Wie entstanden lebendgebährende Tiere?

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5 Antworten

Als Vorstufe zum echten Lebendgebären (Viviparie) wird meist das Eierlebendgebären (Ovoviviparie) gesehen, bei der das Ei längere Zeit und manchmal auch bis zum Schlüpfen im Körper der Mutter verbleibt. Diese Art des Gebärens hat sich im Tierreich mehrere Male unabhängig voneinander entwickelt, z.B. bei einigen Fischen, Salamandern oder Schlangen. Ein spezialisierter Uterus wie bei den Plazentasäugetieren ist dafür keine Voraussetzung.

Ovovivipare Arten haben vergleichsweise dünne Eischalen, um den Gasaustausch im Körper der Mutter zu erleichtern. Vollständige Reduktion der Eischalen ist an die Voraussetzungen geknüpft, dass der Embryo die gesamte Brutzeit im Körper der Mutter verbringt und auch nicht von ihm abgestoßen wird.

Die Übergänge zwischen Ovoviviparie und Viviparie sind fließend, aber eine Unterscheidung wird an der Herkunft der Nahrung für den Embryo festgemacht. Bei ovoviviparen Arten lebt der Embryo hauptsächlich von seinen Dotterreserven, bei viviparen Arten kommen Nährsekrete und andere von der Mutter bereitgestellte Nahrung hinzu. Viele lebendgebärende Arten außerhalb und innerhalb der Säugetiere (Beuteltiere) kommen ohne eine spezialisierte Plazenta aus, obwohl auch diese mehrfach unabhängig voneinander entwickelt wurde.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Fortpflanzungsweisen sind also fließend, wie man es bei evolutionär erworbenen Eigenschaften erwarten würde. Auch das Auftreten und die Verbreitung von Ovoviviparie und Viviparie wird genauso erklärt wie bei jedem anderen Merkmal auch.

Bei Säugetieren wird diese Entwicklung ungefähr auf die Grenze zwischen Triad und Jura angesetzt. Unabhängig davon haben schon andere Tiere früher die Fähigkeit zur Lebendgeburt evolviert.

Danke für den Stern! Und im letzten Absatz muss es Trias heißen und nicht Triad

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Es gibt viele Übergänge vor allem bei den Fischen. Von Samen und "Eier" legenden und extern befruchtenden, bis interne Befruchtung und der Eierlegen von befruchteten Eiern bis im Mutterleib befruchteten und lebend geborenen Fischen OHNE Nabelschnur und Plazenta. Das machen zb auch Haie. Ich glaub das gibt es bereits bei den Mollusken, die ja bereits zumindest Zwitter sind. Und da könnte man bestimmt noch ein wenig riefer graben, wenn auch nicht viel. 

Das hat sich anscheinend vor allem im grossen Meer bewährt, da es da ja eher schwierig mit der Partnersuche ist ;-) und den idealen Aufzuchtbedingungen. 

Das Ei ist in den Säugetieren ja immer noch vorhanden. Es hat nur keine harte Schale mehr und es wird auch nicht abgelegt. Diese Mutation hat sich durchgesetzt, weil sie sich für den Nachwuchs als vorteilhaft erwiesen hat. 

nun ja  auch  wir  sind aus eiern  entstanden  .( frauen haben ja bekanntlich eden monat einen  einsprung  , damit sie  befruchtungsfähig werden )

.  irgendwann wurde  es zu gefährlich  diese eier   auszustossen und in die natur  abzulegen  --womöglich sich noch selber zu überlassen   zum ausbrüten  .dafür mußten dann viel zu viel eier befruchtet  werden , denn  die auschlüpfenden  jungtiere  wurden ja massenhaft wegefressen,weil sie shcutzlos  ausgeliefert waren --selbst   wenn die letern  aufs nest aufpassten ,war die gefahr  noch immer sehr groß.. also kam die natur   auf die idee-- lieber   sehr  viel wenige rnachwuchs, dafür aber geschützt  ausbrüten  im innern  der mutter  .es gibt auch heute noch tiere, die ihre jungen  samt ei  am körper ausbrüten ( komm jetzt nicht  drauf  wer das ist )  wichitg war auch   dass diese  jungen gesäugt  wurden  ,also  optimal versorgt  werden konnten in den ersten lebenszeiten .

ein nachteil war  natürlich, dass  die so geborenen  säugetiere  nicht unbedingt  nestflüchter  ,sondern  nesthocker waren ,also   von den eltern  intensiv  versorgt und geschützt werden mußten . und trotzdem hatten sie  wohl  bessere überlebenschancen als   die eierleger.  denn  säuger  gebären nicht so viel  jungen auf einmal  und auch nicht so häufig   wie  eierleger .eben  weil sie brutpflege  machen.

vermutlich hat sich das gehirn dieser  tiere auch schneller und  besser entwickeln können, wiel  sie  eben optimaler  ernährt wurden --ist ja bei uns menschen genau so  -erst  dadurch dass wir   nicht  nur pflanzliches zu uns nahmen ,sondern auch fleisch jagten ,  konnte sich unser gehirn  schneller und umfangreicher entwickeln ,

Weiß man auch, wie die Natur auf die Idee gekommen ist?

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@Hallo5439876

Durch Mutationen. Die kommen in der Natur viel häufiger vor als man denkt. Sie probiert viele Dinge aus und nur die aller Wenigsten setzen sich durch, weil sie von Vorteil sind. 

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Es gibt eine Menge nestflüchtende Säugetiere.

Pferdeartige, Gazellen, Rinder, Giraffen, Rehe nur was mir so spontan einfällt.

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@Dackodil

ja  klar   aber  das sind ja auch schon  weiterentwickelte  lebewesen ,die sich schon ihrer lebenssituation angepasst haben -- wie  wr es denn in den anfängen ?

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Und wann genau gab es die ersten lebendgebährenden Tiere?

... Der älteste fossile Beleg für Lebendgebären ist der 380 bis 375 Mio. Jahre alte Fund eines mit einer Nabelschnur mit der Mutter verbundenen Embryos des oberdevonischen Panzerfisches Materpiscis ...

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Viviparie

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