glaubensansicht freuen, sofern es in einem Trauerfall dem Kind hilft, leichter Abschied zu nehmen. 

Absichtlich belügen sollte man zwar nicht, aber in Hinsicht darauf, was nach dem Tod mit dem Bewusstsein des oder der Verstorbenen geschieht, gibt es ohnehin keine klaren Beweise, außer dass das Bewusstsein den Körper verlässt, weshalb es nicht notwendig ist, dass man dem Kind erzählen muss, dass die Person, die da gestorben ist, für immer (egal in welcher Form oder Ebene der Existenz) weg ist, denn das kann man nicht mit Sicherheit wissen, eben weil es dafür keine klaren Beweise gibt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verwende Metaphern: z.B. er/sie ist jetzt bei Gott, er/sie ist zuhause, er/sie ist in einer besseren Welt

Kommt natürlich auch aufs Alter an ^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Topotec
04.11.2016, 11:06

Dann belügt man seine Kinder......!

0
Kommentar von SimonEugenJosef
04.11.2016, 14:16

Eine metapher ist keine Lüge, Kinder sollten nicht sp früh mit dem Tod belastet werden, im Alter von 10+ kann man das gerne machen je nachdem wieweit das Kind in der Entwicklung ist

0

Wie alt sind denn die Kinder?

Wenn sie nicht von selbst darauf zu sprechen kommen, würde ich erstmal davon absehen.

Da Kinder heute aber nicht so häufig wie früher mit dem Tod in Kontakt kommen, würde ich die Haltung eines kurzlebigen Tieres empfehlen. Maus, Ratte, Hamster oder auch Fische.

Bücher - im Nachhinein würde ich mich da mal umschauen.

http://www.kinderbuch-couch.de/kinderbuecher-nach-themen-tod-und-trauer.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo staubsauger444,

erkläre es ruhig deinem Kind. Kinder sind stärker als man denkt! Geht selbst so natürlich wie möglich mit dem Thema Sterben und Tod um. Und am Besten über das Thema immer kommunizieren, verschweigen bringt da nichts.

Geht auf den Friedhof, da ergeben sich die Fragen von selbst. Nehmt auch Tiere als Beispiel etc.

Ich würde warten, bis das Kind nachfrägt. Beantworte die Fragen kindgerecht und dem Alter entsprechend.

Es gibt auch hilfreiche Bilder- /Bücher, die das Thema aufgreifen.

Bei uns wollte damals selbst der dreijährige wissen, was los ist, als mein Onkel starb. Meine Kinder haben ihn sehr gern gehabt. 

Schlussendlich war er halt am Grab etwas neugieriger und er hat sich auch hingekniet, um besser rein sehen zu können. Aber es ist alles gut abgelaufen, da wir schon viel im Vorfeld erklärt und Bilderbücher dazu angesehen haben. Sicher waren sie auch traurig, sie haben es aber beide recht gut verkraftet!

Obwohl einige aus der Verwandtschaft uns davon abgeraten haben, war es doch richtig dass wir schon lange vorher mit unseren Kindern über den Tod gesprochen haben.

Als nun mein Onkel starb, wurden sie auch mit ins Krankenhaus mit genommen (damals 3 und 5 Jahre alt)! Wir haben sie quasie den ganzen Weg über begleitet, mit ihnen in ihrem Alter entsprechend geredet und sie auch auf die Trauerfeier und auf den Friedhof vorbereitet.

(In meinen anderen Antworten dürfte dazu auch noch etwas stehen )

Liebe Grüße

skyhope62

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sag es einfach so wie es ist. Kinder sind stärker als manche glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kommt aufs Alter drauf an.

Ich selbst halte nicht viel davon, den Kindern irgendwelchen Schmu darüber zu erzählen, die Wahrheit ist immer am besten, es gehört ja auch dazu und ist nichts schlimmes. Man lebt eben einfach nicht mehr, der Körper macht nichts mehr, der Kopf denkt nichts mehr und man wird begraben oder verbrannt. Fertig.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Spassbremse1
04.11.2016, 10:49

Man lebt eben einfach nicht mehr, der Körper macht nichts mehr, der Kopf denkt nichts mehr und man wird begraben oder verbrannt. Fertig.

Darüber sollte sich jeder selbst  eine Meinung bilden, wenn er dazu altersmäßig in der Lage ist. Hier spielt auch die Religion eine große Rolle - nicht jeder ist Atheist.

Kinder könnte diese brutale Aussage sehr verstören.

Die mildere Version vom Himmel und den Engeln ist für kleinere Kinder empfehlenswerter. 

0

wenn es dazu keinen anlass gibt (steerbefall in der familie) , würde ich davon garnicht anfangen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Topotec
04.11.2016, 10:43

Warum nicht???

0

Das kommt auf das Alter an. Eine Erklärung gibt der Film "Die Brüder Löenherz" von Astrid Lindgren

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?