Wie entsteht eine Gentrifizierung?

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3 Antworten

In Stadtteilen mit alten, nicht sanierten Häusern wohnen oft Menschen mit geringen Einkommen. Einige davon sind Migranten, einige Künstler. Hier und da steht eine Fabrikhalle o. ä. leer.

Künstler und andere Aktive machen aus eigener Kraft einige der alten Gebäude wieder attraktiv und veranstalten Ausstellungen und Konzerte.

Allmählich finden Gutverdiener das Viertel interessant und ziehen dort hin. Oder bleiben, weil sie als Studenten vorher auch schon dort wohnten. Investoren wittern Morgenluft und sanieren. Durch die steigende Nachfrage werden die Preise in der Gegend teurer.

Und so können viele der Menschen, die das Viertel bunt, multikulturell und hipp gemacht haben, sich das Leben dort nicht mehr leisten.

Moschti 17.01.2017, 23:49

Danke schön

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Berlin, Prenzlauer Berg. Vor der Sanierung preiswerter Wohnraum, viel Multi-Kulti und alternative Wohnformen.

Durch großflächige Renovierungen (=Stadtteilsanierungen als Folge der Geldströme nach der Wende) werden die Wohnungen saniert.

=>Wohnraum ist jetzt up-to-date, aber teurer.

So viel teurer, dass die "alte Bevölkerung" sich ihre "alte, ehemalige Mietswohnung" nicht mehr leisten kann.

Folge: Abwanderung von Multi-Kulti und Alternativen, oft Leute mit geringem Einkommen.

Was passiert noch?

Leute, die sich die sanierten Wohnungen der Gründerzeit (schöne große Altbauwohnungen) leisten können, ziehen da jetzt hin.

Die Abwanderungswelle der Alteingesessenen setzt sich fort.

Die Zuwanderung der Besserverdienenden nimmt zu, weil das Stadtviertel für diese Leute jetzt attraktiv wird ist.

Diese Verschiebung der Bevölkerungsschichten verstehe ich unter Gentrifizierung.

Habe das Wort  Gentrifizierung zum ersten Mal im Zusammenhang mit Berlin und Prenzlauer Berg gehört.




Moschti 17.01.2017, 23:50

Danke

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