Wie erkläre ich meinen Eltern, dass ich mit meiner Religion nicht zufrieden bin?

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7 Antworten

ja, das ist sehr schwierig. 

Ich denke, deine Eltern werden ihre Ansichten kaum ändern, die Prinzipien der Religion werden ihnen wichtig bleiben.

Du wirst deine Ansichten wahrscheinlich auch nicht ändern, du bist hier aufgewachsen, und es ist dir wichtiger, genauso zu sein wie die anderen, als deine Kulture & Religion unter Opfern in einer fremden Umgebung weiter aufrecht zu erhalten.

Letztlich ist das die Verantwortung deiner Eltern, die dich in dieser anderen Kultur aufwachsen liessen, aber das werden deine Eltern nicht verstehen. 

Emigranten verstehen meistens nicht dass durch ihre Emigration die Kinder ganz anders rauskommen als sie selbst waren.

Ehrlich gesagt würde ich dir eher zu Heuchelei raten. Ich weiss, das ist nicht schön, aber so lange du von deinen Eltern abhängig bist, kannst du nicht gut genau das Gegenteil von dem machen, was sie wollen. Sobald du erwachsen bist und dein eigenes Geld verdienst hast du mehr Freiheit, auch wenn deinen Eltern nicht passt, was du machst.

d.h. ich würde viel Kraft und Konzentration in eine gute Berufsausbildung investieren (das wird deinen Eltern hoffentlich auch recht sein), dann eine möglichst gut bezahlte Stelle suchen und ausziehen. Sobald du ausgezogen bist, kannst du machen, was du willst. Natürlich wird es deinen Eltern dann immer noch nicht passen, aber sie können dich zu nichts mehr zwingen (ausser durch emotionale Erpressung, aber darauf musst du dich nicht einlassen).

Ich persönlich finde grundsätzlich schon, dass eine alte und exklusive Kultur wie die jesidische es verdient, weiter getragen zu werden aber ich verstehe auch, dass die Opfer, die du dafür bringen müsstest gross sind und kann verstehen, wenn du das nicht willst...

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MIEZEkatz321 25.01.2016, 21:04

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich werde erstmal abwarten :)

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Accountowner08 25.01.2016, 21:18
@MIEZEkatz321

Ja, das ist eine gute Idee. Konzentriere dich mehr auf das langfristige Ziel (Ausbildung, Beruf, Selbständigkeit), aber verdirb dir kurzfristig nicht durch Streitereien mit deinen Eltern deinen Alltag. Es ist einfach zu belastend...

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Wie ich das sehe hast du 3 Möglichkeiten.

1.) Du versuchst es deinen Eltern im Guten klar und verständlich zu machen wie du dich dabei fühlst von deiner Religion eingeschränkt zu werden. Erzähle ihnen deine Ansichten und wie du glaubst und nicht glaubst.

2.) Wenn sie negativ reagieren dann solltest du weitere Konflikte vermeiden. Mach mit soweit du kannst und freue dich schon auf den Tag an dem du ausziehen und dein eigenes Leben leben kannst, der Tag kommt schneller als du denkst.

3.) Mach was du willst, aber so dass es deine Eltern nicht mitbekommen.

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Religion ist eine persönliche Sache. Du musst abschätzen, ob und wie sehr deine Eltern auf dich sauer sind, wenn du ihnen sagst, wie du über deren Religion denkst.

Drohen Konsequenzen wie Familienausschluss, hast du zwei Möglichkeiten: mitspielen oder (wenn du alt genug bist) deinen eigenen Weg zu gehen, so traurig das auch sein mag, ohne Eltern, als wärest du eine Waise.

Das sind aber nur die Worst Cases, also schauspielern oder distanzieren.
Ich hoffe ja, dass deine Eltern damit toleranter umgehen.

Streiten würde ich jedenfalls nicht groß um das Thema, da es eine persönliche Angelegenheit ist. Zu einer Religion kann man gezwungen und genötigt werden, aber nicht zum Glauben.

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Schwierig. Ich würde erstmal immer mal wieder vorsichtig darauf anspielen, dass ich in einigen Punkten unzufrieden mit den Ansichten der Religion bin. Und dann in einem ruhigen Moment einfach raushauen, was dich stört und warum.

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Wenn du deutsche Staatsbürgerin bist, darfst du ab dem 14. Lebensjahr deine Religion frei wählen. Da können dir selbst deine Eltern nichts sagen.

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Mit 11 Jahren machst Du Dir solche Gedanken über Deine Eltern?

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass wir Dich gegen sie aufhetzen?

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Nach eigenen Angaben bist Du Helferin in einem Seniorenheim und lebst in Verden.

Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass Du Yesidin bist.Du schreibst viel zu allgemein. Welche " zu hohe Erwartungen " z.B. hat Dein Vater?.Dass was Du geschrieben hast, könnte jede junge Frau schreiben, völlig unabhängig von der Glaubenszugehörigkeit.

Du gibst überhaupt keine konkreten Gründe an, weshalb Du z.B. mit dem yesidischen Glauben unzufrieden bist.

Nein, Du bist m.E, keine Yesidin.


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Nunuhueper 26.01.2016, 17:00

Dann ist sie aber schnell erwachsen geworden, denn vor wenigen Wochen war sie erst 11 Jahre.

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