Wie und warum erschuf Brahman die Welt?

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5 Antworten

Mich beschäftigt dieses Thema auch schon einige Zeit lang.  

Das von Dir angesprochene ALL-Bewusstsein - ich nenne dieses ES - hat das Bewusstsein von Anfang und Ende "nur" künstlich erschaffen.                    D.h: Anfang und Ende sind gar keine Bestandteile von "wirklicher" Realität !

Damit untrennbar verbunden die ILLUSION der dualitären Existenz  =                  das "Raum-Zeit-Universum" (theoretisch erweiterbares "Multiversum"). 

Sollte das Bewusstsein von Einsamkeit den Ausschlag dafür gegeben haben (so wie Du es auch erwähnst), dann dürfte Einsamkeit als Gefühl     gar keinen bewussten "Negativ-Pol" benötigen ! (wie auch LIEBE !).

Das ALL-Bewusstsein ist die ("nackte") Singularität selbst (!), welche             ALL-ES als EINZIG-ES umfasst. 

Unendlich, Untrennbar, Unveränderlich !

EIN-ES Anfang und Ende  =  AlphaundOmega !

Unendlich / Untrennbar / Unveränderlich

Vorgenanntes wird im Zusammenhang mit Deiner fundamentalen Frage   philosophisch ausführlich behandelt im Internet-Buchbeitrag unter diesem Link:  

http://www.zurwahrheit.de/auf%20ein%20Wort%20V5.pdf

Evtl. kommt es ja nochmal zu einem interessanten Feedback !

Alles Liebe !

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Kommentar von Mnemonix313
06.07.2017, 10:04

Vielen Dank für den erhellenden Beitrag. Ja ich habe mich mit dem Thema beschäftigt, der Beitrag gibt aber alles sehr präzise wider. Leider kann ich mir das Buch nicht nach Österreich versenden lassen (Amazon), die schiere Flut an Wissen hat mich aber umgehauen. Auch das neue Werk Bewusstsein klingt interessant, kann mir aber beide nicht leisten. Da bin ich nur erleichtert, dass ich eh schon alles weiß;)

"Sollte das Bewusstsein von Einsamkeit den Ausschlag dafür gegeben haben (so wie Du es auch erwähnst), dann dürfte Einsamkeit als Gefühl gar keinen bewussten "Negativ-Pol" benötigen ! (wie auch LIEBE !)." 

Heißt das, dass alle Zustände die im Zustand des ES existieren keine Manifestation sind, sondern als reale Essenz des ES in unserem Leben "wahr" sind, also die Realität widergeben? Es kann kein Zufall sein, dass Liebe und Einsamkeit diese beiden Zustände sind, da sie zueinander die jeweiligen "Negativ-Pole" darstellen!? Liebe könnte man auch als Sehnsucht umschreiben, eine tiefe Sehnsucht einen anderen zu haben, oder auch sich selbst im anderen zu erkennen. Das wären auch genau die bisher zwei Gründe aus denen das ES die Welt erschaffen haben könnte. Es macht Sinn. Alles Liebe, die Liebe ist damit das Mittel um die ewige Einsamkeit, Unendlichkeit, den Tod, die Sinnlosigkeit zu negieren. 

Alles Liebe

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Gott/Brahman war alles was ist, gibt nix anderes. Nun nimmt er einen Teil von sich und gaukelt ihm vor, dass er nicht alles ist was ist. Dazu teilt er sich in unendlich viele Teile und erschafft unendlich viele Welten. Dies zu dem Zweck sich selbst in der Erfahrung zu erleben und so sein Selbst zu erfahren. Wenn man nämlich alles ist was ist und alles weiß was ist, sich also völlig bewusst ist, ist das schwirieg eine Erfahrung von sich zu machen. Dann spielt man einem teil von sich vor das es nicht alles ist was ist und nicht alles weiß, so ist eine Erfahrung möglich. Kann mich ja schlecht als Licht erleben wenn nix anderes existiert. Dazu brauch es schon Dunkelheit. Wenn ich dann die Efahrung von Dunkelheit habe kann ich das Licht erblicken. Oder wenn ich die Efahrung habe getrennt von allen zu sein, erst dann kann ich eine Erfahrung von Einssein machen.

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Kommentar von Mnemonix313
01.07.2017, 20:37

Danke für die ausführliche Antwort, die Sinn macht. Es ist also ein Versuch der Selbsttäuschung. Aber wenn das Absolute sich selbst täuschen will und wahrnehmen will, ist das doch zum Scheitern verdammt. Denn je weiter sich alle Lebewesen entwickeln und dem Urselbst näher kommen, desto ähnlicher werden sie ihm. Jemand der es schafft sich von allem zu lösen würde auch nur die ewige Unendlichkeit wahrnehmen und könnte damit nicht klarkommen. Nur hat er die Erlösung des kurzen Lebens. Wenn man aber als letzte Instanz nur mit sich selbst in alle Ewigkeit die Unendlichkeit als Spielgefährtem hat, kann ich mir vorstellen, ist es eher die Sehnsucht nach Erlösung, die zur Selbstauflösung in unendlich viele Teile führt. In diesem ewigen Prozess der Werdung und Erlöschung gibt es damit auch so etwas wie einen Tod für das Absolute. 

Und etwas das aus einem grösseren entsteht kann niemals soviel wie das grössere erschaffende system. Wenn also schon das Absolute sich selbst nicht wahrnehmen kann, können es die Selbstmanifestationen davon auch nicht. Sie existieren ja nicht wirklich, sondern sind nur Teile des Gesamten.

Der Sinn der Entstehung der Welt ist daher für mich entweder der unmögliche Versuch sich selbst zu erfahren, der in alle Ewigkeit fortschreitet. Oder ein aus Unerträglichkeit der Unendlichkeit sich selbst spaltendes Absolutes, das sich nach einem Kontrast, oder einem weiteren Wesen, nach Liebe sehnt. 

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Die Idee dieses "Urgrunds" namens Brahman mit dem die Einzelseelen (Atman oder Jivatman) identisch sind stammt aus den Upanishaden, das ist eine bestimmte Sorte von Texten aus dem Kontext des Hinduismus.

Die Auffassung der Selbstopferung, um die Unendlichkeit nicht mehr ertragen zu müssen entstammt meines Wissens aber nicht diesen Schriften, hört sich eher nach christlischem Gedankengut an " Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf
daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige
Leben haben. "

Auch im Sikhismus gibt es diese Idee des "Ik Oangkaar".

Der eine Gott der überall ist und sein Licht in uns erfahrbar ist.


Schau mal


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Kommentar von Mnemonix313
01.07.2017, 11:36

Vielen Dank fuer den Beitrag. Die Selbstopferungsidee stammt aus einer vorchristlichen zeit meiner meditation, so weit ich zurückdenken kann habe ich diesen letzten gedanken zur entstehung. 

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Kommentar von MatthiasHerz
01.07.2017, 14:17

Die Selbstopferungsidee haben auch die Christen älteren Religionen entlehnt. Vieles ihrer Lehren entstammt altgriechischen oder altpersischen Kulten.

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damit die menschen einst das prinzip der freiheit in den kosmos tragen, denn da gibt es ausschließlich notwendigkeit

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Kommentar von Mnemonix313
03.07.2017, 09:30

Damit hat das Absolute sich selbst geteilt, um als Mensch die Freiheit geniessen zu können?

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Sich-selbst-erkennen-wollen.

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Kommentar von Mnemonix313
01.07.2017, 14:17

Dafür ist unser beschränktes Dasein garnicht imstande. Ich glaube es war/ist eine Verzweiflungstat. Stell dir vor du bist die letzte Instanz und da ist niemand sonst ausser dir. Da würde ich mich in unendlich viele Teile spalten um die Unendlichkeit nicht mehr allein ertragen zu müssen.

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Kommentar von AllesLiebe12
06.07.2017, 04:18

An "NewKemroy":

Man könnte auch sagen "Sich-in-Verschiedenheit-anders-erleben" durch illusionäre Erfahrungen innerhalb der künstlich erschaffenen Welt der dualitären Existenz und bestimmter Schicksals-Variablen.

(hört sich an wie aus dem Sci-Fi-Film "Total Recall". mit "Arnie" !)

Sind wir nur Figuren in einer 3-D-holographischen Darstellung ? (oder gar nur so etwas wie sich verflüchtigende Gedanken ?)

Es deutet einiges stichhaltig darauf hin !

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