Wie erklären sich Atheisten das Wunder von Fatima?

14 Antworten

Wenn die Bibel Gottes Wort ist, dann haben wir allen Grund, an die darin erwähnten Wunder zu glauben. 

Doch erklärt die Bibel, dass solche Wunder ein Ende haben sollten:

"Seien es . . . Gaben des Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden“ (1. Korinther 13:8-10).

Demnach kann heute also keiner ein Wunder wirken und uns z. B. heilen.

Jesus warnte eindringlich vor Personen, die beteuern: „Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?“ Er wird zu ihnen sagen: „Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (Matthäus 7:22, 23, Lutherbibel).

Wenn es keine plausible Erklärung für heutige "Wunder" gibt — und sie auch nicht von Gott sind — woher können sie dann sein?

Denken wir mal an den "Stern von Bethlehem". Von Gott kann er niemals gewesen sein! Gott wollte den frühzeitigen Tod seines Sohnes verhindern. Er würde also nie Astrologen zum Herodes, dem Feind Jesu, führen, um den Aufenthaltsort Jesu zu verraten.

Wer hatte denn ein Interesse am Tod Jesu? Es war Satan! Also hat DER den "Stern" durch ein Wunder ins Leben gerufen, um den Tod Jesu zu erreichen.

Die Bibel beschreibt den Teufel als jemand, der „lügenhafte Zeichen und Wunder“ gebraucht (2. Thessalonicher 2:9). 

Für Christen ist es keine Überraschung, dass Satan den Astrologen ein sternähnliches Objekt vorgaukeln konnte, das nur für sie sichtbar war, und dass er den „Stern“ zu Gottes Sohn lenken konnte, um ihn zu vernichten.

Demnach kann man auch heute durchaus vermuten, dass Satan für sogenannte Wunder zuständig ist. 

Sein Ziel: er will von der wahren Anbetung ablenken.

Die meisten werden sich das Spektakel mit der Geschäftstüchtigkeit der Händler und Hoteliers von Fatima erklären. Dem Geschäft kommt natürlich die Sehnsucht vieler gläubiger Menschen nach Wundern und kollektiven Zeremonien an zentralen "Wunderorten" entgegen.

Vor Jahrzehnten erlebte ich die vorübergehende Verwandlung eines Nachbarortes in einen Wallfahrtsort. Da wurde von geheimnisvollen Erscheinungen der unbefleckten Jungfrau gemunkelt. Wegen der rasanten Nachfrage nach örtlichem Quellwasser mussten schon die Zugangsstraßen ausgebaut werden. Ich überlegte mir bereits ernsthaft, ob ich nicht noch schnell vor Ort ein Grundstück erwerben soll, bevor die Preise in die Höhe schießen. Da stellte sich das geheiligte Grundwasser nach amtlichen Laborproben als ziemlich verseucht heraus. Damit trat in dem Ort bald wieder Normalität ein.

Wie erklärst du dir, dass 100.000 Menschen, vorwiegend Ufo-Fans, gestern auf dem Fichtelberg eine fliegende Untertasse gesehen haben?

Es ist leicht Dinge zu behaupten, oder in falschem Licht darzustellen, die a) lange zurück liegen und b) man auch aus diesem Grunde nicht selbst erlebt hat.

Ich habe nie persönlich mit einem Augenzeugen gesprochen.

Es ist als würdest du fragen wie sich Atheisten die Auferstehung Jesu erklärten.

Die richtigen Leute, der richtige Moment. Etwas Phantasie.

Das wäre meine Erklärung.

wie erklärst du dir dann die Zeitung, die als religionskritisch galt, vor ort war und das spekatel mit eigenen Augen beobachtete und dokumentiert in deren Zeitung veröffentlichte? Das waren keine religiösen "Spinner", sondern wirkliche Kritiker.

0
@Aesthetik4ever

praktisch alle Pro-Wunder-Aussagen sind von Pater John De Marchis aufgenommen worden.

Für die Widersprüchlichkeiten in den einzelnen Aussagen gab es auch herbe Kritik von anderen Befragungsteilnehmern.

Einhellig ist nur die Aussage über eine Verfärbung der Sonnen, bzw. des Halos um Sie herum.

Das passiert häufig durch Staubschwaden in der Atmossphäre.

Alles andere basiert auf der jeweiligen Interpretation, und sehr Gläubige, die unbedingt sehen wollen, neigen auch dazu den Heiland auf einer verbrannten Scheibe Toast zu erkennen. Oder Elvis.

3

Und lange liegt dieses Ereignis nicht zurück. Und zu deiner Frage, kann ich mir nicht erklären aber davon spricht hier auch niemand.

0
@Aesthetik4ever

Und zu deiner Frage, kann ich mir nicht erklären aber davon spricht hier auch niemand.

Eben, weil niemand diese Behauptung aufstellt.

Aber würde man in 100 Jahren den Menschen die Aussagen der Anwohner von Rosswell vorlegen, wäre das dann automatisch ein stichhaltiger Beweis für die Anwesenheit außerirdischer Besucher auf der Erde? Würdest du nicht hinterfragen, das unbedingte "ich wünschte es sind Ausserirdische hier" berücksichtigen? Oder zb. die kommerzielle Verwertbarkeit eines solchen Ereignisses?

Du würdest blind annehmen, dass es so war?

Und lange liegt dieses Ereignis nicht zurück

Lang genug um keinen lebenden Augenzeugen mehr befragen zu können, um keine Filmaufnahme zu besitzen oder eine Farbfotografie, die wenigstens die Verfärbung hätte sichtbar machen können.

So ist das mit göttlichen Wundern häufig.

Und dann noch dies:

keiner hat unseres Wissens direkt das sichtbare Sonnenwunder geleugnet

Also wurde den Befragten durch De Marchis das vorliegen eines Wunders bereits im Vorraus suggeriert. Sie haben sich nur nicht durchringen können es gänzlich zu verneinen. Etwas was in einer Region mit durch und durch streng gläubiger Bevölkerung wohl auch nicht zu erwarten gewesen wäre.

Die alleinige Sonnenfinsternis ist schon ein Wunder für diese Leute, die eventuelle Verfärbung des Lichtes noch mehr.

Jemand der sich nicht über die möglichen Ursachen im Klaren ist, wird immer glauben, es seien übernatürliche Mächte am Wirken, sofern er denn generell an diese glaubt. Und das taten von den Anwesenden praktisch alle, bedingt durch die Region und die Zeit.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich diese 30000 Leute bereits alle für ein Wunder versammelt hatten. Man hatte eines sehen wollen. Und dann ist eben auch ein umfallender Baum ein Wunder. Oder Staub in der Atmossphäre.

Kevin McClure gibt an, dass er noch nie solch eine Ansammlung
widersprüchlicher Erzählungen eines Falles in irgendeiner Forschung
gesehen habe, die er in den vorhergehenden zehn Jahren gemacht habe.[3]

2

Die Sonne haben sich in einer Art Zick Zack auf die Zuschauer gewandt. Dies bestätigte auch die religionskritische Zeitung. Und das passiert nicht häufig oder überhaupt als normales Phäomen. Es gab noch mehr Sachen. Bspweise wurden nasse Kleidungsstücke plötzlich trocken, aber genäueres dazu kann ich dir nicht sagen, das steht sowieso im Internet

0
@Aesthetik4ever

Wo steht denn bitte, dass die religionskritisch waren?

das steht sowieso im Internet

Im Internet steht auch, dass die Erde hohl ist und die Nazis da drin Kolonien haben.

NeuSchwabenland. Im Gegensatz zum Wunder von Fatima gibt es heute noch Verteidiger dieser Geschichte und "Forschung" zu dem Thema.

Du hast gefragt wie Atheisten sich das erklären. Sie haben es dir gesagt. Es tut mir leid wenn dir die Antwort nicht gefällt.

Die Menschen wollten glauben. Sie kamen um ein Wunder zu sehen.

Und dann ist eben sowas ein Wunder. Man bedenke, die Sonne ist auf dem halben Globus zu sehen gewesen zu diesem Zeitpunkt. Irgend eine Bewegung hätte dann doch noch jemand anderes Wahrnehmen müssen.  Da dies nicht geschehen ist, bleibe ich dabei. Man will unbedingt ein Wunder erleben. Dann bekommt man auch eines. Eine Staubtrübung der Atmossphäre wäre durch die Winkellage zb. nur in der Gegend direkt unter Ihr zu sehen gewesen.

Placebos helfen schliesslich auch.

1

Das Wunder wurde aber angekündigt und es geschah auch wirklich zu dem Zeitpunkt, an dem es angekündigt wurde. Die Leute hörten davon, darunter auch Zeitungen und wollten dieses Wunder mit eigenen Augen ansehen. Und mit dem damaligem Stand der Technologie konnte man derartige "Staubschwaden" und co nicht wirklich feststellen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu diesem Zeitpunkt stattgefunden hätte, ist zu gering.

0
@Aesthetik4ever

Das Wunder wurde aber angekündigt und es geschah auch wirklich zu dem Zeitpunkt, an dem es angekündigt wurde.

Ja!!! Genau das ist es doch!! Man geht hin um ein Wunder zu erleben. Jeder dort war streng gläubig. Und jeder wollte ein Wunder haben.

Wäre dort ein Baum umgefallen, statt der Sonnentrübung, dann wäre auch das ein Wunder gewesen.

Und mit dem damaligem Stand der Technologie konnte man derartige "Staubschwaden" und co nicht wirklich feststellen

Eben. Somit musste es ein Wunder sein. Denn andere Erklärungen hatten die Menschen nicht. Vor 1000 Jahren waren auch Blitze göttliche Erscheinungen.  Du legst gerade Kontra-Wunder-Argumente vor.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu diesem Zeitpunkt stattgefunden hätte, ist zu gering.

Nein, sowas passiert immer wieder mal.

Aber es sind halt nicht immer Augenzeugen da die unbedingt ein Wunder sehen wollen.

Und über die tatsächliche "Intensität" der Sonnenveränderung gibt es ganz offenbar herbe Meinungsunterschiede. Viele sprechen nur davon, eine bloße Verfärbung gesehen zu haben. Und das obwohl Ihnen ein Wunder versprochen wurde.

Wir müssen uns nicht darüber unterhalten. Die Problematik ist heut die selbe wie damals. Du willst glauben. Dann glaube. Du hast die Meinung der Atheisten dazu erfragt, die hast du.

Einen Konsens werden wir nicht erreichen, dazu sind unsere Ausgangspositionen zu verschieden. Ich würde immer einen wissenschaftlich erklärbaren Hintergrund vermuten und du immer ein Wunder.

Damit ist eigentlich alles gesagt.

1

Ist in Ordnung. Wir vertreten und verteidigen beide unsere eigenen Standpunkte. Zumindest sind keine Schimpfwörter in die Argumentation eingeflossen.

1
@Aesthetik4ever


Zumindest sind keine Schimpfwörter in die Argumentation eingeflossen.

Das wäre ja auch noch schöner. Wie könnte man die Weltsicht eines Anderen Menschen derart in Frage stellen, dass man sich erdreistet darüber ausfällig zu werden?


Wir vertreten und verteidigen beide unsere eigenen Standpunkte.

Ich vertrete in diesem Falle ausnahmsweise nichts.

Ich habe deine Frage nach besten Wissen und Gewissen über meine eigene Person und Wahrnehmung beantwortet.

Natürlich hattest du dir etwas anderes erhofft, aber Glaube und Nichtglaube trennt nunmal mehr als nur ein Meinungssaustausch.

Stell dir einen Raum vor der nur durch ein gedämpftes Licht erhellt wird.

Er hat 2 gegenüberliegende Türen. Die eine führt in einen völlig dunklen Raum, die andere in einen extrem hell erleuchteten.

Ein Besucher der zuvor in dem stockdunklen Raum verweilt hat, wird das mittlere Zimmer als hell erleuchtet empfinden. Sein Gegenüber aus dem grell beleuchteten Zimmer wird es als so dunkel wahrnehmen, dass er überhaupt nichts sehen kann.

Egal wie lange Sie darüber diskutieren, es wird an der Wahrnehmung nichts ändern.

Und bevor man jetzt was falsches zwischen den Zeilen liest, es ist völlig beliebig welches der beiden Zimmer als Entsprechung für die gläubige oder die ungläubige "Partei" hergenommen wird.

Warnehmung ist subjektiv und maßgeblich von der Umgebung (in dem Falle der bereits vorhandenen Weltsicht) bestimmt.

Sowohl bei dir als auch bei mir. 


1

Es ist als würdest du fragen wie sich Atheisten die Auferstehung Jesu erklärten.

Warum bin ich da noch nicht drauf gekommen? ;)

1

maisbaer78, ich habe versucht der Diskussion ein friedliches Ende zu setzen. Du aber musst natürlich jeden einzelnen meiner Sätze in Frage stellen und analysieren. Nicht, dass das schlimm ist aber hier geht es nur um meine "Abschiedsnachricht". Manche Leute können es einfach nicht lassen!! Du darfst schreiben, was du willst aber ich hatte mir erhofft, dass du etwas wie "Ja, es flossen zum Glück keine Schimpfwörter" schreibst, aber nicht, dass du alles wieder analysierst!! Und auch auf diese Nachricht werde ich wohl wieder "einstecken" müssen. Ohne, dass ich was schlimmes gesagt hätte. Was ist also dein Problem?

0
@Aesthetik4ever

Ja, es flossen zum Glück keine Schimpfwörter

Du missverstehst mich.

Ich empfinde allein den Gedanken, es könnten Beschimpfungen auf Grund differierender Sichtweisen ausgesprochen werden, als absurd.

Und ich habe dich nicht kritisiert damit. Warum du das als ...

Und auch auf diese Nachricht werde ich wohl wieder "einstecken" müssen.

empfindest ist mir schleierhaft. Das lag keines Falle in meiner Absicht.

Ich hab nix gegen dich. Du hättest ja an meiner Statt ebenso eine letzte Nachricht stecken lassen können. Aber man hat halt gern das letzte Wort :) das steckt eben im Menschen so drin. In uns allen.

Ich wollte dir eigentlich nur noch mal verdeutlichen, dass ich keinen atheistischen Grundgedanken per se vertrete, sondern dir lediglich meine persönliche Antwort auf deine Frage gegeben habe.

Sie könnte genau so ausfallen, wenn ich Gläubig wäre. Denn nicht jeder Gläubige wird zwangsläufig alles als Wunder ansehen, nur um seines Glaubens willen.

Also, du darfst gern noch was dazu schreiben, ich beherrsche mich und werde nicht noch etwas anfügen.

Und sei dir gewiss, weder mit dem vorrangegangenen noch mit diesem Kommentar wollte ich dich belehren oder dir zu nahe treten.

1

mulano, es ist eine Glaubenssache. Also wirst du es auch nicht verstehen. Vielleicht verstehst du es, wenn du vor Gericht stehst. Bis dahin darfst du ruhig weiter über mich und meine Religon spotten und unseren Erlöser Jesus Christus.

0
@Aesthetik4ever

Bis dahin darfst du ruhig weiter über mich und meine Religon spotten

Ich fühle mich doch noch mal gezwungen was zu schreiben.

Ich glaube Mulano wäre der Letzte der über irgend eine Weltsicht spotten würde.

Er fand meine Analogie gut. Warum leitest du daraus Spott und Häme deinem Glauben gegenüber ab? Du solltest vielleicht nicht überall Feinde vermuten. Das macht einem das Leben nicht gerade leichter.

1

Was möchtest Du wissen?