Wie entsteht Melancholie?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schwere Frage. Bestimmte Botenstoffe im Gehirn sind wohl für die meisten Gefühle verantwortlich. Das sind Stoffe wie Serotonin, Adrenalin, Dopamin usw. Schwere Melancholie ohne erkennbaren Anlass würde ich als Krankheit (Depressionen) bezeichnen. Bei depressiven Patienten ist der Stoffwechsel im Gehirn aus dem Gleichgewicht geraten. Bestimmte Stoffe sind kaum noch oder zu wenig vorhanden, besonders die Botenstoffe die für eine entspannte und glückliche Stimmung sorgen. Der Grund für den Botenstoffmangel liegt häufig in einer genetischen Veranlagung begründet. Wenn Menschen mit dieser Veranlagung äußere Schicksalsschläge erleiden, reagieren sie mit Melancholie. Anders als gesunde Menschen, bleibt ihr Stoffwechsel dann lange Zeit oder dauerhaft gestört, weshalb sie nicht mehr aus der Melancholie heraus finden. Meiner Meinung nach leiden die meisten Alkoholiker und Drogenabhängigen unter Depressionen, die sie vergebens versuchen mit Alk und Drugs zu bekämpfen. Ist der Rausch vorbei, hat ihr Hirn wieder einen Botenstoffmangel und die Melancholie kommt zurück. Griechische Philosophen neigten auch zur Schwermut, weil sie das Leben etwas zu genau betrachtet hatten :-))) Es gab mal einen verdammten guten Artikel im Geo-Magazin zum Thema. Kann ich nur empfehlen.

Danke!Also ein Gendefekt,der den Glückshormon-Haushalt negativ beeinflusst.Klingt plausibel DH und "Beste Antwort" dafür!

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Das hast Du nicht nur gut, sondern auch verständlich erklärt. Danke!

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