Wie entsteht durch Reibung Licht?

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5 Antworten

... stoßen die Elektronen öfters mit den Atomen zusammen ..., wo ist das denn her? Mit den Elektronen des Metallgitters oder mit den Kernladungsteilchen?!?

Das Bild, was Du brauchst, ist gar nicht so einfach! Im Metallgitter existieren keine diskreten Energieniveaus mehr für die dort von Hause aus "verschmierten" Elektronen. Jetzt taucht von aussen (angelegter Strom) ein Elektron in das Energiekontinuum des Metallgitters ein (gleichzeitig plumpst ein anderes auf der anderen Seite heraus {genau genommen macht das auch nur der Elektroimpuls!}) und bewegt sich durch die Matrix, dabei werden Metallelektronen im Kontinuum angehoben. Wenn diese dann auf ihre ursrüngliche Energiehöhe zurückstürzen emitieren sie Licht, je höher der Sturz, desto härter die Strahlung. Der Glühkörper wird umso heller je mehr Leistung (hier Elektronen) durch den Leiter "fliesst".So im einfachen Modell! ;-)

Quandt, ich verstehe deine Antwort nicht. Dass bei einer Kernspaltung verschiedene Strahlungsarten, auch harte, entstehen, ist soweit bekannt. Aber davon sprechen wir ja nicht. Aber dass man harte Strahlung durch zuführen von Elektronen erzeugen kann, davon ist mir nichts bekannt. Was natürlich nicht stimmt, ist das Elektronen nicht fliessen. Sie tun das, aber nur sehr viel langsamer, wie der Elektronen-Impuls. Da in einem Kreislauf der Zufluss und der Abfluss der Elektronen identisch ist, taucht natürlich die Frage auf, was die Elektronen im Verbraucher zum schwingen bringt. Zurück zur Reibung. Natürlich reisst die Reibung nur geringe Elektronen aus dem Gitter. Es werden aber einzelne Moleküle herausgerissen und das regt die einzelnen Elektronen zur Schwingung an. (Siehe Schreib-Gummi). Wäre es nicht so, würde sich nämlich das Material physisch verändern. Die von dir angesprochenen 'fehlenden' Elektronen führen nämlich zu den angesprochenen statischen Elektronen-Phänomänen. Ein schönes Beispiel ist zB. der Schmiedehammer bei kaltem Eisen. Da entstehen keine statischen Energien und trotzdem wird das Eisen nach einigen Schlägen ziemlich warm. Ich wollte in meinem Post nicht auch noch die Entropie und Coulomb einbeziehen. Möglich ist auch, dass ich noch wesentliche Einflüsse vergessen habe. Die Diskussion mit dir darüber ist interessant. Schreib wieder.

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@JoeWied

Jetzt probiere ich es ein 2. Mal! Brasafrasa,blödesSystem

Harte Strahlung und Kernspaltung hatte ich gar nicht im Kopf, habe ich mich so verquer ausgedrückt?

Die Fließgeschwindigkeit der Elektronen beträgt ca. 0,04 Millimeter pro Sekunde. Schaltest Du im Wohnzimmer die Beleuchtung ein, brauchen die gerade den Schalter passierenden Elektronen fast den ganzen Tag, um an der Lampe anzukommen. Der Haupteffekt liegt halt im Wechselstrom. Das Moleküle aus dem Verband gerissen werden ist als Dauereffekt nicht schlüssig, da wir sonst mit Elektrokorrosion zu kämpfen hätten! Dennoch denke ich, dass wir eigentlich das Gleiche meinen. Nur aus unterschiedlichen Blickrichtungen.

Das mit dem Schmiedehammer beschreibt ein anderes Phänomen. Hierbei wird das Kristallgitter gebrochen und die eingebrachte/freigesetzte Energie hebt im Energieniveau-Brei Metallgitters die Elektronen an. Das das Atommodell des Metalls seine Hybridisierung verliert, ist doch unstrittig, - oder? Bei meiner Darstellung vernachlässige ich völlig Molekularbewegung & Co., ist zwar stark vereinfachend, doch alles andere hätte die Sache viel zu kompliziert gemacht.

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@Quandt

Ich glaube auch, dass wir dasselbe meinen und dass dieses Forum auch nicht ideal für Diskurse dieser Art ist, weil es einerseits zu wenig konfortabel ist und weil der Dialog immer etwas abhakt. Gerade in der Molekular-Physik sind einige 'Gebiete' noch nicht richtig gefestigt. Wir sehen zwar die Wirkung, können aber noch nicht alle Ursachen erklären. Wie ist das eigentlich, ist die Fliessgeschwindigkeit von Elektronen in verschiedenen Stoffen konstant oder gibt es da wie beim Impuls gewisse Abweichungen.

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Halt, langsam!

Nicht die Reihenfolge durcheinanderbringen!

Erst die "Reibung". Egal, ob man wirklich reibt, oder ob ein Strom gegen das Metallgitter "reibt", die "Reibung" erzeugt Wärme.

Zweitens: Die Elektronen und Atome sind jetzt heiß, stoßen stark aneinander, werden gechüttelt und gebremst. Dabei senden sie Strahlung aus, langsame kalte Teilchen wenig Wärmestrahlung, schnelle heiße Teilchen mehr Wärmestrahlung und rotes Licht, ganz heiße Teilchen dann weißes Licht.

aber warum wenn was heiß ist strahlt es?

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@S3aRch

Das kommt durch die Bewegung der Teilchen. Geladene Teilchen werden beschleunigt und abgebremst, verändern also ständig ihre kinetische Energie. Beim abbremsen werden Photonen ausgesendet und umgekehrt werden zum Beschleunigen Photonen aufgenommen. - Photonen sind Licht. -

Wie Meagol schon schrieb, strahlt Materie auch dann wenn sie kalt ist, jedoch hängt die Energie der Photonen von den entsprechenden Bremsmanövern ab, und die sind bei kalten Materialien nunmal bescheidener als in heißen Materialien. Erst ab einer bestimmten Temperatur werden die Photonen so energiereich, daß man sie mit bloßem Auge wahrnehmen kann.

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@Lightwing

Was bewegt sich denn in deinem Atommodell? Photonen, Neutronen oder Elektronen? Photonen sind nicht nur Teilchen, sondern werden auch als Wellen dekliniert. Definitiv wirst du nie in der Lage sein, das enrgiereichste Photonteilchen sehen zu können. Da bin ich mir sicher.

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Die Brown´sche Molekularbewegung hat damit eigentlich weniger zu tun! ;-)

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Durch Reibung werden zwei (oder mehrere) Objekte aufgeladen. Das heisst auf dem einen Objekt sammeln sich negativ geladene Teilchen und auf der anderen Seite sammeln sich positive Teilchen. Bei genügendem Potential (Spannung) entladen sich die Objekte gegeneinander, was zu einem Lichtbogen führt. Das ganze nennt sich Elektrostatik und ist in der Physik unter elektrischer Wechselwirkung beschrieben. Beispiel dafür: Blitze, Menschen die sich entladen, wenn Sie Metall berühren etc.

Da ist zwar richtig für statische Aufladung, mein Guter, hat aber mit dem nachgefragten Effekt wenig zu tun! ;-)

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@Quandt

Ich bin mir nicht sicher, ob die Ursache der Elektrostatik nicht auf die gleiche Ursache, wie die Reibung zurückzuführen ist... Weil beide gehen auf die elektrische Wechselwirkung (Anziehungskraft des Atomes / Elektronen) zurück. Die Elektronen richten sich nach den Protonen und nicht umgekehrt. Zu beobachten ist auch, dass ein geschlossenes System in Gleichgewicht bleibt, auch wenn man elektrischen Strom hinzufügt, davon abgesehen, dass die Energie wieder emitiert wird.

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@JoeWied

Mechanische Reibung schon, aber nicht die "Reibung" (der Widerstand) der Elektronen im Meatallgitter. Zumal im Metallgitter die Hybridisierung der diskreten Energieniveaus aus dem Atommodell verloren gehen und ein Energieniveau-Brei entsteht. ;-)

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@Quandt

Ändert sich durch die Reibung der Widerstand, respektive ändert sich durch die Reibung die Ordnung im Metallgitter? Ich dachte, dass sei nur bei magnetisierbaren Stoffen der Fall?

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@JoeWied

´tschuldigung, die Frage habe ich erst heute bemerkt! Ich denke: Ja! Durch die Reibung steigt letztlich auch die Molekularbewegung (bis zur Schmelze) im Festkörper und der mittlere Abstand zwischen den Atomen wird größer, folglich werden die bremsenden Felder "kleiner" und der Widerstand müsste sinken. ;-)

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Naja es Glüht da drin ja und es würde auch verbrennen wenn Luft ran kommt! Ich denke einfach das es wie beim Feuer ist, es leuchtet wenns Heiss wird! Warum Feuer wiederrum leuchtet weiß ich auch nicht! :D

Was sagte der Typ bei Tomb Raider nochmal: "Hihi, meine Unwissenheit belustigt mich"!?

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Der Unterschied liegt darin, dass Feuer nicht Physik, sondern Chemie ist und eine Reaktion mit Sauerstoff darstellt. Gleichermassen das Rosten von Eisen.

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Das ist ein vollkommen anderes Prinzip ;)

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@Pynero

Aha, nicht wirklich, oder? Es geht auch um Reibung (Schwingungen), nur dass nicht die Elektrode leuchtet, sondern das Gas ultraviolette Strahlung an die Glasbeschichtung wirft und diese damit das Licht emittiert.

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