Wie erklärte man sich VOR der Evolutionstheorie, wie die Erde entstanden ist etc.?

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5 Antworten

Die Welt wurde im Altertum vor allen durch den Einfluss von Göttern bzw. unpersonifizierten göttlichen Kräften erklärt. Die meisten Kulturen hatten dabei ihre eigenen ausformulierten Schöpfungsmythen. Die biblische Geschichte mit dem ersten Menschenpaar und der Verbannung aus dem Paradies ist nur eine von tausenden.

Von antiken Philosophen stammt außerdem die Vorstellung, dass Leben überall und spontan entstehen würde. Maden würden sich in faulendem Käse bilden, Wespen aus Schlamm und Mäuse aus Aas usw. Teilweise wurde diese Vorstellung in religiöse Erzählungen integriert, teilweise aber auch ihnen gegenübergestellt. Erst nach Ende des Mittelalters wurde die Spontanerzeugung von Leben experimentell widerlegt bzw. stark eingeschränkt. Der Evolutionsgedanke kam auch erstmals in der Antike auf, fand aber nicht so eine weite Verbeitung wie die anderen Modelle.

In der Neuzeit war der Katastrophismus lange Zeit ein konkurrierendes Modell zur Abstammungstheorie, beide sollten den Wandel der Arten im Fossilbericht erklären. Der Katastophismus besagte, dass das Leben auf der Erde mehrmals durch riesige Katastrophen ausgelöscht wurde, um anschließend neu zu entstehen bzw. erschaffen zu werden. Die Abstammungstheorie besagte hingegen, dass die Lebewesen sich durch Evolution veränderten und die fossilen Arten die Vorfahren der modernen Arten waren. Im Verlauf von Jahrzehnten konnte die Abstammungstheorie durch immer mehr Befunde gestützt werden und setzte sich in der Fachwelt durch.

Der Streit um die Evolutionstheorie, also das Modell zur Erklärung der Evolutionsmechanismen, hat bis ins letzte Jahrhundert angedauert, gegenüber standen sich der Lamarckismus, also die Idee von der Erwerbung erworbener Eigenschaften, sowie der Darwinismus, in dessen Zentrum Variation und natürliche Auslese standen. Darwins Theorie konnte im Experiment belegt werden und wurde in den 30er und 40er mit der Genetik zur Synthetischen Theorie der Evolution vereinigt. Das letzte Bollwerk des Lamarckismus war die Sowjetunion, wo die Forschung stark von der Staatsdoktrin geprägt war, heute ist er in der Biologie bedeutungslos geworden.

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Da es damals auch schon viele verschiedene Völker und Religionen gab, existierten wohl auch viele verschiedene Ansichten, wie die Menscheit und die Erde entstanden sind, bevor es die Evolutionstheorien und andere Theorien gab, die heute wissenschaftlich anerkannt werden.

Und hinzu kommt auch noch, dass jeder Mensch ein Individuum ist und seine ganz eigene Vorstellung von allem (auch die Entstehung von Menschen und Erde) haben kann.
Auch wenn diese den Vorstellungen seines Kulturkreises widersprach.

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Streng genommen gab es nie ein "vor der Evolutionstheorie". Evolutionskonzepte sind spätestens seit dem Altertum bekannt und ausgerechnet die biblische "Schöpfungs"geschichte ist eins davon. Eine Stammfolge (hebr. Toledot) wie jede andere auch (Gen. 2.4), von der Struktur her eine Völkertafel wie Gen. 10.

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Die Evolutiuonstheorie hat nix aber auch gar nix mit der Entstehung der Erde zu tun.

Die Evolutionstheorie gehört zur Biologie und beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Leben verändert und nach welchen Gesetzmäßigkeiten Arten entstehen usw. so z.B. auch, wie Leben entstanden sein mag.

Entstehung der Erde ist Thema der Physik und alle Veränderungen die stattfinden werden in der Geographie und Geologie untersucht.

Über die Entstehung der Erde hat aber die Physik erst im letzten Jahrhundert wirklich geforscht, das war nach Darwin.  Nur zur zeitlichen Einordnung; wie gesagt, das das nix miteinander zu tun.

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Kommentar von bergquelle72
29.09.2016, 18:51

Ich sehe jetzt: Du hast aber in einer Teilfrage nach der Entstehung des Menschen gefragt. Wie bereits gesagt solltest Du das nicht mit der Entsteheung der Erde zusammenwerfen. Zur Entstehung der Menschen hat man sich wohl schon immer auf die Religion verlassen. Deshalb wurde Darwin ja auch sofort so angefeindet. Weildie Evolutionstheorie in krassem Gegensatz zur Religion stand.

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Kommentar von Blackoutd
29.09.2016, 20:42

wie haben die atheisten es vor dawins theorie gesehen? also mit den Menschen?

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Es gab tatsächlich mal eine Zeit, wo die Wissenschaft mit biblischen Erklärungen auskam.

Um nun gleich von vorn herein einen Shitstorm entgegen zu wirken: Ich bin überzeugt, dass es heute weder mehr Bibelgläubige Christen gibt als damals, noch umgekehrt. Wahre Glaubenshelden waren seit der Menschheitsgeschichte schon immer in der Minderheit. Sogar in den muslimischen Ländern oder sonstwo.

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