Wie erklärt man sich die gewonnene Schlacht in Gallipolli (Sicht der Osmanen)?

6 Antworten

Daran ist doch nichts Mystisches?

Die Türken hatten in dieser Schlacht viele Vorteile. Zwar waren sie schlecht ausgestattet und unerfahren im Kampf mit "moderner" Kriegsführung, hatten jedoch sichere Nachschubwege, ein relativ geeintes Kommando unter starkem Einfluss durch die deutsche Mission unter von Sanders und - absolut entscheidend - hielten sie die Höhenzüge einer furchtbar schroffen Küste und hatten viel Zeit, ihre Stellungen zu befestigen.

Sie waren vor diesem Hintergrund auch nicht "extrem in der Unterzahl". Insgesamt hielten sich die Anzahl der eingesetzten Divisionen die Waage, mit einer viel höheren Initiative und Beweglichkeit in der Hand der Verteidiger. Anders als das Expeditionskorps hatten sie naturgemäß auch eine viel höhere Priorität und Unterstützung erhalten, da es für die Türkei hier um die Verteidigung ihrer gesamten strategischen Beweglichkeit im Süden und Westen ging (nicht zu vergessen, des eigenen Herzlandes).

Das alliierte Expeditionskorps kam schlecht vorbereitet, mit ungenügender Aufklärung, einem großen teil ungeprüfter, ungeeinter Kolonialtruppen, und nicht zuletzt unfaßbar arrogantem Elitismus der Führung sowohl gegenüber des Gegners als auch der eigenen Truppen daher. Bezeichnenderweise wurden in der Folge - uncharakteristisch bei den Briten - gleich mehrere verantwortliche hohe Herren wegen ihrer Verfehlungen kaltgestellt.

Deine Geschichte von den weißen Supermännern ist natürlich Seemannsgarn. Selbst wenn es sie gegeben hätte, werden solche Großkampagnen nicht durch einzelne taktische Einheiten gewonnen bzw. verloren.

Dem hier...

Hätte das Osmanische Reich diese Schlacht verloren, würde es die Türkei heute nicht geben.

...muss man jedoch widersprechen. Denn das historische Endresultat war höchstwahrscheinlich dasselbe. Das alte Reich wurde gebrochen und die Türkei durch Zwang der Siegermächte auf ein Kernland beschnitten. Dazu bedurfte es keiner physischen Eroberung - genauso erging es ja auch dem deutschen und österreich-ungarischen Reich.

Verstehe ich das jetzt richtig das islamische Kreise diese Schlacht instrumentalisieren möchten ?

Gallipoli war eine Schlacht des I. Weltkrieges

Gegenstand der Schlacht war den Russen den Seeweg frei zu kämpfen, da an den Dardanellen die Blockade zum Schwarzenmeer begann.

Die "Entente" (verbündete Alliertenmächte) kämpften gegen die türkischen Truppen.....und gegen dort vom Kaiser gesandte deutsche Truppen.

Damit die Türken überhaupt eine Chance hatten, schenkte der Kaiser den Türken die Schlachtschiffe Goeben und Breslau..

Zusätzlich wurde der osmanischen Armee der deutsche

General der Kavallerie Otto Viktor Karl Liman von Sanders, der von den Osmanen als Retter auch zum osmanischen Marschall ernannt wurde. Der General wurde von den Osmanen aufgrund seiner Leistungen und Verdienste in der Schlacht von Gallipoli ausgezeichnet:

  • Eiserner Halbmond (1915)
  • Osmanî Nişanı I. Klasse am 24. Januar 1915
  • İmtiyaz Nişanı I. Klasse mit Säbeln am 10. März 1915
  • Mecidî Nişanı am 12. August 1918

Neben der Ausbildung, Planung, Einrichtung der osmanischen Stellungen, sowie den taktischen Oberbefehl an Land, erhielten die Osmanen zusätzlich Seeunterstützung. Das deutsche U-Boot U 21 unter Kapitänleutnant Otto Hersing versenkte am 25. Mai das britische Schlachtschiff Triumph vor Gaba Tepe und am 27. Mai das britische Schlachtschiff Majestic, welches Artillerieunterstützung auf Gallipoli gab.

Das dies gerne Heute unter den Teppich gekehrt wird ist für mich allerdings aus einem anderen Grund Verständlich

General von Sanders klagte als erster und als Augenzeuge Untaten gegen die Armänier an.

Aber auch die Osmanen kämpften unter einem osmanischen General schlachtentscheiden und heroisch. Dieser General war Gazi Mustafa Kemal Pascha. Später kannte man Gazi Mustafa Kemal Pascha aber unter einem anderen Namen

Kemal Atatürk

Das ist dann der Kemal Atatürk, über den der Islam noch Heute schimpft.

......und wenn ich mir jetzt Deine Frage nochmal durchlese, dann frage ich mich ob hier eine Geschichtsverfälschung stattfinden soll indem man die Leistungen von Sanders und Atatürks

2 Meter großen Männern mit grünem Stirnband

zuschreibt.

Solche Behauptungen und eine derartige Frage in Deutschland zu stellen, wo von Sanders nichteinmal 100 Jahre tod ist, ist echt limitiert.

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Das hat nix mit Superhelden oder gar mit dem Islam zu tun!!

Zum einem hatten die Briten damals noch keine Erfahrungen mit amphibischen Landungen, die britischen  Befehlshaber waren überfordert und trafen Fehlentscheidungen,

Dazu kam, dass die türkischen Truppen von deutschen Offizieren  befehligt wurden.

Das hat aus Osmanischer / Islamischer Sicht mit Märtyrern zu tun. Das hat doch nichts mit dem Thema zu tun ... Das stimmt auch nicht. Das Osmanische Reich hatte mit dem Deutschen Reich ein Bündnis, die deutschen Offiziere haben aber nicht befehligt. Die Deutschen haben die Osmanen nur ausgenutzt und halt nur ein paar Soldaten (400(0)) Deutsche hingeschickt.

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@MuslimAkifAbi61

Das ist eine freche und dreiste Geschichtsverfälschung.

Oberbefhelshaber war General der Kavallerie Otto Viktor Karl Liman von Sanders

Zusätzlich 3.000 deutsche Soldaten an Land, zwei Schlachtschiffe und ein U-Boot.

Derartige Lügen sollte man in Deutschland nicht versuchen. Wir kennen unsere Geschichte.

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Es sollen Engel gewesen sein, welche mitgekriegt haben für das türkische/osmanische volk

Ich weiss ich frage ja aus britischer beziehungsweise Nicht-Muslimischer Sicht.

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Wie kann man sich die Niederlage der gesamten Arabischen Welt gegen ein paar Millionen Juden erklären? Red keinen Mist, 2 Meter große weiße Männer, ist klar. Ist einfach nur billige Propaganda die du hier betreiben willst. Guck dir mal jedes Arabische Land an, eins beschissener als das andere. Aber Masallah, dort lebt man ja das beste Leben ne?

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