Wie erkläre ich Atheismus?

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6 Antworten

Hallo xBubbleTea,

Du musst Dich für Deinen Atheismus weder schämen, noch Dich dafür rechtfertigen. 

Die meisten Menschen glauben ohnehin nur deswegen an Gott, weil sie als Kinder mit diesem Glauben indoktriniert worden sind. In einem Alter, in dem sie noch nicht in der Lage waren, diesen kritisch zu reflektieren.

Falls Deine Familie Dich fragt, wie Du zum Atheismus gekommen bist, solltest Du sie erst einmal fragen, warum sie überhaupt an Gott glauben.

Hier kommen meistens zunächst die krudesten Erklärungen, weil die meisten Leute das noch nie reflektiert haben, ja sich sogar weigern darüber überhaupt nach zu denken. Manche fühlen sich dadurch auch bereits in ihrem Glauben angegriffen. Falls das der Fall sein sollte, ist es müßig, darüber noch weiter zu diskutieren, um des lieben Friedens willen.

Falls dann solche Argumente kommen, wie z.B. "Du kannst die Existenz Gottes nicht widerlegen. Also ist es unlogisch nicht an Gott zu Glauben.", kann man diese Argumente einfach ad absurdum führen: "Ihr könnt die Existenz von Zeus nicht widerlegen. Also ist es unlogisch nicht an Zeus zu glauben."

Man kann in dieses Argument irgendwas oder irgendwen einsetzen, es wird dadurch nicht stichhaltiger. Das liegt daran, weil man die Nichtexistent von Nichts beweisen kann, was aber die Wahrscheinlichkeit für dessen Existenz nicht vergrößert.

Falls Du dich tiefer mit deinem eigenen Atheismus auseinander setzen willst, kannst du z.B. bei Google nach "Atheismus" suchen und findest dort viele, auch deutschsprachige Seiten, die das Thema intensiv behandeln.

Über verschiedene Ausprägungen des Atheismus, Widerlegung der Argumentationen von Theisten, logische Probleme des Gottesglaubens, Evolutionstheorie und Kreationismus, kosmologische Argumente, bishin zu Bibelstellen, an denen sich selbst dem gläubigsten Christen die Nackenhaare sträuben, usw...

Liebe Grüße, 

stolpe1

Atheismus ist schlicht das fehlen eines Glaubens an eine Gottheit. Mehr ist es nicht. Du bist auch niemanden eine Erklärung darüber schuldig weswegen du etwas irrationales nicht tust.

Ob du dich nun offenbaren solltest oder nicht hängt davon ab inwieweit dir ein "Outing" schaden könnte. Wenn du damit rechnen musst das dir spätere Unterstützung verweigert wird dann solltest du warten bis du nicht mehr auf diese Unterstützung angewiesen bist. Wenn du nur mit einer Zeitweiligen Verstimmung rechnen musst dann passe einen günstigen Moment ab.

Hierzulande bist du in der glücklichen Lage das die Nicht-Glaube bis auf eventuellen Stress in der Familie nicht schaden kann.

Wieso musst du ihnen den unbedingt mitteilen, dass du Atheistisch bist? Wenn du zum Islam konvertieren würdest, würde ich verstehen, dass du es ihnen erzählen musst. Als Atheist/in kann es dir aber eigentlich egal sein, du praktizierst deinen 'Glauben' (in dem Fall nicht-Glauben) schließlich nicht. Solltest du es ihnen trotzdem mitteilen wollen, sag es ihnen ganz direkt und rede mit ihnen darüber und tausche deine Theorien aus. In 2015 (fast 2016) wirst du deshalb schon nicht gepeitscht werden :)

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