Wie erstelle ich eine Patientenverfügung?

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9 Antworten

Nein, Du musst nicht zum Notar. Sprich am besten mit Deinem Hausarzt darüber. Der hat Vordrucke und hilft Dir beim Ausfüllen.

Außerdem unterschreibt er auch, damit alles seinen geregelten Gang geht.

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Kommentar von Roquetas
25.03.2016, 19:17

Ich bedanke mich für die Auszeichnung.

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Mach sie nicht beim Notar. Es gibt im Internet überall Vordrucke. Geh auf die Seite des Bundesgesundheitsministeriums, da sind auch gute Vortschläge und pass sie auf Deine Situation an. Wenn Du sie beim Notar machst, kostet es viel Geld und wenn Du Dich von deinem Freund trennen solltest, brauchst Du ja wieder eine neue. Das kostet dann auch wieder Geld. Wenn Du sie selbst machst, kannst Du die alte zerreißen und einfach eine neue schreiben. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind zwei unterschiedliche Dokumente. Man bräuchte beide, aber immer daran denken, sie neu zu machen, wenn die Beauftragten es nicht mehr machen sollen, sondern jemand anderes.

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@ Annisoli

Wenn du dir ganz sicher bist, dass du deinem Freund vertrauen kannst und sonst niemand da ist, den du dafür einsetzen kannst, dann kannst du das machen.

Wir haben das für unsere ganze Familie gemacht, aber nicht nur eine Patientenvergügung sondern im selben Paket auch eine Generalvollmacht dazu und das beim Notar. Dann ist das wasserdicht.

Eine Patienverfügung betrifft nur alles, was mit dem Krankheitsfall zusammenhängt und wenn der Patient sich selber nicht mehr äußern kann.

Deshalb sollte man solche Vollmachten rechtzeitig verfassen und dazu muss man noch seinen Willen frei äußern und eigenständig unterschreiben können.

Man denkt immer an Krankheiten, aber man läuft über die Straße und ein Auto fährt einen um, man liegt im Koma, dann kann man sich nicht selber äußern, was man haben will.

Eine Patientenverfügung berechtigt dich, alles im Sinne des Patienten zu regeln, aber sie gilt nur wenn du z.B. im Koma liegst oder dich selber nicht mehr äußern kannst:

Welche Medikamente dir gegeben werden dürfen, welche OP-oder lebenserhaltende Methoden angewendet werden sollen. Ohne Patientenverfügung können die Ärzte entscheiden, wie sie es für richtig halten. Mit Verfügung darfst du mitbestimmen und die Ärzte müssen dir sogar Einblick in die Krankenakten geben, sie dürfen nichts machen womit du nicht einverstanden bist.

Hast du z.B. keine Patienverfügung, dann werden die Ärzte im Falle des
Kranken erst einmal bei der Hinterlegungsstelle nachfragen, ob eine Vergügung hinterlegt wurde. Sollte keine vorhanden
sein, dann werden die Ärzte das Gericht anrufen und die setzen dann vom Gericht einen Amtspflegerr ein, wo die Angehörigen keinen Einfluss mehr haben, was mit dem Kranken weiter geschieht. Der Pfleger entscheidet auch ob ein Patient evtl. in ein Heim kommt oder nicht.

Dazu sind die Gericht gesetzlich verpflichtet, als Schutz für den Kranken und die Angehörigen.

Eine Generalvollmacht betrifft alles andere. Zum Beispiel Sparbücher, Kontoaufösung, bewegliche Objekte (Häuser oder andere Immobilien), alles was mit Geld zu tun hat.

Mit einer Generalvollmacht wirst du bevollmächtigt, im Sinne des Kranken alle Geschäfte in seinem Namen zu tätigen. Mit Versicherungen, Banken, Beerdigung (will der Tote Feuer-oder Erdbestattet werden).

Du kannst das beim Notar verfügen, dass du eine zweite Person als Unterbevollmächtigen einsetzen kannst.

Du siehst also, man muss sehr gut überlegen, wem man bei beide Vollmachten vertraut.

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Kommentar von Annisoli
25.03.2016, 18:51

Ich vertraue ihm komplett. Er ist quasi mein Bruder und dazu Sanitäter - ich habe bis jetzt mit ihm besprochen. Sollte ihm im Einsatz etwas zustoßen werde zB ich auch benachrichtigt, ich stehe auf dem Notfall-Zettel, den er immer bei sich trägt. Ich will ihn allerdings nur in die Patientenverfügung eintragen lassen, da seine Ansichten sich da fast zu 100% mit meinen decken. Wir beide würden nicht lange leiden wollen, sind Organspender und wollen unsere sterblichen Überreste nach Entnahme der Organe der Medizin überlassen - was eine Urnenbestattung nach sich ziehen würde. Ich möchte ihm jedoch die Entscheidung überlassen, wo und wie genau das von statten geht, denn es wäre seine Gedenkstelle. Das bedeutet, ich müsste ihn in eine Vollmacht eintragen, die ihm die Verfügungsgewalt über die Bestattung überträgt?

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 Ich möchte in einigen Wochen, wenn ich 18 werde, eine Patientenverfügung erstellen, in der ich die Entscheidungsgewalt meinem besten Freund übertrage

Dies ist nicht der Sinn einer Patientenverfügung!

Du solltest dir selbst Gedanken machen, was passieren soll wenn du eine schwere Krankheit hast, im Koma liegst. Ob lebenserhaltende Maßnahmen getroffen werden sollen, bzw. die Maschine abgestellt werden soll.

Informationen über eine Patientenverfügung bekommst du hier:

http://www.bmg.bund.de/themen/praevention/patientenrechte/patientenverfuegung.html

Eine Patientenverfügung solltest du selbst ausfüllen und unterschreiben.

Dann kann dein Freund, wenn was passiert, diese im Krankenhaus oder den Ärzten aushändigen.

Gruß N.U.

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Kommentar von Annisoli
25.03.2016, 18:54

Genau das meine ich. Sollte ich zB im Koma liegen und lebenserhaltende Maßnahmen über Monate oder sogar Jahre hinweg benötigen, möchte ich, dass er entscheidet, ob die Maßnahmen abgebrochen werden oder nicht, da er medizinisches Verständnis hat und ich ihm vertraue, eine Vernünftige Entscheidung zu fällen, damit ich nicht leiden muss, wenn es keine Chance auf "Rückkehr" gibt, aber sollte es eine gute Prognose geben, er dafür arbeitet, dass ich ein in seinem und meinem Sinne lebenswertes Leben führen kann. Er soll die Entscheidungsgewalt über die medizinischen Maßnahmen und eventuell die Bestattung haben.

Wird die Patientenverfügung nicht an einer zentralen Stelle hinterlegt?

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Schau doch mal bei kanzlei@putz-medizinrecht.de nach. Auf der homepage der Kanzlei findest du pdf dateien mit Vordrucken für Pat.Verfügung und Vorsorgevollmacht. Die kannst du dir kostenlos ausdrucken.Diese Kanzlei ist spezialisiert auf Medizinrecht. Die Vordrucke die du dort bekommst sind hervorragend. Meine gesamte Familie hat diese Vordrucke benutzt. Einen Anwalt oder Notar braucht man nur wenn man Haus und Grundbesitz hat. Bankvollmachten macht man am besten bei seiner Bank. Die wollen immer nur ihre eigenen Vollmachten akzeptieren. Noch ein Rat von mir  : eine Vorsorgevollmacht ist noch wichtiger als eine Patientenverfügung. Schöne Grüße von Beate

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Es gibt Vordrucke für sowas, mit vorformulierten Absätzen, die du auswählen kannst. Solltest du auch im Internet oder in einer Bibliothek finden können.

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Vordrucke gibt im Internet. Einen Anwalt brauchst du nicht. Denk auch gleich an dein Testament, eine Vollmacht für dein Bankkonto, die auch nach dem Todesfall greift. Eine Vorsorgeverfügung wäre auch noch ratsam.

In 52 Jahren wirst du vermutlich über deine Frage herzhaft lachen. Wenn du noch daran denkst!

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