Wie ernähre ich mich nach einer Dünndarmresektion?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hallo LilaBerlin,

wow, eine Resektion des Dünndarms ist schon ein krasser Eingriff. Der Dünndarm ist in puncto Verdauung noch um ein Vielfaches wichtiger, als z.B. der Dickdarm. Daher ist es umso wichtiger zu wissen, WAS der Dünndarm normalerweise eigentlich so verdaut und auf dieser Basis dann seine Ernährung anzupassen. Wirklich verwunderlich, dass das deinem Vater niemand erklärt hat... O_O

Aber mal was anderes: 6 Meter Dünndarm?! Der komplette Dünndarm hat bloß 3 (maximal 5) Meter... also was bitte haben die ihm denn da entfernt? Ich glaube, da hat sich irgendwer verhört oder was falsch verstanden... aber egal, gehen wir mal weiterhin von einer Dünndarmresektion aus...

Der Dünndarm resorbiert in der normalen Verdauung vor allem die wichtigen Nährstoffe. Das heißt, die meisten Nährstoffe, die vorher schon vorverdaut wurden, wandern nun durch die Dünndarmwand in den Körper. Wenig/ kein Dünndarm = wenig/ keine Nährstoffaufnahme. Dazu zählen vor allem Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, die Vitamine A, B, C, D, E und K, sowie bestimmte Mineralstoffe (Calcium, Magnesium, etc.).

Bei der Ernährung kommt es jetzt ganz stark darauf an, welcher Teil des Dünndarms mit entfernt wurde, bzw. wie viel Prozent des Dünndarms noch erhalten geblieben sind. Bei mind. 50% Erhaltung ist keine übermäßig spezielle Diät von Nöten. Alles darüber hinaus hat Nährstoffmangel zur Folge, weil durch die verkleinerte Fläche nicht mehr genug resorbiert werden kann. Auf jeden Fall gilt:

  • leicht verdauliche Vollwert-Lebensmittel (nichts scharf Gebratenes, nichts Fettes, nichts stark Zuckerhaltiges) - aber kalorienreich!
  • Ballaststoffe nur in "flüssiger" Form - zum Beispiel Früchte
  • möglichst isotonische Getränke wie Fruchtschorlen
  • besser mehrere kleine Mahlzeiten, als nur 3 große
  • Trinken nicht zum Essen, sondern zwischen den Mahlzeiten
  • Milch und Milchprodukte meiden

Lasst euch bitte auch nochmal vom Arzt beraten - es kommt wie gesagt stark darauf an, welcher Teil des Dünndarms entfernt wurde!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LilaBerlin
28.07.2016, 20:17

Uff, welchen Teil des Dünndarms es war kann ich nicht sagen. Ok, dann waren es halt vier Meter, auf jeden Fall hat er nur etwas weniger als einen Meter davon. War alles nekrotisiert. Die Ursache war ein Mesenterialinfarkt, auf die letzte Minute wurde der Mist erkannt...Das ganze ist schon 3,5 Jahre her...er isst genauso wie vorher, hat über die Jahre hinweg stetig abgenommen, nun ist sein Gewicht aber seit einem halben Jahr konstant. Was schonmal ein gutes Zeichen ist. Mit dem Rauchen hat er auch aufgehört, eventuell ist sein Gewicht deshalb auch konstant.

Nur wirkt er oft müde, gereizt, seine Haare fallen ihm nun langsam aus und sein Hautbild ist eher schlecht...

Anfangs hat ihm der Arzt Magnesium verschrieben, mehr ist da wirklich nicht passiert! Keine Beratung, keine Gesundheitskontrolle im Nachhinein. Verstehe da aber meinen Vater auch nicht so ganz, dem Tod von der Schippe gesprungen...

0

das bekommt dein Familienmitglied vom Doc alles bestens erklärt. 

wer ist das denn? du selbst ...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LilaBerlin
27.07.2016, 23:09

mein Vater, das ganze ist schon Jahre her....nichts bekam er erklärt...er darf alles essen was ihm bekommt. Das ist für mich keine Beratung...

0
Kommentar von Saminabekim
27.07.2016, 23:54

Mein SV hat vor paar Monaten eine Dickdarmresektion bekommen und
Sein Bettnachbar eine Dünndarmres.  also sein Nachbar hat vielmehr verboten bekommen zu essen als mein SV... Normalerweise wird man aufjedenfall beraten.
Wenn das jetzt nicht der Fall war bei deinem Vater, würde ich seinen Hausarzt fragen.
Entweder berät er ihn oder eine fachmännische Person tut das, muss halt erst dort hin überwiesen werden.
Lg

0

Was möchtest Du wissen?