Wie entwickelt sich beim Menschen der Geschmack fürs Essen?

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4 Antworten

Wie viele Gehirnfunktionen kommt es teils auf die genetischen Bedingungen an und teils ist Geschmack wohl auch quasi vom Babyalter anerlernt. Also im weiteren Sinne kommt es auf Genetik und die Geschmackssozialisation an. Manchmal ändert sich der Geschmack aber auch in späterem Alter noch ziemlich abrupt wie eine Modeerscheinung. Dann möchte man auf einmal plötzlich gerne etwas essen, das man jahrelang gemieden hat. So kommen viele Teenager auch erst mit 15 aufwärts auf den Geschmack für Bier z.B. Vorher finden sie das Gesöff oft scheußlich. Die Erwartung der gesellschaftlichen Anerkennung, die mit dem Alkoholtrinken verbunden ist, verändert dann auch den Geschmack im höheren Teenageralter.

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Wie Geschmack entsteht

Nur ein kleiner Teil der Zunge dient dem Schmecken. Als kräftiger Muskel sorgt sie für Ordnung im Mundraum, formt die Sprache und ertastet die Nahrung. An Zunge, Gaumen und Kehldeckel sitzen zudem die Geschmacksknospen, die aus etwa hundert Zellen bestehen. Ein erwachsener Mensch verfügt etwa über 2000 bis 5000 Geschmacksknospen. Bei einem Säugling sind es noch doppelt so viele. Wir können fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, sauer, salzig, bitter - und umami, den sogenannten Fleischgeschmack, von dem man erst seit einiger Zeit weiß, dass er proteinhaltige Lebensmittel kennzeichnet.

In der Großhirnrinde analysieren Nervenzellen die Geschmacksreize. Anschließend rufen Botenstoffe Erregungsmuster hervor, von denen abhängt, ob man den Geschmack als angenehm oder als ekelerregend empfindet.

Der eine liebt Spinat, dem anderen entlockt der Gedanke an das grüne Gemüse schon ein Würgen. Fast jeder Mensch hat einen anderen Geschmack. Schuld daran sind die Gene. Gut 50 verschiedene Gene beeinflussen unseren Geschmack, wie israelische Wissenschaftler des Weizmann-Instituts für Wissenschaften herausgefunden haben. Aktiv ist nur ein Teil der Gene, die Aktivierung ist willkürlich. So gibt es fast unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten und damit Ausprägungen des menschlichen Geschmackssinns.

Sehr informatiefer link in Bezug auf deine Frage: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/sinne/schmecken/index.jsp

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Der Mensch übernimmt vorerst den Geschmack der Mutter. Erst beim Heranwachsen entstehen die Vorlieben.

Man hat ein Experiment gemacht an dem mehrere Mütter teilgenommen haben.

Eine Frau bekam viel Anis zu essen, die andere Frau viel Zimt.

Als die Babys geboren wurden, hielt man ihnen in einem bestimmten Alter ein Stäbchen mit Zimt und eines mit Anis vor die Nase.

Das Baby, welches durch die Schwangerschaft viel Zimt aß, neigte den Kopf zum Zimtstäbchen, das andere zum Anisstäbchen.

Somit war klar, dass Babys sich an den Geschmack der Mutter angepasst haben.

Einige Babys werden aber so vollgestopft mit Süßkram, dass sie sich schnell an das süße Zeug gewöhnen und kein Gemüse mehr wollen.

Und nicht zuletzt spielt es auch eine Rolle, wie das Essen auf den Tisch kommt. Viele Kinder essen nicht gern Gemüse, weil sie gar nicht wissen was das ist. Lässt man sie aber beim Kochen helfen und das Gemüse mit zubereiten, essen sie es bereitwilliger.

Natürlich spielen viele Erfahrungen auch eine Rolle. Schlechte Prägungen können Faktor dafür sein, dass manche Menschen Dies und Jenes nicht essen. Und je nachdem ob sie ihr Leben lang Sklave ihrer schlechten Erfahrungen bleiben möchten, werden sie nie wieder einen weiteren Anlauf versuchen und ein zweites Mal probieren.

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