Wie entsteht die ST-Strecken-Hebung beim Herzinfarkt?

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1 Antwort

Bei einer Ischämie des Herzmuskels wird das betroffene Muskelareal mangelhaft mit Blut versorgt. Beim Herzinfarkt überhaupt nicht mehr. Wenn dies geschieht, verzögert sich die Depolarisation des betroffenen Areals. Das heißt, das Areal bleibt elektrisch positiv, da die Depolarisation nur mangelhaft bzw. gar nicht erfolgt. Im Normalfall wäre das Areal nach der Depolarisation elektrisch negativ. Da dies eine bedarfsgerechte Myokarddurchblutung erfordert, verschiebt sich die ST-Strecke auf dem EKG nach oben (wird also positiv). Je nach der Ableitung, wo man dies beobachten kann, lässt sich auch schlussfolgern welche Koronararterie betroffenen ist, meistens ist es der RIVA (Ramus interventricularis anterior). Hoffe ich konnte dir helfen.

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Marbi 14.05.2010, 23:14

Schon mal danke für die antwort. Aber: Wenn die myokardzelle mangelhaft durchblutet ist, kann sie doch nicht die energie aufbringen, das ruhepotential wiederherzustellen, d.h. sie wäre doch dauerhaft oder länger depolarisiert. Das wiederspricht sich mit "da die depolarisation gar nicht erfolgt"... is da ein denkfehler von mir?

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KrassesBunny 16.05.2010, 17:51
@Marbi

wenn die zelle mangelhaft durchblutet ist, muss sie es doch erstmal schaffen, zu depolarisieren. da das nicht mehr stattfinden kann, ist die einstellung des ruhepotentials nicht von bedeutung. der erste schritt kann nicht stattfinden und damit auch keine weiteren.

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