Wie entsteht Teilurlaub?

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4 Antworten

Du hast Anspruch auf 4/12 des Jahresurlaubs.

Das Bundesurlaubsgesetz sagt im § 5:

 "Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der AN 

1 a: für Zeiten eines Kalenderjahres für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt

1 b: wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Das Bundesurlaubsgesetz spricht von vollen Beschäftigungsmonaten und nicht von vollen Kalendermonaten. Vom 11. April bis 10. August sind es vier volle Monate und so ist Dein Anspruch auf 4/12 des Jahresurlaubs entstanden. Bei zwei Tagen pro Monat beträgt Dein Anspruch 8 Urlaubstage.

Vielen Dank für die Antwort! Woher weiß man, dass das Gesetz von Beschäftigungsmonaten ausgeht? 

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@xPokaPonx

Weil sonst "Kalendermonat" im Gesetz stehen würde.

Ich weiß das auch, weil ich schon einige Schulungen im Arbeitsrecht hinter mir habe.

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Ein voller Monat ist in diesem Fall die Zeit vom 11. April bis 10. Mai und jeweils weitere volle Monate jeweils zum 10. Juni, Juli und August.

Bestätigung, wegen der nichtleeren Hände:

BAG, Urteil vom 15. 11. 2005 – 9 AZR 626/04

Aus dem Bundesurlaubsgesetz geht eindeutig hervor, dass die Aussage deiner Chefin richtig ist:

  • § 4 Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.
  • § 5 Anspruch auf ein Zwölftel des Jahrenurlaubs für jeden "vollen Monat" des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer a.) für Zeiten eines Kalenderjahres, für die wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen  vollen Urlaubsanspruch erwirbt;b.) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Ich hoffe,dass ich dir mit meinen Ausführungen helfen konnte, da leider keine andere Lösung möglich ist.

Das Gesetz spricht nicht von vollen Kalendermonaten.

Der Kollege hat 4 volle Monate dort gearbeitet und also auch Anspruch auf 4/12 des gesetzlichen Urlaubes.

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@Maximilian112

@Maximilian112 liegt hier völlig richtig.

Das Bundesurlaubsgesetz spricht von vollen Monaten und nicht von Kalendermonaten. Es wird hier rein auf volle Beschäftigungsmonate abgestellt.

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@Maximilian112

@Maximilian112: Du hast natürlich recht, es handelt sich nicht um Kalendermonate, sondern um volle Beschäftigungsmonate.

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Es war nicht meine Absicht, die Aussage der Chefin als richtig anzusehen. Durch die Verkettung widriger Umstände ist leider der falsch Satz entstanden.

In meiner Antwort habe ich sogar beim Zitat des § 5 im ersten Satz

den "vollen Monat" in Anführungsstriche gesetzt und Fett geschrieben.

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Urlaubsanspruch hast du nur für VOLLE Arbeitsmonate. Du hättest zum 31.8. kündigen müssen, dann hättest du zwei Tage mehr Anspruch.

Weder April noch August begründen in deinem Fall einen Anspruch.

Also hat meine Chefin recht mit den 6 Urlaubstagen? Ich habe wie oben schon beschrieben, gelesen, dass pro Beschäftigungsmonat und nicht pro Kalendermonat verrechnet wird.

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@xPokaPonx

Ein Monat beginnt am 1. und endet am 30. oder 31.

Selbstverständlich gilt der KALENDERMONAT

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@DerHans

Selbstverständlich gilt der KALENDERMONAT

@DerHans: Selbstverständlich hat @Maximilian112 richtig kommentiert.

Selbstverständlich gilt hier nicht der Kalendermonat (auch wenn Du ihn in Großbuchstaben schreibst) sondern es wird auf volle Beschäftigungsmonate abgestellt.

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