Wie ermittle ich das Saldo eines Passivkontos, wenn die Sollseite einen höheren Betrag aufweist als die Habenseite?

2 Antworten

Passivkonten nehmen im Haben zu, also kann da etwas nicht richtig gebucht worden sein, irgendwo ist eine Fehlbuchung. Den Ansatz den du zu bedenken gibst ist gedanklich richtig, hier ergibt sich ein Fehlbetrag also Minus von 700.-- €. Stimmt denn deine Bilanz bei diesem Ergebnis?

PK nehmen im Haben zu, das ist richtig aber ich hatte eine Rücksendung des Kunden an den Unternehmer. Durch die Rücksendung mindert sich die Umsatzsteuerschuld. Diese Minderung habe ich im Soll des Umsatzsteuerkontos verbucht. Insgesamt gab es drei Rücksendungen. 300, 300 und 400 Euro. Insgesamt im Soll also 1000. Es gab einen Verkauf mit Ust. 300 im Haben. Ich weiß aber glaube ich wo mein Fehler lag. Die drei Buchungen im Soll hätte ich ja erst mal im Haben buchen müssen, zum Zeitpunkt als die Waren an den Kunden verkauft bzw. ihm zugeschickt wurde. Ist es denn möglich bzw. darf es sein, dass ein Minussaldo rauskommt? 

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@5malblubb

Verkauf = Umsatzsteuer Rücksendung kein Verkauf stattgefunden = Vorsteuer. Du musst die Konten wieder ausgleichen, denn durch den nicht zustande gekommenen Verkauf entstehen keine Umsätze, somit keine Steuern. Also sind sie wieder in deinem Bestand, so wie du sie bei deinem Lieferanten gekauft hast. Wenn du wie du es beschreibst musst du nun die Umsatzsteuer nur gegen buchen und dann stimmt es wieder. Also legalisiert sich wieder alles und du hast das Konto wieder ausgeglichen. 

Soll an Haben nun kommt alles zurück Haben an Soll

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Wenn der verkauf nicht stattgefunden hat ist es doch keine Vorsteuer 😳
Man kauft die Ware doch nicht zurück.

1. schritt: Ware wird verkauft.

Forderungen an Umsatzerlöse und Umsatzsteuer.

2. schritt: Ware wird zurück genommen und gutgeschrieben.

Umsatzerlöse und Umsatzsteuer an Forderungen.

Auf dem Konto Umsatzsteuer ein null-Summen-spiel..

Theoretisch könnte aber der Saldo im soll stehen, wenn du in einem Monat mehr Ware gutgeschrieben hast, als verkauft, aber das wäre schlecht für dein Ergebnis..

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@faiblesse

stopp Ware verkauft also Umsatzsteuer, nun kommt die Ware zurück, somit muss ich doch auch die Umsatzsteuer zurückbuchen.

Somit hast du recht, wenn mehr Ware zurück kommt als verkauft wird. Die Umsatzsteuer / Umsatzsteuerkonto muss eine Nullnummer ergeben, für die bereits erfolgten Vorgänge. Theoretisch ist ein Minussaldo möglich, wenn mehr zurückkommt, als verkauft wird. 

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Ja das beträgt 700€. Dass der Saldo aber auf einer bestimmten Seite stehen muss, ist mir neu. Und das nach meiner bestandenen Abschlussprüfung

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