Wie entsteht Karbonat-Bauxit?

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1 Antwort

Kaum ein Kalkstein besteht zu 100 Prozent aus Ca-Karbonat, sondern enthält (ablagerungsbedingt) immer andere Stoffe, so z.B. Kieselsäure oder (häufiger) tonige Substanzen, die zum großen Teil aus Al-Verbindungen bestehen. Wenn der Kalkstein durch kohlensäurereiches Wasser (besonders stark in trop. Klimaten) aufgelöst wird, bleiben diese Al-reichen Beimengungen zurück. Die Fe-Bestandteile werden in Hämatit umgewandelt (deshalb die rote Farbe der trop. Roterden und der Laterite) und färben den Al-reichen Verwitterungsrückstand deutlich. Das ist dann der "Karbonat-Bauxit", der z.B. auf den Westindischen Inseln verbreitet vorkommt und abgebaut wird - im Gegensatz z.B. zum Bauxit, der durch Verwitterung z.B. aus Basalten entstand (gab es früher sogar im Vogelsberg und wurde dort auch abgebaut). Auch der Karbonat-Bauxit enthält noch Karbonate. Meist ist der Verwitterungs- u. Auswaschungsgrad nicht hundertprozentig (z.B. enthalten die Bauxite von Les Baux in S-Frankreich noch um die 25% Kalkanteil), außerdem kann das Karbonat als schwerer löslicher Dolomit oder Ankerit vorliegen.

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Kommentar von nightSky23
31.05.2016, 09:48

Vielen Dank für die gute Erklärung!

Dann kann man sich das so vorstellen, dass bei der Ablagerung des Karbonates im Meera uch tonige Sedimente vom Festland eingeschwemmt wurden, einfach in geringeren Mengen?

Und wenn da doch der grösste Teil des Karbonates aufgelöst wird, müsste der Boden in dieser Gegend ja ziemlich absacken, ist dem so? Oder schreitet dieser Prozess so langsam voran, dass genügend Zeit für neue Ablagerungen bleibt?

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