Wie entstehen Religionen?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

Die Menschen erdenken und entwickeln die Religion 75%
Gott offenbahrt sich den Menschen 25%

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du sagst es: Wer oder was Gott ist, ist eine Frage der Erkenntnis. Da das menschliche Erkenntnisvermögen beschränkt ist, braucht es den Dialog und den ständigen Zweifel, damit wir unsere Erkenntnisse nicht für eine allgemeingültige Wahrheit nehmen, die wir dann anderen Menschen aufzwingen. Leider haben die Religionen in der Geschichte das Gegenteil bewirkt. Sie wollten ihre Erkenntnis anderen aufzwingen und haben dadurch viel Leid angerichtet. Es ging ihnen nicht um die Wahrheit, sondern um die Vernichtung des Anderen.

Die Menschen erdenken und entwickeln die Religion

Religionen sind ein Versuch des Menschen, das Unerklärliche zu erklären.

Ein Gewitter, die Bewegung des Jagdwilds, die Bewegungen der Sterne und alles andere, was der Proto-Mensch (noch) nicht begreifen konnte. Und da der Mesch nur aufgrund seiner eigenen Erfahrungswelt urteilen konnte... Was lag näher, als ein Wesen zu schaffen, dass nach ähnlichen Maßstäben handelt und Urteilt, wie man selbst?

Schau Dir mal ein beliebiges Pantheon an (keine von diesen langweiligen Monotheistischen Religionen), da geht es schimmer zu als in jeder beliebigen Seifenoper.

Gott offenbahrt sich den Menschen

Aus religionswissenschaftlicher Sicht wird die Entstehung der Religion in der prähistorischen Epoche (wahrscheinlich mittlere Altsteinzeit) wohl immer im Dunkeln bleiben, da wir aus der Steinzeit keine schriftlichen Zeugnisse haben. Die Forschung ist hier auf relativ wenige indirekte Hinweise angewiesen und von gesicherten Erkenntnissen kann hier wenig die Rede sein.

Als Christ bin ich davon überzeugt, dass am Anfang der Religionsgeschichte ein Urmonotheismus steht und sich alle Religionen (nach dem Sündenfall) aus diesem Urmonotheismus entwickelt haben.

Ich unterscheide zwischen biblischen Religionen (Judentum, Christentum) und außerbiblischen Religionen (alle anderen ethnischen Religionen, Hochreligionen, neue religiöse Bewegungen, ...). Das Judentum und Christentum ist durch (übernatürliche) Offenbarung Gottes entstanden. Der Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus vertritt bezüglich der Entstehung der anderen Religionen das "tripolare Religionsverständnis": Bei der Entstehung dieser Religionen spielen drei Faktoren eine Rolle: Der theonome (=göttliche) Faktor, der dämonologische Faktor und der anthropologische Faktor. Gott hat sich zwar auch der vorchristlichen Religionen "bedient", aber Jesus Christus ist die Erfüllung, das Ende und das Gericht aller Religionen.

Die Menschen erdenken und entwickeln die Religion

Jedes Volk hat für sich selbst die passenden Religionen mit den passenden Göttern erschaffen. Ganz nach Bedarf eben.

Deshalb gibt es ja so viele unterschiedliche Religionen und Götter.

Die Menschen erdenken und entwickeln die Religion

Selbst im allerbesten fall gebietet die Logik das ein Großteil der Religionen auf unserem Planeten von Menschen ohne göttliches Zutun erdacht worden sind.

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