Wie errechnet man die relative Häufigkeit aus?

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Die absolute Häufigkeit ist einfach die Anzahl der Objekte mit einem bestimmten Merkmal innerhalb einer bestimmten Menge (Beispiel: Anzahl der Mädchen (Merkmal: weiblich) in einer Schulklasse). 

Die relative Häufigkeit gibt nun den Anteil der Objekte mit einem bestimmten Merkmal an allen Objekten der betrachteten Menge an. Sie wird berechnet, indem man die absolute Häufigkeit der Objekte mit dem bestimmten Merkmal durch die Anzahl aller Objekte der betrachteten Menge dividiert.

Es gilt also:

relative Häufigkeit = absolute Häufigkeit / Anzahl aller Objekte

Hat eine Schulklasse z.B. 32 Schüler und sind 12 davon Mädchen, dann gilt:

absolute Häufigkeit von Mädchen = 12

relative Häufigkeit von Mädchen

= absolute Häufigkeit von Mädchen / Anzahl aller Schüler der Klasse

= 12 / 32

= 3 / 8 = 0,375 = 37,5 / 100 = 37,5 %

Da die Anzahl der Objekte mit einem bestimmten Merkmal nicht kleiner als Null und nicht größer als die Anzahl aller Objekte der betrachteten Menge sein kann, ist die relative Häufigkeit immer ein Wert zwischen 0 und 1 bzw. in Prozenten ausgedrückt zwischen 0 % und 100 %.

Im Prinzip ist die relative Häufigkeit nichts weiter, als der Anteil an etwas.

Die Relative Häufigkeit ist multipliziert mit 100 der prozentuale Anteil.

Ein Beispiel von Wikipedia zur Verdeutlichung:

In einer Klasse A sind 24 Schüler, davon 12 Mädchen. In Klasse B sind 18 Schüler, davon 9 Mädchen. Das heißt in Klasse A sind mehr Mädchen (12) als in Klasse B (9), wenn man die absolute Häufigkeit betrachtet. Betrachtet man die Häufigkeit an Mädchen aber relativ zur Klassengröße, sieht man, dass in beiden Klassen der gleiche Anteil an Mädchen ist. In Klasse A ist die relative Häufigkeit an Mädchen 0,5 (12/24) und in Klasse B auch 0,5 (9/18). Die relative Häufigkeit lässt sich auch leicht in eine Prozentzahl umrechnen, indem man sie mit 100% multipliziert. Somit bestehen beide Klassen zu 50 % (0,5*100) aus Mädchen.

Du hast einen Würfel mit 6 Seiten und den Zahlen 1-6. 

Wenn du 6000 mal würfelst, dann wird sich über die Anzahl der Würfelversuche bei jeder Zahl etwa die 1000 ergeben... Das ist die relative Verteilung/Häufigkeit... Jede Zahl kommt also zu einem Sechstel häufig vor...

Diese Überlegung ist der Ausgangpunkt für die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Das muss man also verstanden haben!

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