Wie erkennt man "verbrauchte" Bremsflüssigkeit?

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bremsflüssigkeit ist hygroskopisch. d.h. sie nimmt durch die luftfeuchtigkeit wasser auf.

und dadurch sinkt der siedepunkt.

das ist mit einem gerät messbar. ist der siedepunkt zu gering bilden sich in der leitung in der nähe der bremsen(die sehr heiss werden) luftblasen. (wie beim kochen von wasser).

und luft hat die eigenschaft das sie komprimierbar ist. dadurch funktionieren die bremsen nicht mehr weil sie nachgeben und es kommt zu "fading". d.h. man müßte beim bremsen pumpen um die luft zu komprimieren.

bremsflüssigkeit verharzt nicht. aber wie oben beschrieben nimmt sie wasser auf. deshalb sollte man sie in abständen von ca. 2 jahren wechseln. (unabhängig der gefahrenen km.)

luftblasen in der leitung erkennt man beim treten des pedales. bis am anschlag muß es hart bleiben. man steigt drauf und der druck muß 10 sek. gehalten werden ohne das das pedal in der zeit nachgibt.

ist lebensgefährlich eine unreine bzw. veraltete bremsflüssigkeit.

"man steigt drauf und der druck muß 10 sek. gehalten werden ohne das das pedal in der zeit nachgibt."

Diese Aussage ist bei den neueren Fahrzeugen zum teil nicht richtig. Bei neuen Dieseln z.b. wird der Druck im Pedal vom ABS abgebaut um die Beine zu entlasten. Daher ist es aber korrekt, das sich der Druck abbaut.

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im extremfall(bei längeren paßfahrten) fängt die bremsflüssigkeit an zu sieden, so dass sich dampfblasen in bremsleitungen und zylindern bilden. das macht sich so bemerkbar, dass man zum abbremsen mit dem pedal"pumpen" muß. spätestens beim auftreten solcher symptome, sollte die flüssigkeit gewechselt werden. sie ist hygroskopisch und wenn sie zuviel wasser aufgenommen hat, muß sie erneuert werden. die werkstätten haben prüfgeräte, mit denen die brauchbarkeit der aktuellen plörre festgestellt werden kann.

Die zwei Jahre, die hier schon genannt wurden, sind okay. Erkennen kann man das nicht, weil sich die Bremsflüssigkeit im Laufe der Zeit mit (Kondens)Wasser vermischt. Und genau diese Verdünnung verschlechtert die Bremsfunktion.

Stimmt alles, mit hygroskopisch und so weiter. Bei meinem 28 Jahre alten Nissan Micra K10 wurde sie zuletzt vor vielleicht 10 oder 12 Jahren Jahren gewechselt. Farbe: annähernd schwarz. Aber: fast nur Stadtverkehr, Gesamtlaufleistung 95.000 Kilometer! Also kein Super-Motz-Auto, sondern nur gelegentlich genutztes Alltagsauto. Und dennoch gibt es bei 165 km/h (Höchstgeschwindigkeit) und knapp vorm Blockieren der Bremsen kein Fading und ähnliches. Da wird nix "weich am Pedal". Und auch keinerlei Probleme bei Bremsentest oder HU/TÜV.

  1. ein testgerät: ab 3 % wassergehalt-wechseln
  2. wenn du merkst die bremsleistung nimmt nach bzw du musst das pedal sehr weit durchdrücken um eine bremskraft zu erziehlen (angenommen die belege sind noch nich zu weit abgefahren)- auch dann wechseln!

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