Wie erkennt man ein Psychotrauma und ist das, siehe infobox, ein Trauma?

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3 Antworten

Wenn überhaupt, eine (chronische) Entwicklungstrauumatisierung.

Ein Trauma an sich wäre ein(!) belastendes oder einschneidenden Ereignis, eine chronische Traumatisierung wäre chronische Misshandlung (sexuell, physisch, emotional).

Wobei zwar viele Therapeuten inzwischen Vernachlässigung bzw nicht kindgerechte Behandlung als Traumatisierung sehen - was sicher auch die Folgen einer Persönlichkeitsstörung annehmen kann - dennoch wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nie die Folgen einer chronischen Extremtraumatisierung wie chronischen sexuellen, physischen, emotionalen Missbrauch, Menschenhandel, Krieg, Sektenmitgliedschaft, organisierte Misshandlung gegen Bares, etc annehmen. Denn das hat meist komplexe Dissoziation zur Folge (F44.9, F44.81).

Falls es um Diagnosen geht, würde wohl vermutlich eher ne Persönlichkeitsstörung (F60.x - je nachdem in welche Richtung) gestellt werden, im Zweifel F60.9 (kombiniert) bei dem Verlauf... maximal ne PTBS (F43.1) wegen Schlägen.

Die Folgen und die Behandlung unterscheiden sich zwar, dennoch ist die eine Diagnose nicht "wichtiger" oder "schlimmer" als die andere und zur Anerkennung des Leidens daher erstrebenswerter. Leid ist sowieso nie vergleichbar und immer individuell.

Frag deine Therapeutin mal genauer, was sie denkt und warum und wie sie das einordnet.

http://www.psychotraumatologie.de/selbsthilfe/symptome.html

http://www.deutsche-traumastiftung.de/traumata/

Laut Definition finde ich schon, vielleicht ist es sogar eine PTBS.
Ich finde ihren Ausdruck aber unpassend, da es nicht nur eine Situation ist, sondern sich über die ganze Kindheit erstreckt hat.. "traumatische Erlebnisse" würde eher passen.

Letztendlich wird die Therapeutin sicherlich eine genauere Diagnose stellen oder du fragst nochmal nach, ob das nun ein Trauma ist oder nicht.

Allerdings ist es das wichtigste, dass du das alles auf- und verarbeiten kannst. Es ist nur ein Begriff..

Alles Gute an dich! "Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!"

Wohl eher eine Persönlichkeitsentwicklungsstörung. Aber sowas diagnostiziert dir ein Psychologe und nicht irgendwelche Laien

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