Wie erfolgte in der DDR die Aufstellung der Kandidatenliste bei der Wahl zur Volkskammer?

1 Antwort

Gesetz über die Wahlen zu den Volksvertretungen der Deutschen Demokratischen Republik (Wahlgesetz) vom 24. Juni 1976

III. Wahlvorschläge und Vorstellung der Kandidaten

§ 15. (1) Die Wahlkommission der Republik, die Bezirks, Kreis, Stadt, Stadtbezirks und Gemeindewahlkommissionen fordern spätestens 40 Tage vor dem Wahltag durch öffentliche Bekanntmachung zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf.

(2) Die Wahlvorschläge sind spätestens 30 Tage vor dem Wahltag bei der für die Wahl der jeweiligen Volksvertretung zuständigen Wahlkommission einzureichen. Sie müssen für jeden Kandidaten Zu und Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Beruf und Wohnanschrift, die schriftliche Zustimmung des Kandidaten zu seiner Kandidatur sowie eine Bescheinigung des örtlich zuständigen Rates über die Wählbarkeit des Kandidaten enthalten.

(3) Ein Kandidat kann für die Wahl zu einer Volksvertretung der gleichen Ebene nur in einem Wahlkreis kandidieren,

§ 16. (1) Die Kandidaten für die Wahl zur Volkskammer, zu den Bezirkstagen, Kreistagen, Stadtverordnetenversammlungen, Stadtbezirksversammlungen und Gemeindevertretungen werden von den demokratischen Parteien und Massenorganisationen aufgestellt. Die demokratischen Parteien und Massenorganisationen haben das Recht, ihre Vorschläge zu dem gemeinsamen Wahlvorschlag der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik zu vereinigen.

(2) In jedem Wahlkreis können mehr Kandidaten aufgestellt werden als Abgeordnetenmandate zu besetzen sind.

§ 17. Die von den demokratischen Parteien und Massenorganisationen aufzustellenden Kandidaten sollen zuvor von den Kollektiven, in denen sie tätig sind, geprüft und vorgeschlagen werden.

§ 18. Die von den Kollektiven der Werktätigen geprüften und von den demokratischen Parteien und Massenorganisationen aufgestellten Kandidaten für, die, einzelnen Wahlkreise werden auf öffentlichen Tagungen der Bezirks, Kreis, Stadt, Stadtbezirks und Ortsausschüsse der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik unter Teilnahme von weiteren Vertretern der Wähler vorgestellt. Auf diesen Tagungen wird wahlkreisweise über die Kandidaten und ihre Reihenfolge auf dem Wahlvorschlag beraten und beschlossen. Die Ausschüsse übergeben den Wahlvorschlag für jeden Wahlkreis der zuständigen Wahlkommission.

§ 19. (1) Die Wahlvorschläge werden für alle Wahlkreise zur Wahl der Volkskammer von der Wahlkommission der Republik, der Bezirkstage von den Bezirkswahlkommissionen, der Kreistage von den Kreiswahlkommissionen, der Stadtverordnetenversammlungen von den Stadtwahlkommissionen, der Stadtbezirksversammlungen von den Stadtbezirkswahlkommissionen und der Gemeindevertretungen von den Gemeindewahlkommissionen spätestens 27 Tage vor dem Wahltag bestätigt.

(2) Die Wahlkommissionen geben die Wahlvorschläge für die einzelnen Wahlkreise unverzüglich nach ihrer Bestätigung öffentlich bekannt:

§ 20. (1) Die Kandidaten sind verpflichtet, sich in ihrem Wahlkreis den Wählern vorzustellen und ihre Fragen zu beantworten.

(2) Die Wähler sind berechtigt, Anträge zur Absetzung von Kandidaten von dem Wahlvorschlag zu stellen.

§ 21. (1) Werden von den Wählern Anträge zur Absetzung eines Kandidaten von dem Wahlvorschlag gestellt, ist der Nationalrat bzw. der zuständige Ausschuß der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik verpflichtet, im Zusammenwirken mit den demokratischen Parteien und Massenorganisationen eine Entscheidung über die Aufrechterhaltung oder Zurückziehung des Kandidatenvorschlages herbeizuführen.

(2) Bei Zurückziehung des Kandidatenvorschlages ist der Nationalrat bzw. der zuständige Ausschuß der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik berechtigt, bis spätestens 5 Tage vor der Wahl einen anderen Kandidaten zu benennen. Das gilt auch, wenn ein Kandidat aus anderen Gründen ausscheidet.

(3) Das Ausscheiden eines Kandidaten wird durch Beschluß der zuständigen Wahlkommission bestätigt. Die Aufnahme eines neuen Kandidaten in den Wahlvorschlag erfolgt in gleicher Weise.

Könntest du das bitte noch einmal in Kurzfassung wiedergeben ? ^^

0
@Skarb1996

Liebe(r) Skarb1996,

sicherlich bin ich in der Lage, das zusammenzufassen. Doch stell dir vor, dass es mir heute abend so geht wie dir. Ich habe dazu keine große Lust, auch wenn es nicht besonders schwierig ist.

Das sind 14 Absätze, die du locker in höchstens 20 Sätzen zusammenfassen kannst. Ich bin überzeugt, dass ein junger Mensch wie du, mit einem funktionierenden Gehirn, das auch gut kann.

Nur Mut! Soviel Arbeit ist das gar nicht.

0

Aufbau der DDR Stichpunkte

Hallo, ich habe mir einige Stichpunkte zur Politik der DDR aufgeschrieben. Wie findet ihr sie, sind sie richtig und was fehlt? Schonmal vielen Dank!

Hier die Stichpunkte:

Aufbau der DDR:

-Die Volkskammer (Volksvertretung)= oberstes Organ (formell) -Die Zusammensetzung stand vor den Wahlen fest -Sie repräsentierten nicht den Willen des Volkes -Keine Opposition -Fast alle Beschlüsse einstimmig -Minister gewählt -Sie bildeten Ministerrat -Ministerrat=Regierung DDR(offiziell) -Vorsitzender Ministerrat=Ministerpräsident -Volkskammer wählte Staatsrat=höchstes Amt -Staatsrat besteht aus 22-29 Personen, 1 Vorsitzenden, 4-9 Stellvertreter, 16 weiteren Mitglieder, 1 Sekretär -Vorsitzender präsentierte Staat nach innen und außen -SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) hatte die eigendliche Macht -An Parteitagen wurde das Zentralkomitee (ZK) gewählt -Das ZK hatte (am Anfang) ca. 90 Mitglieder, 40 Kandidaten (Im Laufe der Jahre erhöhen sich diese Zahlen -Mitglieder durften abstimmen, Kanidaten durften dabei sein, aber nicht abstimmen -Aus dem ZK wurde das Sekretariat gewählt (10 Personen) -Aus dem Sekretariat wurde ein Generalsekretär gewählt (ab 1952 "Erster Sekretär) -Sekretäre des ZK durften den Ministern Befehle erteilen -Das ZK kontrollierte die Parteien und die Regierung=eig. Macht des States

...zur Frage

Konnte zu Zeiten der Deutschen Teilung im WESTEN Ostdeutsches Fernsehen empfangen werden?

In der DDR schauten manche heimlich Westfernsehen, aber konnte auch in Westdeutschland im Gegenzug DDR-Fernsehen empfangen werden? Und haben sich dann manche Leute das angeschaut, z.B. Aktuelle Kamera oder so, um zu wissen, wie die in der DDR so ticken? ^^

...zur Frage

SED und die DDR

Hallo Leute,

befassen uns gerade mit der DDR und haben zwei Quellentexte bekommen. Der erste Quellentext ist das erste Bild im Anhang und der zweite das zweite :P Zum ersten: Hier geht es um das Ministerium für Staatssicherheit(MfS) und die grundlegenden Fakten habe ich recherchiert: 1950 errichtet zur Kontrolle und Überwachung von Bevölkerung und Oppostionellen. Doch wie sieht es mit der Funktion und Stellung aus und was bedeutet das für die Lebenswirklichkeit der Menschen in der DDR? Zum zweiten: Hier geht es um die DDR Verfassung 1949, die Antwort auf die BRD Gründung vom 23.Mai 1949. In der Quelle wird die Verfassung kommentiert von Herrn Grotewohl. Was meint er mit realer Demokratie in Zeile 45? Wie ist die Beziehung zwischen Staat und SED? Sind die Begriffe reale Demokratie und Volksdemokratie Gegensätze? Und welche Bedeutung haben die Volkskammer,Parteien,Massenorganisationen,Regierung und die Opposition laut Grotewohl?

Hoffe ihr könnt mir helfen :) Danke LG

...zur Frage

Wie erfolgte nach der Wende die Abwicklung der Intershops in der ehemaligen DDR?

Wurden die etwas über 400 Intershops geschlossen? Wurden die Läden von einer West-Handelskette übernommen? Konnten die Läden selbständig weitergeführt werden?

...zur Frage

Verein: Bedeutung von "in cumolo"

Was bedeutet: "Die Wahl erfolgte in cumolo?" Heißt das, dass die Abstimmung per Handzeichen erfolgte? Danke für eure Antworten.

...zur Frage

Wie wurde DDR mit BRD beitreten? Wie geht BRD über die DDR? Was macht Helmut Kohl? Warum wurde DDR aufgelöst?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?