Wie errechnet sich der Pflichteil?

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alles, was in den letzten zehn Jahren an Schenkungen an den Erben gegangen sind, darf der Pflichtteilsberechtigte sich anrechnen lassen. Beipsiel: Oma hat dem Erben im Jahr 2001 eine teure Kette für damals 3000 DM geschenkt. Der Erbe muss die Kette schätzen lassen. Sie hat heute einen Wert von 500 Euro. Pflichtteilsberechtigte hat Anspruch auf Geldauszahlung, also 25% von 500 Euro. Schlimmer ist es, wenn Oma z.B. dem Erben mal 5000 Euro für z.B. eine Steuerschuld überwiesen hat. Dann hat der Pflichtteilsberechtigte Anspruch auf 25% von 5000 Euro! Nur Anstandsschenkung (bis ca. 100 Euro zum Geburtstag, zu Weihnachten etc.) bleiben außen vor. Mit den Pflichtteilsergänzungsansprüchen kann ein Pflichtteilsberechtigter einen Erben richtig schön fertig machen. Er hat sogar Anspruch auf ein Inventarverzeichnis mit Wertgutachten aller Schenkungen und darf sogar Fristen setzen, zu wann er alles vorliegen haben will. Wenn der Erbe die Frist nicht einhalten kann, gibt es Ordnungsstrafenanträge. Nichts ist so schmutzig wie das Erbgeschäft, wenn beleidigte und rachsüchtige Pflichtteilsberechtigte vor Gericht ziehen. Also immer am besten gütlich einigen. Wenn das nicht geht, würde ich einen Schiedsmann vorschlagen. Ist alles besser als die Gerichtsklagen.

Gut das es Hier so wissende Menschen gibt – Danke! "Nichts ist so schmutzig wie das Erbgeschäft" Ohja das merke ich auch gerade :( Meine Oma und mein Opa waren nicht sehr vermögend, ich habe nie etwas Teures geschenkt bekommen. Ich habe mich seit dem Tod meiner Oma um meinen Opa gekümmert, auch finanziell - habe mir das aber nicht quittieren lassen, weil ich überhaupt nicht davon ausgegangen bin das ich mal alles Erbe, ich wollte ihm nur helfen. Jetzt laufen die Kinder Amok (Außer mein Vater) Ich habe gerade eine Tochter bekommen und bin in Elternzeit, also ist das Geld sehr knapp, ich bin zu unwissend an das Erbe angetreten, hätte mich vorher wohl besser informieren sollen, ein Anwalt sprengt mein Monatseinkommen im Moment total. Das Wertgutachten war schon so unglaublich teuer, kann ich das eigentlich von dem Pflichtteil abziehen?

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ja, das Wertgutachten wird abgezogen. Es tut mir Leid, dass Sie so einen Stress haben, ich spreche leider auch aus eigener sehr übler Erfahrung. Es gibt nichts, was ich als Miterbin nicht erlebt habe. Also gern weiterfragen oder direkt an almutweber at web . de - Pseudonym

Danke schön das Angebot nehme ich gerne an :) die Kinder von meinem Opa lassen sich ständig eine neue Nettigkeit für mich einfallen ^^ Ist das mit den 25% sicher ? Nicht das ich einen Fehler bei der Berrechnung mache, dann werde ich wahrscheinlich direkt in Grund und Boden geklagt

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die sechs Kinder hätten sich das gesamte Erbe im Normalfall geteilt, also jeder hätte ein Sechstel bekommen. Da sie jetzt enterbt wurden, reduziert sich der Pflichtteilsanspruch um die Hälfte, d.h. jedes Kind hat also Anspruch auf ein Zwölftel. Stellen Sie sich das Ganze als Kuchen vor: Sechs Stücke wären normale gesetztliche Erbfolge gewesen, durch Enterbung wird das einzelne Kuchenstück um die Hälfte halbiert. 100.000 Euro minus 70.000 Euro = 30.000 Euro als Gesamterbe. Davon kriegt jedes Kind ein Sechstel 5.000 Euro) in der normalen Erbfolge. Bei Enterbung erhält nun jedes Kind ein Zwölftel, also 2.500 Euro. Bitte noch mal Anwalt fragen, okay?

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Beide Erben sind bereits im Rentenalter. 

Einerseits ist der Wunsch der Mutter, dass beide Kinder zu gleichen Teilen erben sollen. Andererseits wünscht die Erblasserin, dass Ihr Elternhaus in der Familie bleibt. Beide Wünsche lassen sich nur schwer vereinen, denn Sie weiß, dass der Erbe der im Wert steigenden Immobilie die Differenz nicht an den anderen Erben auszahlen kann. Daher möchte sie für Ausgleichzahlungen nicht den aktuellen, sondern den vor drei Jahren gutachterlich ermittelten Verkehrswert von 295,000 Euro im Testament zugrundelegen. 

Ist folgende Formulierung Ihres letzten Willens möglich und rechtens?

Ich setze meine Kinder A und B zu meinen Erben ein:

Kind A erhält alle Forderungen gegen die Volksbank, mein Giro- und mein Bankkonto und meine Wertpapiere.

Kind B bekommt meine Immobilie in Schöneaussicht in Beispielhausen zum Wert von 295.000 Euro.

Für den Fall, dass der Wert der Forderungen gegen die Volksbank vom benannten Wert der Immobilie abweicht, sind die Beträge unter den Erben auszugleichen.”

Mit der Formulierung oben würden eventuell anstehende Ausgleichzahlungen sehr gering ausfallen. Ist das auch rechtens? Angenommen zur Zeit des Erbfalls stehen die flüssigen Mittel bei €300.000 und der Verkehrswert der Immobilie ist z.B. auf 420,000 Euro gestiegen. Gilt dann „Maßgeblich ist der Nachlasswert am Tag des Erbfalls”? Könnte dann Kind A auf dann 60,000 Euro Ausgleichszahlung bestehen (was den Verkauf der Immobilie erforderlich machen würde)?

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Haus überschreiben / schenken lassen, Haus von Eltern kaufen?!

Hallo zusammen,

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Oder wir lassen es uns überschreiben, es ist ja so, das nach 10 Jahren kein Anspruch mehr besteht, aber was könnte in den zehn Jahren und nach den zehn Jahren in den Anspruch der restlichen Kinder fallen

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