Wie erkannten Nazis die Juden?

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9 Antworten

Vor allem aus den Standesamtlichen Registern (da steht die Religion drinnen) und aus den Registern der jüdischen Gemeinde (die haben sie beschlagnahmt und gut aufgehoben) auch durch Abwesenheit eines Taufscheines (d.h. man musste einen Taufschein vorweisen, um zu beweisen, dass man nicht jüdisch war), tw. auch durch Denuziation (s. Anne Frank)... tw. haben sie auch so tests gemacht. Bei Männern untersucht ob sie beschnitten sind, geprüft, ob sie christliche Gebete kennen und so...

Auch wenn dies in der nationalsozialistischen Propaganda oft behauptet wurde, konnte man auch damals nicht Juden anhand ihres Aussehens erkennen. (Natürlich gibt so Hinweise, wie bestimmte Nachnamen etc. aber die müssen nicht unbedingt erfüllt sein.) Die Nazis wendeten d.h. indireckte Praktiken an. Z.B. beobachteten sie wer z.B. zur Synagoge ging oder durchforsteten Abstammungsdokumente. Später musste dann jedermann seine Herkunft nachweisen, wobei die Glaubenszugehörigkeit natürlich festgestellt werden konnte. Hatte man dann herausgefunden das es sich bei einer gewissen Person um einen Juden handeln musste wurden diese dann durch verschiedene Schikanemaßnahmen (Tragen eines Sternabzeichens, Erzwungene Namensänderung etc.) dazu gezwungen, sich von der übrigen Bevölkerung abzugrenzen.

Bestimmte Berufsgruppen, z.B. Beamte, mussten ab einem bestimmten Zeitpunkt im Dritten Reich einen Ariernachweis vorlegen. Dazu wurden Taufregister der Kirchen bemüht. Ab 1938 wurden Juden keine Reisepässe mehr ausgehändigt bzw. diese mit einem Judenstempel gekennzeichnet.

besonders Männer sind beschnitten. Ansonsten verwendeten sie Stammbäume sprich Ahnenforschung

Also Juden mussten, ich sag mal, ''Merkmale'' tragen. Also zB einen Judenstern auf der Kleidung damit jeder weiß dass es ein Jude ist.

Ich erinnere mich auch noch an die Namen. Wenn man als Jude Deutsch sein wollte hat man seinen Namen geändert. 

(den Vornamen hab ich leider vergessen) und der Nachname war 'Deutsch'.

(ich sag jetzt mal Alfred) Also Alfred Deutsch. Dann wurde aber geguckt ob er ein Jude ist und wenn ja hat man ihm einen zweiten Namen gegeben.

Ich glaube das war dann Alfred Israel Deutsch. Den weiblichen Namen weiß ich leider auch nicht mehr aber es gab halt sehr viele Anhaltspunkte wo sich die Nazis daran orientiert haben ob jemand Jude war oder nicht.

Der Namenszusatz für die jüdischen Frauen war Sara.

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Die Religionszugehörigkeit war bei den Einwohnermeldeämtern erfasst. Sie müssten es nicht sehen, sie haben in die Akten geschaut.

Ah, okay.
Und wie sieht das heute aus? Denn eines kommt mir eben immer noch komisch vor. In vielen (meistens heiteren, lustigen) Filmen werden manche Figuren als offensichtlich jüdisch von anderen Figuren gesehen. 
Zumindest wirkt es für mich so. Und ich erkenne aber gar keine offensichtlichen Merkmale.
Keine Klischees, gar nichts. Deswegen dachte ich mir es gibt etwas von dem ich nichts weiß.
Oder reden Juden anders? Keine Ahnung ^^" 

Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ^^"

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@DeCnJackZ

Jedem Volk, auch den Deutschen, werden bestimmte Merkmale zugeschrieben und manchmal ist diese Zuordnung auch zutreffend. Es gibt also auch ein Klischee für den "typischen" Juden und wenn zB in einem Film die Handlung es erfordert werden bestimmte Merkmale besonders deutlich überzeichnet.

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@DeCnJackZ

Juden gibt es überall auf der Welt. Es gibt orthodoxe Juden, die wirst du an ihrem Äußeren erkennen, assimilierte Juden wirst du nicht erkennen. Sie unterscheiden sich nicht von der einheimischen Bevölkerung.

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@DeCnJackZ

Das kommt darauf an, wo. In Westeuropa waren die Juden mehrheitlich assimiliert und unterschieden sich in Sprache und Kultur nicht von ihren nichtjüdischen Mitbürgern. 

In Osteuropa hingegen gabe es, besonders in den kleineren Städten, eine starke gesellschaftliche Trennung zwischen Christen und Juden, und Juden (besonders die älteren Generationen) hatten tw. yiddisch als Umgangssprache, nicht polnisch, litauisch, ukrainisch, russich, etc.

Dazu muss man aber sagen, dass die Deutsche Regierung viel Aufwand trieb, um ihre eigentliche Absichten geheim zu halten. d.h. viele Leute folgten einfach arglos den Befehlen der Besatzungsmacht bzw. der Regierung. z.B. als die Juden von Kiev nach der eroberung kievs durch die deutschen gesammelt wurden (um in einem Wald bei Babi Jar abtransportiert und dort ermordet zu werden) kamen mehr Leute, als die Besatzer und ihre Handlanger gedacht hatten.

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Sie bedienten sich der Abstammungsunterlagen und der Eugenik. Federführend war die "Rassenhygienische Forschungsstelle am Reichsgesundheitsamt".

die masse der deutschen war nicht unterscheidbar nach der religion , viele jüdische  bürger waren genauso im arbeitsdienst und bei der wehrmacht . nur die orthodoxen fielen auf und kaufleute , durch kleidung und kippa .

Die Religionszugehörigkeit wurde (und wird) von den Behörden registriert. So einfach ist das.

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