wie entzug durchstehen wie lange noch?(physchisches verlangen)

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7 Antworten

Glückwunsch zu Deinen ersten qualmfreien 2 Wochen!

Du bist gerade in der Phase, in der Dein Körper das Nikotin aus dem Körper schmeißt / abbaut. - Anders als sonst (er baute ja auch sonst ständig Nikotin ab, sonst wärest Du ja ganz schnell tot gewesen), also anders als sonst kriegt er nun nicht den Nikotinnachschub.

Er war also gewöhnt an die Schwankung Nikotinvergiftung - schnell Nikotin abbauen - Schmacht - erneut Nikotinvergiftung - schnell Nikotin abbauen - Schmacht ... usw.

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Das Tückische am Nikotin ist ja, dass sieben Sekunden nach dem ersten Zug das Nikotin die Gehirnschranke überwindet (darf eigentlich gar nicht sein) und manipuliert das sogenannte Belohnungszentrum (medizinisch: nucleus accumbens). - Wenn Du mehr darüber wissen willst, google mit

rauchen nucleus accumbens

Möglicherweise schmachtet Dein Körper jetzt ab und zu nach der ihm gewohnten Vergiftung, weil er die doch so gewohnt war. - Wir Menschen sind Gewohnheitstiere.

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Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

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Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

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Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

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Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Sehr gut die Motivation unterstützend dieser Blog-Eintrag mit vielen lesenswerten Kommentaren darunter:

Welche Begleiterscheinungen hat der Nikotinentzug?

http://nichtraucher-zigaretten.de/nikotin/welche-begleiterscheungen-hat-der-nikotinentzug/

Auch warum Süßigkeitshunger verstärkt auftreten kann, und wie man am besten damit umgeht, wird hier sehr gut erklärt.

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Kommentar von cyracus
10.10.2011, 15:09

Sehr informativ und ein echtes Goldstück ist dieser

http://zigarettenrechner.de/

Spiel mal ein bißchen rum. Gib ein, was Du bisher geraucht hast.

Und dann gib mal ein, wie es für diejenigen ist, die 20 oder 30 Jahre täglich eine oder zwei Schachteln Zigaretten weggequalmt haben. - Du wirst staunen.

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Das vergeht bei dem einen früher bei dem anderen später. Fakt ist das der Entzug von Nikotin fast so lange Brauch wie ein ausgedehnter Heroin-Entzug (ja ich weiß was ich sage, ich war selber Heroinabhängig) also Rechne damit das nach 4-8 wochen alles vorbei ist. Aber glaub mir, es lohnt sich ! Danach fühlst du dich wie Neu Geboren !

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Hallo belmorton,

allgemein kann man das nicht sagen, der körperliche Entzug (zumindest der ärgste) ist nach wenigen Wochen, im Falle von starken Rauchern, vielleicht zwei Monaten so ziemlich vorbei, doch der psychische Entzug der hält an!

Ich bin im "sechsten Jahr" des Nichtrauchens und habe jetzt noch das Verlangen, das zwar nicht mehr so stark ist, aber doch nicht vorbei ist.

Wichtig ist für dich, dass du ganz fest dir vornimmst, nicht mehr zu Rauchen, weil du...............(da folgt dein Grund, jeder hat andere Gründe). Natürlich, Diskotheken und Kaffeehäuser usw. sind nicht unbedingt förderlich, ich habe beispielsweise nicht einmal auf Kaffee verzichtet, das muss aber jeder selbst entscheiden. Verrauchte Umgebung ist keinesfalls gut, denn du rauchst ja passiv mit.

Wie gesagt, eine Zeit zu sagen, die du noch durchhalten musst, das ist sehr schwer.

Doch eines kann ich dir sagen: Der beste Entschluss deines Lebens, das war dass du das Rauchen aufgibst.

Gruß Alfred

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da wird noch das ganze Leben so weiter gehen...kenne menschen die seit 30 jahren nicht mehr rauchen und sich trotzdem immer wieder überwinden müssen nicht zur zigarette zu greifen...

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viele haben noch jahre danach damit zu kämpfen.

vor allem wenn sie jemanden rauchen sehen oder riechen.

darum reagieren ex-raucher auch empfindlicher auf zigarettenrauch als nichtraucher.

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Das ist kein physische Abhängigkeit sondern psychisch!

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sorry ich meinte seit 6 wochen nicht mehr!

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Kommentar von cyracus
11.10.2011, 01:16

Du bist ja noch neu hier. - Wenn Du etwas schreibst und das dann ergänzt (oder bei jemand anderem auf sein Geschriebenes reagieren willst), dann klick direkt darunter auf Antwort kommentieren. - Das macht alles sehr schön übersichtlich. So wie Du das jetzt hier gemacht hast, kriegt man auf die Schnelle gar keinen Zusammenhang hin.

Wenn Du so eine Antwort kommentiert hast, dann achte darauf, ob direkt darüber steht "Mail-Nachricht bei Kommentar erhalten". Klick dann drauf, damit Du automatisch benachrichtigt wirst, wenn wiederum auf Dich jemand reagiert.

(Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt.)

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