Wie erklären sich Christen die Rassen?

18 Antworten

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Du musst einen Punkt bedenken:

Wer an einen imaginären Freund glaubt, für den es keinerlei Belege gibt, hat das Prinzip von Erkenntnisgewinnung und Logik längst über Bord geworfen.

Religiöses Bekenntnis ist nicht mehr an die uns gewohnten und bewährten Prinzipien, wie wir die Welt erklären, gebunden. Da kann man sich am Ende alles so zusammen fabulieren, wie es einem genehm ist.

Mit Realität muss das nichts zu tun haben.

Du machst also im Grunde hier den Fehler, in einem unlogischen System nach logischen Strukturen zu Fragen. Das geht immer in die Hose.

Das Maß an Realtiätsverweigerung, dass erforderlich ist, dass man an einen Gott glaubt, beinhaltet eben auch, sich den Rest dazu zu erfinden.

Ich will die Religion nicht blöd dastehen lassen

Ach, dass schaffen die schon ganz allein. Siehe manche Antwort hier.

Danke ich merk das auch gerade.
Dachte hier eine sinnvolle Antwort zu bekommen um solche Denkweisen besser nachvollziehen zu können, aber naja siehe antworten ....

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@sausi!

schöne antwort

gratulation!

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Hallo Realsausi2!

Ich nehme an, dass Du mit dem "imagniären Freund" Gott gemeint hast, für den es nach Deiner Auffassung keinerlei Belege geben würde.

Dem würde ich mit Aussagen von Charles Darwin widersprechen, für den es sehr wohl "kausale Gründe" gegeben hat Gott als die "erste Ursache" anzuerkennen, ohne die kein Universum und kein Leben entstehen hätte können. Und diese Anerkennung widerspricht in keinerleiweise der Logik. Genau das Gegenteil ist der Fall, dass es gerade die logische Schlussfolgerung gewesen ist, die ihn dazu geführt hat anzuerkennen, dass es ohne dieser "äußeren Ursache" kein Energie/Materie/Raum, Gesetzmäßigkeiten, Eigenschaften usw. und das Leben geben würde.

"Eine Welt, die so "wunderbar geordnet" ist, könne als Ganzes nicht das Ergebnis puren Zufalls sein. Ich kann das Universum nicht als Resultat blinden Zufalls ansehen.." (F. Darwin&Seward 1903, I, 321)

"Denke ich darüber nach (nach logischer Überlegung), dann fühle ich mich "gezwungen" (aufgrund der Logik), mich nach einer ersten Ursache umzusehen, die in Besitz eines dem des Menschen in gewissenm Grad analogen Intellekt ist, und ich verdiene Theist geannt zu werden...." (F. Darwin 1887, I, 282f)

Es ist also genau umgekehrt, dass sich Atheisten der Realität verweigern, wenn sie gegen jede Logik behaupten, dass das Universum und das Leben ohne einer "äußeren Ursache" entstanden wäre. Schon das geflügelte Wort - von Nichts kommt Nichts" widerspricht deshalb der "reinen Behauptung", dass es dafür keiner äußeren Ursache bedürfe.

Und das ist die Realitätsverweigerung, die von den Atheisten betrieben wird.

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@Christian3684

dass Du mit dem "imagniären Freund" Gott gemeint hast,

Nicht speziell. Das gilt für Götter, Zahnfeen, Einhörner, blaue Kaninchen und so weiter gleichermaßen.

ohne dieser "äußeren Ursache"

Bei allen unbestreitbaren Verdiensten Darwins ist doch seine Einschätzung nicht das Ende von Erkenntnis. Wir wissen heute viele Dinge, die er nicht wusste. Von daher sind solche zitierten Aussagen ohne Relevanz.

Und selbst wenn man eine äußere Ursache unterstellt, ist es nicht zulässig, hier das Wirken eines Gottes zu unterstellen. Es sei denn, man hat dafür belastbare Belege. Ansonsten könnte es ja auch die  Zahnfee gewesen sein, die diesen äußeren Anstoß gegeben hat.

"Eine Welt, die so "wunderbar geordnet" ist, könne als Ganzes nichtdas Ergebnis puren Zufalls sein. Ich kann das Universum nicht als Resultat blinden Zufalls ansehen.."

Das Zitat belegt doch hervorragend, dass Darwin hier keinen Schöpfergott unterstellt. Denn nur im Schöpfungsmythos hat Zufall eine besonders heraus ragende Rolle. In der wissenschaftlichen Erklärung spielt er keine große Rolle.

Du hast Dich offensichtlich weder tiefer mit dem Schöpfungsmythos noch mit den wissenschaftlichen Erklärungen für die Entstehung befasst.

von Nichts kommtNichts"

Richtig. Und genau darum behauptet die Wissenschaft das auch nicht. Dies ist aber Teil des Schöpfungsmythos. Kannst Du mir sonst eine Bibelstelle nennen, aus der hervor geht, woraus Dein Gott das Universum geschaffen hat?

Lass stecken. Ich kenne die Bibel gut genug zu wissen, dass das nicht der Fall ist.

Gott schafft alles per Zufall aus dem absoluten Nichts. Wo die Wissenschaft Kausalitäten, Gesetze, Regeln und in einandergreifende Abläufe beschreibt, haut ein gelangweilter Gott zu einem zufälligen Zeitpunkt in der Ewigkeit ein Universum aus dem Nichts heraus, welches zufällig genau so ist, wie wir es heute vorfinden.

Er besiedelt einen von hunderten Milliarden Planeten  mit Leben, dass er aus dem Nichts erschafft und das zufällig so gestaltet ist, wie wir es heute vorfinden.

Mein Lieber, Deine Argumentation sägt Dir das schwächliche Zweiglein ab, auf dem Du sitzt. Du  ziehst Dir selbst den Teppich unter den Füßen weg.

Realitätsverweigerung ist es, die Unmengen an Fakten nicht zur Kenntnis zu nehmen, die es uns ermöglichen, ein nicht lückenloses, aber sehr gutes Abbild der Realität zu beschreiben.

Das wir über den Urknall und die Abiogenese  im allerersten Moment noch nicht genau wissen, wie es funktioniert hat, relativiert keineswegs die Erkenntnisse, die wir über die darauf folgenden Prozesse haben.

Darwin hat wichtige Grundlagen gelegt, ist aber heute nicht mehr die Spitze der Erkenntnis. Wir sind längst viel weiter.

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Was hier bislang nur Wenige - dankenswerterweise - hier getan haben ist, den Rassenbegriff in Bezug auf Menschen überhaupt in Frage zu stellen. Es gibt zwei Gründe, dies zu tun, einen eher begrifflichen und einen simplen faktischen:

1. Der Begriff der Rasse wird, mit Ausnahme des Menschen, praktisch nur noch in Bezug auf Haus- und Nutztiere verwendet. Sie werden durch Züchtung durch eine fremde Art generiert, den Menschen nämlich. Bei Wildtieren suchen sich die Individuen ihre Geschlechtspartner selbst, und die Varianten, die durch natürliche und sexuelle Selektion entstehen, werden eigentlich nicht "Rassen" genannt. Nur beim Menschen werden die Varianten üblicherweise als "Rassen" bezeichnet, obwohl sie nicht von einer fremden Spezies zu deren Nutz und Frommen oder auch zum Zeitvertreib gezüchtet werden. Daher ist das Wort eigentlich unlogisch.

2. Selbst wenn man zugesteht, dass es gerechtfertigt sei, eine Einteilung  unterhalb von Unterarten als "Rassen" zu bezeichnen, so sollten sich doch unterschiedliche "Rassen" nicht nur äußerlich, sondern vor allem genetisch einigermaßen deutlich unterscheiden. Außerdem sollten Individuen derselben "Rasse" einander nicht nur äußerlich, sondern auch genetisch ähnlicher sein als wenn sie unterschiedlichen "Rassen" zugeordnet werden.
Soweit ich gelesen habe, ist beim Menschen beides nicht der Fall. In einer Horde von 15 Schimpansen oder Bonobos gebe es mehr genetische Variation als unter den 7 Milliarden Menschen der Erde. Außerdem gebe es in Afrika Populationen, die derselben "Rasse" zugeordnet werden oder jedenfalls wurden, weil sie einander ähneln, untereinander aber weniger verwandt sind als einer von ihnen mit irgendeinem anderen Menschen auf der Erde.

Bevor ich im Rahmen einer neuen Antwort auf Inhaltliches wie den Begriff der Rasse selbst zurückkomme, will ich zunächst einmal diese Frage präzisiert wissen.
Sie ist nämlich falsch gestellt. Besser müsste sie lauten: "Wie erklären sich Kreationisten (respektive christliche Fundamentalisten) die Entstehung der Rassen?"
Längst nicht jeder Christ - auch unter denen, die wesentlich 'gläubiger' sind als ich - ist vom buchstäblichen Zutreffen der Schöpfungsgeschichte überzeugt.
Ein aufgeklärter Mensch, ganz gleich ob religiös oder nicht, hält den Kreationismus schlicht für Unsinn.
Ein aufgeklärter Mensch, der zudem auch noch religiös ist, hält Kreationismus für Unsinn und für schlechte Theologie, behauptet doch der Kreationismus einen Widerspruch zwischen der Aussage, dass Gott unser Universum und damit das Leben und uns geschaffen habe, und der Evolutionstheorie.
Gleichzeitig würde aber wohl auch ein Kreationist nicht bestreiten, dass er selbst auf völlig natürliche Weise ins Leben getreten ist; gleichzeitig wird er als Christ jedes Individuum als Geschöpf Gottes betrachten und nicht etwa nur die Gattung. Hier sollte selbst der eingefleischteste Fundamentalist keinen Widerspruch sehen.
Nicht einmal die Vorstellung einer realen 6-Tage-Turbo-Schöpfung vor 5776 Jahren widerspricht zwingend den heutigen Erkenntnissen, dass das Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist und die Arten durch Evolution auseinander hervorgehen.
Seit wann ist ein Schriftsteller an die Chronologie des von ihm selbst in seinen Romanen entwickelten Universums gebunden? Und wenn der das schon nicht ist, sollte es ein göttlicher Schöpfer eines Universums wie des Unseren erst recht nicht sein.
Apropos Schriftsteller: Terry Pratchett beschreibt in einem seiner Scheibenweltromane einen Stein, der durch die Aktion eines Magiers nur wenige Sekunden brauchte, um seit Millionen von Jahren dort gelegen zu haben.
Der langen Rede kurzer Sinn: Die Frage sollte sich auf Fundamentalisten beziehen.
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Einige Fundamentalisten haben übrigens eine verblüffend einfache und zugleich durch und durch rassistische Erklärung für die Entstehung verschiedener Menschen'rassen': Sie erklären sie mit einem Fluch Gottes, der einige Menschen zu Menschen einer anderen - von den Fundamentalisten selbst als unterlegen betrachtete - 'Rasse' gemacht hat.

Ich tue mir schwer Christen in verschiedene Kategorien einzureihen. Mir ist der Unterschied zwischen Kreationisten und einem moderaten Christen schon klar aber es kann da für mich trotzdem keinen Unterschied geben. Christ zu sein definiert sich aus dem Glauben an die Bibel. Punkt. Natürlich kann man jetzt hergehen und sagen: "Alles Metaphern" Aber Wohnraum leitet man dann seinen unumstößlichen Glaubensgrundsatz wenn alle Dinge in einem Glauben die zb nicht mit meiner Wertvorstellung übereinstimmen als Metapher abgetan werden können und ich mir dann hineininterpretiere was mir gefällt. Ich könnte ja überspitzt sagen Jesus war eine Metapher für den Funken Gottes in uns allen und hat physisch nie existiert, somit würde der Stützpfeiler der gesamten Religion fallen ich wäre aber theoretisch gesehen immer noch "Christ". Ich hoffe du verstehst was ich meine und warum ich persönlich schwer einen Unterschied zwischen den hunderten Christlichen Glaubensrichtungen erkennen kann/möchte wie auch immer.

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@Protoxin

Ich tue mir schwer Christen in verschiedene Kategorien einzureihen.

Es wäre jedoch angebracht, weil die Unterschiede in der Geisteshaltung zu diversen Themen zwischen verschiedenen Christen größer sind als die Gemeinsamkeiten.

Mir ist der Unterschied zwischen Kreationisten und einem moderaten Christen schon klar

Das hat nicht nur etwas mit moderat oder nicht moderat zu tun, sondern vor allem mit Philosophie versus Ideologie.

...aber es kann da für mich trotzdem keinen Unterschied geben.

Man kann natürlich jeden Unterschied für nichtig erklären, aber dann kann man auch zum Beispiel behaupten, es gebe zwischen unterschiedlichen Menschen überhaupt keine substantiellen Unterschiede. Geistige Haltungen, die man nicht teilt, gleichzusetzen ist aber auch eine Form von Fundamentalismus. Davor warne ich.

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