Wie erkenne ich eine gute Reitschule? Gibt es eine in der Nähe von Biel/Bienne (CH)?

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4 Antworten

Das schlimme ist, dass man an der Qualifikation, den Scheinen etc. auch nicht sieht, ob der Unterricht gut ist. Meine besten Lehrer, die ich im Leben hatte, hatten keinen FN-Schein. Der eine hatte eine Bereiterlehre in Wien, die wird hier nur lachhaft wenig anerkannt. Die andere hat die Trainerscheine nicht gemacht, weil sie mit der Methodik nicht einverstanden war. Sie war am Trainerkurs und als sie ihr Pferd schon am ersten Tag viel zu eng machen sollte, brach sie den ab.

Eine gute Reitschule erkennen, hm, ich kann Dir nur das an die Hand geben, wofür man kein Profi sein muss:

  1. Mehr als einmal spontan hingehen zum Zuschauen, damit Du nicht nur eine Momentaufnahme siehst.

  2. Kennst Du Dich mit Hufen ein kleines bisschen aus? Schau Dir die Hufe der Schulpferde an. Haben die Risse, sind die von unten gesehen einigermaßen rund oder eher oval (oval deutet immer auf einen Zwanghuf hin) ist der Strahl breit und die Furche flach? Ist die Sohle und der Strahl glatt oder "zerrupft". Wirken die Pferde selbst eher kantig oder rund? Wirken sie beim runden wohlproportioniert und schlank oder einfach dick gefüttert? Was bekommen sie zum Fressen? Haben Sie viel Weide? Wie sieht ihr Fellkleid aus, glänzt das Fell unter dem Dreck vom Wälzen oder ist es stumpf? Sondert es viel Talg ab oder wenig? Rein fassen. Wie sieht das Putzzeug der Pferde aus, erkennt man Bürsten als solche oder vermutet man sie unter den Fellresten? Hat jedes Pferd ein eigenes vollständiges Putzzeug oder leiht man es sich ständig aus, weil in dem Kasten kein Striegel ist und in dem kein Hufauskratzer?

  3. Weißt Du über Sattelzeug ein bisschen Bescheid? Lassen alle Sättel den Wirbelkanal frei oder werden die irgendwie verteilt und liegen dann halt komisch auf? Liegen alle Sättel auch im Trab einigermaßen (im Rahmen der Schwingung des Pferderückens) oder hüpfen die Sättel? Hat jedes Pferd seinen eigenen Sattel und ist der so, dass eine Klorolle, würdest Du die in die Mitte des Sattels legen, nicht nach vorne oder hinten wollen würde? Sonst wirst Du nie einen normalen aufrechten Sitz erreichen, mühst Dich umsonst in den Stunden, wenn der Sattel Dich verkippt.

  4. Wie sehen die Trensen aus? Sind die gratfrei und nicht zu dick für die Pferdemäuler (Falten im Maulwinkel braucht's definitiv nicht)? Haben sie eine Breite, die nicht übersteht, aber auch beim Anlegen der Ringe das Maul nicht zwängt? Was ist mit dem Zaum? Ist der jeweils intakt und einigermaßen gereinigt?

  5. Wie wird das Pferd verschnürt? Werden die Nasenriemen sehr eng geschnallt oder passen wirklich die 2 bis 3 Finger Breite hochkant zwischen Nasenriemen und Nasenbein des Pferdes, die empfohlen sind? Kontrolliert der Reitlehrer das? Denn ein Pferd mit einem festgehaltenen Kiefer wird immer auch einen festgehaltenen Rücken haben und wie sollst Du darauf Reiten lernen? Wird mit Ausbindern geritten? Falls ja, lass Dir erklären, warum. Bei den richtig guten Lehrern gibt es kaum einen Grund, mit reiten zu lassen.

  6. Wie groß ist die Gruppenstärke, wie groß die zugehörige Halle, hat also jeder Reitschüler Platz und ein paar Minuten von der Stunde den Lehrer für sich alleine, die restliche Zeit zum Üben dessen, was ihm aufgetragen wird? Sind es Gruppen von gemischtem Können oder werden alle Anfänger aufeinander losgelassen? In gemischten Gruppen kann sich ein Anfänger viel besser entwickeln, weil zum einen die erfahrenen auf ihn achten können, es zum anderen zur Ausbildung der Erfahrenen gehört, einen Anfänger auch mal ein paar Meter zu führen. Wird viel in der Abteilung geritten oder bestenfalls mal ein Anfänger hinter einen erfahrenen geklemmt, der ihm ein paar korrekte Zirkel vorreitet und dann darf der Anfänger wieder üben, es selbst zu schaffen? In der Abteilung lernt man erfahrungsgemäß nichts.

  7. Erklärt der Reitlehrer, lässt er dazu die Schüler auch mal bei sich stehen und zeigt ihnen die Zusammenhänge bzw. erklärt es vielleicht auch an anderen Pferden, die er laufen sieht oder wird immer nur geritten, geritten, geritten, Kilometer gemacht und er brüllt einzelne Kommandos in die Runde, die mehr oder weniger umgesetzt werden können? Weiter bringt Dich unter Garantie die Schule, in der erklärt wird. Üben musst Du sowieso und irgendwann fällt der Groschen, aber wenn Du weißt, warum Du was tust, erkennst Du auch eher, worauf es ankommt und machst statt komischer Verrenkungen auf dem Pferd mal nur das, was aktuell interessant ist, bis Du am "he, jetzt hab ich's" Gefühl erkennst, jawohl, den Punkt kannst Du abhaken.

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Kommentar von WildfireXXD
10.10.2011, 18:39

Danke (:

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hoi wildfire,

gehts dir drum, was zu lernen oder lediglich ums reiten?

manche, die alles rund ums pferd (einschliesslich reiten) lernen möchten, sind auf einem gestüt besser aufgehoben. - in vielen gestüten werden junge pferde angeritten und auf die leistungsprüfungen vorbereitet.

für jemanden, der es ernst meint, guten willen hat und auch mal tüchtig mit anpacken kann, findet sich manchmal eine gelegenheit, wirklich qualifizierten unterricht in allen belangen rund ums pferd zu bekommen...

vielleicht auch eine idee für ein praktikum...?!

google doch mal...

vielleicht findest du auch etwas unter www.gratisinserate.ch

drücke dir alle vier hufe für deine suche - pony

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Kommentar von WildfireXXD
09.10.2011, 01:20

Hallo (:

Es ist so: Ich habe ein Pflegepferd, mit dem ich alles ausser das Reiten gut lernen kann :D

Ich erzähle mal mein Traumdenken: Eine Reitschule (oder was auch immer...ich bin einfach ein Anfänger, der nicht so schnell lernt, was das Reiten auf Pferden angeht...) bei der gut erklärt wird, wie genau man Pferde richtig pflegt...Obwohl ich eigentlcih weiss wie es geht, aber vlt mach ich ja was falsch ohne es zu merken (: (Vlt eine Reitschule die auch mal Longenkurse anbieten^^)... Dann ein sehr wichtiger Punkt : Es muss sich hauptsächlich um den Sitz drehen (; Und sicherlich würde ich dort an freien Tagen gerne mit anpacken alles zu säubern, pferde putzen, wasser wechseln... EInfach alle mögliche Erfahrungen sammeln :P

Eben wie schon gesagt: wunschdenken (:

Jeden Stall den ich auf google gefunden habe hat entweder ... gesagt, dass diese/r... kein guten Unterricht gibt , dass mir gesagt wurde ...`s pferde werden schlecht behandelt....

Danke für den Link :)

LG

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Auch in der Schweiz wird es so etwas wie die FN geben und dort kann man sich eine Liste der zertifizierten Betriebe schicken lassen.

ERKENNEN kann man eine gute Reitschule durch Zusehen wie der Unterricht gegeben wird, wie die Pferde behandelt werden, wie deren Futterzustand, Boxen, Hufe und Ausrüstung aussieht, wie der Pflegezustand der gesamten Reitanlage aussieht.

Und zuletzt ist guter Unterricht nicht billig zu haben, darüber solltest Du Dir klar sein - man entscheidet sich entweder für Qualität oder für Quantität. Guten RU gibt es nicht zum Sonderangebotspreis, ist so.

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Kommentar von WildfireXXD
08.10.2011, 21:24

Danke :D

Ich weiss dass gute Reitschulen nicht billig sind...ich gehe auch ihn eine die ziemlich teuer ist..und die andere (eben i lyss) ist nochmal das doppelte (fast 100 CHF..) ist mir leider zu teuer....

LG

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Wer von euch hat auch zuerst Realschule gelesen?:D

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Kommentar von Plattschnacker
08.10.2011, 21:03

Hättest Du Gymnasium gelesen, machte ich mir jetzt Sorgen um Dein Augenlicht, kicher.

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