Wie erkläre ich einem Pferd die Longenarbeit?

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4 Antworten

Ich finde die Antwort von xXlaraleinXx sehr gelungen.

Du longiert doch bestimmt mit irgend einem "Material" am Kopf (also am besten natürlich mit Kappzaum.) Du kannst ja vielleicht mal versuchen, die Longe nicht daran fest zu schnallen, sondern sie einfach "durch zu schieben" und dann etwas von dem Pferd weg gehen. Wenn er ganz entspannt bleibt,ziehst du es mit   (einem Ruck) wieder raus und lobst ihn (oder ähnliches. ) 

Dann baust du das schrittweise auf, immer mehr von ihm entfernen und immer wieder loben und halt immer wieder die Longe auch rausziehen. (Damit er das sozusagen als Belohnung verknüpft, da ihm das ja nicht so sonderlich gefällt.)   Irgendwann steckst du sie dann durch und schickst ihn los und wenn er dann ein bisschen in Ruhe läuft,ziehst du wieder. Wenn er sich dann irgendwann Longieren lässt, musst du die Basis Dinge wie man richtig longiert und so weiter natürlich selbst übernehmen. Aber ich denke, du weißt,wie das geht?!😇

Ps.: Die "Technik mit dem raus ziehen" kannst du ja dann auch in der späteren Arbeit mit einbeziehen. Nur das du die Longe dann eben einhakst und wenn ihr dann fertig seid mit der Arbeit, kannst du sie ja dann immer aushaken und ihn loben ... Weißt du was ich meine?😅

Pps.: Wie stellst du dir das eigentlich in Zukunft vor,wenn dann die Saison wieder losgeht und er wieder geritten wird? Ich meine,wie du schon sagtest, du kannst das leider nicht entscheiden... Was willst du dann machen?😕😯😐

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Kommentar von LadyNoelpferd
07.02.2017, 20:19

Zur Zeit benutze ich einen ziemlich alten und schweren Kappzaum den ich hier auf dem Hof gefunden habe. Hab es auch mit dem Halfer versucht, einfach damit er sich daran überhaupt gewöhnt.

Am Kappzaum versuchte ich ihn auch zu mir zu bewegen. Also abgewendet stehen, druck aufbauen und wenn er nachgibt, locker lassen und loben. Noch war da kein Schritt vorwärzs bei aber heute stand er zumindest mal entspannt.

Ansonsten übe ich mit ihm die Stellung vorsichtig mit einem Langen Führstrick. Das ist zwar schon ein paar jahre her das ich longiert habe aber ich habe dafür mal wochendendkurse besucht. (hatte eine ältere Stute mit Rückenproblemen der das recht gut getan hat).

Den Tipp mit dem "durch schieben" (:D) werde ich auf jeden Fall mal versuchen. Also schon mal Danke dafür. ^^

Und das mit der Saison weiß ich auch noch nicht so recht... Ich habe mal angedeutet das ich ihnen das Pferd abkaufen würde. Bislang kam da aber nur ein "kommenden Herbst sollen alle Pferde verkauft werden." zurück. Ob das so ist werde ich dann sehen. An sich wollte ich erstmal kein Pferd mehr, aber manchmal finden einen die Tiere dann doch ^^°

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Also ich würde sagen, wird doch! Du hast doch schon Teilerfolge zu verbuchen, wenn er sich schon mal abstreichen lässt. Man kann nicht erwarten, dass schlecht behandelte Pferde sofort Vertrauen fassen, es dauert lang, braucht viiiel Geduld u. der ein oder andere Rückschlag ist immer dabei dabei. Ich würd mal versuchen mit kürzerer Longe (5m) spazieren zu gehen u. Peitsche erstmal weg. Besorg dir einen Kappzaum und den Longenkurs von Babette Teschen u. versteif dich nicht aufs Longieren. Erstmal ist das wichtigste, dass ihr eine solide Vertrauensbasis entwickelt.

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Kommentar von LadyNoelpferd
07.02.2017, 14:49

Danke für die nette Antwort

Vielleicht sollte ich dem einfach mehr Zeit geben und erstmal kleinere Schritte verlangen. Generell Vorwärts laufen wenn die Longe in der nähe ist z.B.

Ich weiß zwar nicht was er damit erlebt hat aber ich werde es einfach weiter mit Geduld versuchen. ^^

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Kannst du denn longieren? Oder fragst du, wie du dem Pferd die Zentrifugierarbeit erklären sollst?

Longieren ist erheblich mehr als ein Pferd im Kreis laufen zu lassen. Wenn man das nicht selbst kann, sollte man es auch lassen, denn das Zentrifugieren ist sehr schädlich für die Knochen und Sehnen eines Pferdes.

Ich möchte mal wetten, dass jemand, der das fachgerechte Longieren beherrscht, das dem Pferd auch beibringen kann.

Also lass es lieber ganz sein.


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Kommentar von LadyNoelpferd
07.02.2017, 14:34

Ja ich kann longieren und ich habe auch nicht vor das Pferd den ganzen Tag im Kreis zu schicken. Es soll nur eine Ergänzung der Bodenarbeit sein. Bislang hatte ich damit auch bei keinem Pferd Probleme es vorwärst zu schicken und von da an die Arbeit aufzubauen. Hier aber macht das Pferd einfach dicht. Wie beschrieben, Augen zu und Rückwärts. Es ist also die Frage wie ich diese Reaktion unterbrechen und es in eine vorwärtsbewegung abwandeln kann.

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Mmh ich weiß zwar nicht wie eure bisherige bodenarbeit aussah und wie du da mit deiner körpersprache gearbeitet hast, aber eigentlich verstehen Pferde ihre eigene Sprache recht gut. Heißt wenn du der Chef bist, darfst du jeder Zeit jeden Boden “besitzen“, das Pferd wird weichen. Wenn du zB neben ihm stehst und findest gerade den Boden unter seinem Po furchtbar interessant, gehst darauf zu, hat er mit der Hinterhand auszuweichen. Beim longieren wird es dann ähnlich. Willst du ihn nach vorne schicken, gehst du auf seine Hinterhand aus einer Position auf Höhe seiner Hinterhand zu - heißt für ihn Flucht nach vorne. Möchtest du das er mehr nach außen geht, bewegst du dich auf seine Schulter zu (das Spiel kann man solange treiben bis sie mit den Beinen übertreten). Drehst du dich weg und lädst das Pferd nur mit einer Schulter ein zu kommen, wird es kommen. Dazu gibt es aber auch etliche Videos und viel bessere Erklärungen als meine. Die Peitsche hätte ein ähnliches Prinzip denn sie soll dein verlängerter Körper sein - hinter dem Pferd geführt treibt sie, auf höhe der Schulter schickt sie das Pferd weg, vor dem Pferd bremst sie usw. Sollte er sich anfangs dennoch keinen cm rühren und sich blöd stellen würde ich mal ganz hart duchgreifen. Ich würde mir einen fänchenstock oder sowas besorgen und das Pferd energisch nach vorne schicken, auch wenn er muckt und erst Angst hat (kein schlagen, sondern einfach unangenehme Geräusche). Bewegt er sich nach vorne, dann loben, den Druck des stabs wegnehmen. So lernt er recht schnell das es freundlicher für ihn läuft wenn er kooperiert. Natürlich sollte alles auf Dauer keine Angst bereiten, aber er muss lernen das man mit fähnchen, peitsche etc sowohl fordernd als auch sanft sein kann und alles was du willst muss klar verständlich und unterscheidbar sein. Auch in der Herde geht es mal ruppiger zu, das nimmt dir kein Pferd böse solange die Kommandos deutlich und verständlich sind ... denn du bist sein Führer und wirst schon wissen was das beste ist

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Kommentar von LadyNoelpferd
07.02.2017, 14:43

Danke für den Tipp.

Das ist genau das was ich zur Zeit mit ihm mache. Ich schicke ihn am Strick (oder auch ohne) von mir weg oder verschiebe seine Achsen. Das klappt auch ziemlich gut. Auch mit der Gerte darf ich langsam an ihn ran um diese als Hilfe zu benutzen. Aus unverständlichen Gründen muss ich nur die Longe anbringen, mich einen Schritt entfernen und schon fällt er in das alte Muster :Augen zu und Rückwärts. Er bleibt dann zum Glück (mitlerweile zumindest) stehen wenn ich die Schulter eindrehe. Es ist schon ein wenig verhext irgendwie ^^°

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