Wie erklären Biologie und Neurobiologie geschlechtsspezifische Unterschiede?

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4 Antworten

Bei höheren tierischen Lebensformen sind für die sexuelle Vermehrung im Allgemeinen zwei typische Geschlechter ausgebildet, die sich in Aussehen und Verhalten merklich unterscheiden (Fachausdruck: Geschlechtsdimorphismus). Die Natur hat es sich jedoch erspart, jeweils zwei eigenen Grundformen zu entwickeln, sondern sie hat nur jeweils ein Basisgeschlecht hervorgebracht, der sich durch einige wenige hormonelle Steuerimpulse in die alternative Richtung hin umformen lässt. Beim Menschen ist dieser Grundtyp weiblich, das heißt, unser ursprüngliches Entwicklungsprogramm führt, wenn es sich ungestört entfalten darf, unfehlbar zu einem Frauenkörper. Insgesamt wird die sexuelle Ausrichtung des Menschen auf sechsfache Weise festgelegt: Die Kombination "XX" legt das weibliche, die Kombination "XY" das männliche Geschlecht genetisch fest (genetisches Geschlecht). Im Verlauf der frühen Embryonalentwicklung, zwischen der vierten und siebten Woche, beginnen sich allmählich die inneren Geschlechtsanlagen herauszubilden. Hier entscheidet es sich, ob aus zwei im Bauchraum befindlichen Drüsenanlagen, den Gonaden, alternativ Hoden oder Eierstöcke ausgeformt werden (Drüsengeschlecht). Ebenso werden zwischen der siebten und zehnten Woche aus einer gemeinsamen äußeren Anlage, bestehend aus zwei so genannten Geschlechtswülsten und einer Geschlechtsknospe, die äußeren Geschlechtorgane geformt: Scheide und Klitoris oder alternativ Penis und Hodensack (Organgeschlecht). Zwischen der 13. bis 16., bzw. zwischen der 20. bis 25. Schwangerschaftswoche, entstehen im Hypothalamus, einer Region des Zwischenhirns, bestimmte "Sexualzentren", welche die spätere sexuelle Orientierung, die Empfindungsfähigkeit und das Sexualverhalten zumindest stark mit beeinflussen. Nach der Geburt kommen dann selbstverständlich noch die sozialen Einflüsse hinzu, die ebenfalls von hoher Bedeutung sind (Psychisches Geschlecht). Viele Jahren später dann, während der Pubertät, entwickeln sich hormongesteuert die Sekundären Geschlechtsmerkmale. Es entstehen dann unter anderem verschieden ausgeprägte Körperformen, andere Stimmlagen und eine jeweils charakteristische Körperbehaarung (Sekundärgeschlecht). Die verschiedenen Gesellschaftsformen weisen Jungen und Mädchen, Männern und Frauen unterschiedliche soziale Rollen zu. Die meisten Gesellschaften übertreiben dabei die biologisch vorgegebenen Unterschiede und vergrößern so die Kluft zwischen den Geschlechtern. In vielen Gesellschaften erhalten die Männer direkt oder indirekt eine einen höheren sozialen Rang zugewiesen (soziales Geschlecht). Um eine eindeutige Zugehörigkeit zum männlichen oder zum weiblichen Geschlecht festzulegen, müssen alle diese sechs Ebenen im Einklang zueinander stehen.

Daß die Unterschiede Mann-Frau aus den "Erwartungen" erwachsen, die an das Kind gestellt wurden, das ist sehr veraltet, um es milde zu sagen. Es ist eine Theorie der marxistischen Utopisten, war 1968 im Schwange.

Schon damals hätte jede Mutter mehrerer Kinder sagen können, daß das Leben anders aussieht als die Theorien der Onkel der Frankfurter Schule. Jungs spielen lieber mit Autos, Feuerwehr, Bagger, da kann man ihnen noch so viele Puppen und Kleidchen und Puppenbettchen anbieten.

Im Gymnasium lernt man doch, daß die Festlegung des Geschlechts genetisch bestimmt wird. Es gibt x-Chromosomen und y-Chromosomen. Kommt es in der befruchteten Eizelle zur Kombination xx, so wird ein Weibchen daraus, bei der Kombination xy ein Männchen. Das haben Sie sicher ohnehin gewußt, nicht wahr. Die Herren Professoren der Frankfurter Schule auch, aber sie hatten nun mal die ideologischen Vorgaben, Gene dürften keine Rolle spielen.

Bemüht man aber den wissenschaftlichen Verstand (anstatt der Frankfurter Schule), dann macht man sich klar, daß Frauen und Männer eben eine verschiedene Ausstattung mit Genen haben. So gesehen, sind Frauen ganz andere Lebewesen als Männer. Es ist nur teilweise erforscht, wie die Chromosomenunterschiede den Typus "Mann" oder "Frau" hervorbringen. Aber daß das Grundmuster der Unterschiede genetisch bedingt ist, dazu reicht der Grundkurs Biologie. Selbstverständlich erstreckt sich der Einfluß der Gene auch auf das Verhalten (etwa Mutter- und Pflegetrieb). Da bleibt kein Raum für ideologisch motivierte Spekulation. Selbstverständlich ist auch, daß das genetisch vorgegebene Grundmuster der Unterschiede durch "Umwelteinflüsse" also soziologisch, ausgeformt und überformt wird. Erst durch die Begegnung mit einem Musikinstrument wird das musikalische Talent zum Virtuosen.

"Daß die Unterschiede Mann-Frau aus den "Erwartungen" erwachsen, die an das Kind gestellt wurden, das ist sehr veraltet, um es milde zu sagen." In einem Pädagogik-LK werden nunmal auch die klassischen, bzw. "veralteten" Theorien behandelt, also nicht wundern.

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Google mal männliches, weibliches Gehirn, Unterschiede
Frau Gefühlsbetonter
Mann Risikofreudiger

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