Wie entstehen diese Verschwörungstheorien über die "nahezu unschaffbaren" Studiengänge?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Studiengänge, die als sehr schwer eingestuft werden haben meist entweder einem hohen Anteil an Auswendiglernerei (Jura, Medizin, Pharamzie), erfordern ein gewisses Grundverständis und steten Übungsfleiß (mathe-lastige Studiengänge) oder/und haben schwere Prüfungsformen (überwiegend Klausuren (am besten Multiple Choice), die auch noch eng beieinander liegen).

Die Einschätzung, wie schwer ein Studiengang ist, kann sich also allein durch die Studienbedingungen von Uni zu Uni unterscheiden.

Fächer mit entsprechenden Durchfallquoten haben dann unter den Studierenden schnell den Ruf, sehr schwer zu sein, obwohl dies vielleicht gar nicht unbedingt am Fach selbst liegt, sondern an den erschwerenden Studienbedingungen.

Es gibt aber natürlich auch Professoren, die nicht unbedingt ein Problem mit hohen Durchfallquoten haben, weil sie meinen, so die besten Studenten für sich auszusieben. Das kenne ich tatsächlich auch, allerdings greift meines Erachtens niemand zu den von dir beschriebenen Methoden, dass Stoff nicht behandelt wurde, der in der Prüfung abgefragt wird. Auf so juristisch unsicheres Terrain muss sich ein Professor gar nicht begeben, da er in der Regel genügend andere Möglichkeiten hat, seine Prüfungen schwer zu gestalten.

Hohe Abbruchquoten haben auch durchaus mit falschen Vorstellungen zu Studienbeginn zu tun. Sehr viele Studierende sind sich am Anfang des Studiums gar nicht bewusst, was sie erwartet, und bekommen im Laufe des Studiums ein Motivationsproblem. Das trifft meiner Erfahrung nach recht häufig auf die rechts-und staatswissenschaftlichen Studiengänge zu aber ebenso auf einige Geisteswissenschaften, wie das vermeindliche "Laberfach" Philosophie.

Also, wie schwer ein Studiengang eingeschätzt wird, hängt oft vor allem an Bedingungen, die sich von Uni zu Uni unterscheiden und auch dann nciht gleichbleibend sind. Manchmal liegt es am Professor, manchmal an den Klausurbedingungen oder einer ungünstig geplanten Studienordnung und manchmal an den nicht genügend informierten Studenten selbst.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich gibt es keine "unschaffbaren" Studiengänge, mit dem entsprechenden Einsatz würden es die meisten Studenten auch schaffen.

Aber natürlich sind manche Prüfungen, vor allem im Grundstudium, so aufgebaut, dass genau der Teil der Studenten ausgesiebt wird, der z.B. nichts macht oder schlichtweg das falsche studiert. Das haben bei uns einige Professoren selbst gesagt. Ziel ist es, nach dem Grundstudium möglichst nur noch die wirklich interessierten und einigermaßen motivierten Studenten im Studium zu haben, die auch gute Aussichten darauf haben, das Studium zu bestehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaube es liegt eher an der "falschen" Einstellung von vielen Studenten. Sie wissen nicht so genau was sie machen möchten, also gucken sie sich mal dies an. Dann dies, dann das. Sie haben kein klares Ziel. Natürlich kommt es Ihnen dann deutlich schwerer vor, bzw. realisieren sie, es ist nichts für sie.

Ich weiß nicht in welchem Semester du bist, aber bereits bis zum zweiten Semester verlassen an die 25-30 % der Studenten den Studiengang.

Ich kann hier eher für Informatik sprechen, höhere Mathematik, Mathematik, Programmieren, Stochastik, Logik .. alles so Fächer die massiv Leute aussieben.

Viele sagen dann auch, sie merken es sei nichts für sie. Sie hätten es sich anders vorgestellt.

Ich glaube man kann grundsätzlich alles schaffen, wenn man motiviert ist :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich hab einen Studiengang mit 70% Absprungrate belegt. Direkt in eine der ersten Vorlesungen hat man uns gesagt, dass die beiden Kommilitonen, die neben einem sitzen den Studiengang statistisch nicht schaffen.

Tja der Professor hatte recht. Die meisten gingen im ersten Jahr weil sie was anderes erwartet hatten. Der Rest weil sie Prüfungen nicht Geschäft haben oder einen Job gefunden haben.

Aber wenn jemand sagt es ist unschlafbar ist, dann hört sich das eher so an, als würde das jemand sagen der rausgefallen ist und seine fehlleistung zu kaschieren. Den das war es ja. Er hat versagt während andere es Gemacht haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?