Wie entsteht eigentlich eine Depression?

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5 Antworten

Depression hat viel mit Perspektivs- und Aussichtslosigkeit, und vor allem mit dem Verlust von Freude am Leben zu tun. Möglichst logisch betrachtet ist es einfach eine Situation, in der sich die menschliche Psyche selbst in etwas reinreitet, aus dem es nur sehr schwer zu entkommen ist. Ich hatte selbst Depression und würde es so erklären. Man weiß nicht, was einem das Leben eigentlich bringt uns sieht keinen direkten Grund, leben zu wollen und lebt einfach Tag ein Tag aus, ohne jegliche Motivation.
Ich persönlich gehe stark davon aus, dass weitaus mehr Menschen von Depression betroffen sind als tatsächlich zum Arzt gehen, auch wenn es sich dabei natürlich nicht ausschließlich um extrem starke Fälle handelt. Denn wir leben in einer Gesellschaft, in der es durchaus einfach ist, in so etwas reinzugeraten, wenn man die nötige Intelligenz hat, darauf aufmerksam zu werden wie sinnlos das Leben eigentlich ist. Dass "Dumm glücklicher ist" ist also wahrhaftig richtig, denn während diese meist tiefgründigere Gedanken über das Leben, Existenz, Sinn etc einfach verwerfen, beißen genau die Klügeren daran fest und sie kommen zu dem pessimistischen Schluss, dass das Leben wirklich sinnlos und nicht lebenswert ist.
In meinem Fall hatte es vor allem mir Schule zu tun, da ich diese wirklich hasse und es mich einfach zutiefst deprimierte und psychisch fertig machte, mich jeden Tag in etwas zu quälen, was ich für vollkommen sinnlos und unnötig hielt. Ich bekam immer weniger Schlaf, da ich mich wenigstens ein wenig mit den Dingen beschäftigen wollte, die mir wichtig sind und wurde dadurch auf Dauer immer ausgelaugter und mürrischer und der Gedanke daran, dass ich diesen Zustand noch über Jahre hinweg ertragen musste machte das alles denkbar schlimmer.
Ich sah keine Perspektive für ein besseres Leben. Mir war bewusst, dass ich nicht genug Geld hatte um nach der Schule zu verreisen oder ähnliches und dass ich wahrscheinlich einem harten Job annehmen musste und dass mein Leben so werden würde wie das meiner Eltern. Denn mir wurde schon früh abgewohnt, an Träume zu glauben und auch nur zu versuchen, sie zu verwirklichen. Doch genau das ist es, was einem Menschen wirklich glücklich macht. Eine Leidenschaft, für die es sich zu leben lohnt. Und Menschen, an denen man hängt. Fehlt beides, führt das fast zwanghaft zu Depression.

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Da gibt's nicht den einen Auslöser. Es gibt körperliche (zB serotoninmangel, hpa-achsen-dysfunktion, ptsd) und äußerliche Einflüsse (zB Stress, Tod eines nahestehenden Menschen), die eine Depression begünstigen können. Aber nicht bei jedem, der so einem Einfluss ausgesetzt ist, entwickelt sich dann auch eine Depression. Manche sind eher "anfälliger" für eine Depression, manche eher nicht (ähnlich wie es zwei stresstypen gibt).

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Kommentar von JapaneseGeneral
05.10.2016, 20:42

Eine Depression oder eine andere psychische Krankheit entsteht meist nach einer veränderten Lebenssituation, bei der der Mensch dauerhaft oder langfristig eines seiner seelischen Grundbedürfnisse vernachlässigt.

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Kommentar von mexp123
05.10.2016, 21:24

Was heißt "seelische Grundbedürfnisse"?.. in der Pubertät bekommen viele zB depressionsartige Zustände einfach dadurch dass der komplette Hormonspiegel durcheinander kommt. Auch die anti-Baby-Pille kann eine depression auslösen.
Es muss keinen klar erkennbaren Auslöser für eine Depression geben

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Meistens gibt es entweder einen schweren Auslöser (z.b jemand ist im Umfeld gestorben, Krankheit) und man kommt garnicht damit klar. Oder viele kleine Auslöser. (Stress,Streit,Druck)
Ich denke um depressive zu sein muss man sensibel sein.. oder Sachen einfach nicht gut verarbeiten können. Bei mir hat es mit vielen kleinen Auslösern angefangen. Und gestartet hat es mit dem ganzen das im Bett liegen, immer mehr denn sind des Lebens erfragen. Warum man überhaupt das alles tut. Ich bin in einem gedanken Kreisel geraten bis hin zur völligen Erschöpfung.

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Kann erblich bedingt sein.
Die neurologischen Ursachen kann ich aber nicht erklären. Nur Symptome...

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Durch Unzufriedenheit die sich nur verschlimmert meistens

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