Wie entstand das Leben auf der Erde?

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13 Antworten

Eine "klare" Beschreibung der Entwicklung der Intelligenz würde ganze Bibliotheken füllen und den Rahmen auf dieser Plattform sprengen. Links findest du zwar viele, aber diese gehen natürlich nicht auf jedes Detail ein und du wirst bestimmt von dem, was dort geschrieben steht, enttäuscht sein. Sich ein fachliches Wissen über die Entwicklung des Lebens anzueignen dauert Jahre, da die Wissenschaft außerdem immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt, muss man außerdem ständig am Ball bleiben und sich weiter informieren. Gerade in den letzten Jahrzehnten haben wir so viel neues herausgefunden und finden andauernd noch neueres heraus, wer da nicht auf dem neuesten Stand bleibt, veraltet ziemlich schnell.

Wenn du dich für die Entwicklung der Intelligenz interessierst, dann beginnt diese schon bei der ersten organischen Reaktion auf einen Reiz. Schon ein einzelliger Mikroorganismus reagiert auf Veränderungen seiner Umwelt: auf Temperatur, auf Licht, chemische Prozesse - ganz egal, wenn er so eine Reaktion zeigt, kannst du von Leben sprechen. Und aus der Reizwahrnehmung und -Verarbeitung der einfachsten Lebensformen hat sich deine Fähigkeit entwickelt, diesen Text zu lesen und zu verstehen sowie ihn kritisch zu hinterfragen. Die Reizwahrnehmung ist neben dem Stoffwechsel (Atmung, Ernärhung), der Fortpflanzung, der selbstständigen Fortbewegung und dem Entwicklung (Veränderung und Wachstum, auch der Tod) eines der Kriterien, welche die Definition "Leben" erfüllen muss.

Eine einheitliche Definition des Begriffs "Intelligenz" gibt es dagegen noch nicht. In der Psychologie wird dieser Begriff nur auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen angewendet, in anderen Fachbereichen taucht er aber auch auf, um das Verhalten von Tieren zu beschreiben. Skalas mit Intelligenzbewertungen von verschiedenen Tieren gibt es zuhauf und viele definieren die Intelligenz anders. In manchen "Rankings" stehen die Primaten ganz oben, in anderen auf einer Stufe mit Walen und Rabenvögeln, in manchen übertreffen die Vögel die Primaten und Wale sogar. Es kommt hier immer auf die Kriterien an, welche bei den jeweiligen Tieren untersucht werden: Ist es die Reizwahrnehmung und Verarbeitung? Ist es die Möglichkeit zur Selbsterkennung? Ist es das Lösen komplexer Probleme und Rätsel? Ist es die Fähigkeit zur Kommunikation und Interaktion mit Artgenossen? Die simple und abfragbare Lernfähigkeit von Informationen? Jede Herangehensweise - von denen die hier aufgelisteten noch nicht einmal alle sind - fördert unterschiedliche Resultate zu Tage.

Du siehst also, es ist sehr schwer, an das Thema systematisch heranzugehen. Und gerade diese fehlende Systematik lässt durchaus Platz für den Glauben: Da wir über die Entstehung der Intelligenz nur sehr wenig wissen und gar nicht genau sagen können, WAS Intelligenz eigentlich ist und was sie ausmacht, kann man auch theologisch und philosophisch an diese Fragen herangehen. Hier kann man sehr interessante Diskussionen führen, auch mit Naturwissenschaftlern, aber man sollte egal welchen Standpunkt man selbst hat offen für den des jeweils anderen sein. Wenn du als Gläubiger verlacht wirst, dann frage also, warum du dich in den Augen des anderen gerade lächerlich gemacht hast und stelle klar, dass du dieses Gespräch ernsthaft und offen führen möchtest, um etwas daraus zu lernen. Wenn dein Gegenüber dann einlenkt und ihr fruchtbar diskutieren könnt, kann das euer beider Horizont erweitern.

Gegenseitiger Respekt und Toleranz ist dabei aber eine Grundvoraussetzung, genauso wie ein ansatzweise vorhandenes Vorwissen: Wenn du die Meinung hast, dass es so etwas wie Evolution nicht geben kann, dann weißt du über die Evolution noch zu wenig und kannst ein fruchtbares Gespräch über dieses Thema auf einer offenen Ebene noch nicht führen. In diesem Fall musst du dir zuerst wie oben bereits erwähnt ein gewisses Fachwissen aneignen, viele Bücher dazu lesen, Grundlagen in Entwicklungsbiologie, Systematik und Taxonomie beherrschen und so weiter. Dabei solltest du eine klare Linie zwischen deinem Glauben ziehen und dem, was man empirisch belegen und somit wissen kann. Und ja, es kann miteinander vereinbar sein - aber diesen Schritt zu gehen ist manchmal etwas mühsam.

Wenn dir dieser Schritt gelingt, wirst du vielleicht auch noch keine Antwort auf deine Frage finden. Aber du wirst vielleicht näher an sie herankommen. Wenn dir die Antwort "Gott hat das alles so gemacht" aber reicht, dann ist das schon in Ordnung - das Recht auf diese Meinung hast du. Nur dann solltest du solche Fragen gar nicht stellen. Denn du kannst nicht erwarten, dass andere für dich Antworten beschaffen, die du dann ohnehin nicht hinnehmen möchstes oder auch gar nicht kannst, weil dir die nötige Vorbildung fehlt.

Bodesurry 30.06.2017, 18:26

Es ist eher umgekehrt. Ich hatte bisher meist das Gefühl, die Frage nach der Entstehung des Lebens sei so klar, dass man sie gar nicht stellen musste. Im Sinne von, wer glaubt, dass Gott eine Option wäre, sei von vorgestern. 

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MarkusPK 30.06.2017, 19:25
@Bodesurry

Gott ist keine Option, denn das würde falsche Vorraussetzungen schaffen: dann müsste die Erde und das Leben ENTWEDER durch das direkte Einwirken eines Gottes ODER einer wissenschaftlich nachprüfbaren Abfolge von erklärbaren Ereignissen entstanden sein. Und eben das kann einer Vereinbarkeit von dem, was man wissen kann und dem, was man glauben kann nur im Weg stehen. Folgerichtig führt das einem Menschen, der in diesen Optionen denkt, zu einer Vorverurteilung aller, die nicht seine Ansicht teilen. 

Wenn du selbst schon das Gefühl hast, alles sei klar, dann brauchst du diese Frage wie gesagt nicht stellen. Dann stellt dich dein Glaube allein bereits zufrieden. 

Aber du irrst dich gewaltig, wenn du jeden, der sich wissenschaftlichen Erkenntnissen stellt, als vorgestrig bezeichnest. Diese Menschen gehen viele Schritte weiter als du und sind bereit, ihr Weltbild zu hinterfragen und ständig zu erweitern. Deines hingegen bleibt durch deine Haltung und der Weigerung, diese Erweiterung zuzulassen, jedoch starr und unflexibel. 

Eine starre und unflexible Weltsicht macht einen Lernprozess und die Aneignung von Wissen vollkommen unmöglich, mach dir das bitte klar. Denn Lernen erfordert einen offenen Geist und die Bereitschaft, Neues aufzunehmen. Wer allerdings bereits geistig voll ist und sich nicht mehr zu öffnen vermag, dem bleibt außer seinem Glauben gar nichts. Und aus diesem Grund lachen die anderen so gern.

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In meinen Augen wird man da zurecht ausgelacht, wenn man einen so komplizierten Vorgang mit dem erklären will, was sich vor über 3500 Jahren ungebildete Ziegenhirten im  Nahen Osten ausgedacht haben. In den nun über 3500 Jahren, die seither vergangen sind, konnten die Anhänger dieser Märchen keinen einzigen Beweis dafür und keinen einzigen Beitrag zur näheren Erklärung bringen. Der Erkenntnisgewinn war seither gleich Null.

Die Wissenschaften arbeiten erst seit etwas über hundert Jahren an diesen Fragen und haben jede Menge Erkenntnisse gebracht, die sogar von vielen Gläubigen akzeptiert werden, da sie schlichtweg nicht zu leugnen sind.

Du versuchst jetzt subtil den Wissenschaften an den Karren zu fahren, indem du endgültige und bewiesene Lösungen forderst. Das ist ein absolut durchsichtiges Manöver. Bevor Gläubige, die gar nichts wissen, bei den Wissenschaften bemängeln, dass sie noch nicht alles wissen, sollen sie erstmal mit Erkenntnissen zur Entstehung von Universum, Leben und Geist selber nachlegen, sonst bleibts leider beim Auslachen.

Dass die Entstehung von Leben und Geist theoretisch möglich ist, ohne dass dazu irgendein Gott von Außen eingreifen muss, ist allerdings inzwioschen bewiesen. Wie das im detail praktisch abgelaufen ist, daran wird zur Zeit intensiv geforscht. Sollte auf einem Exoplanet außerirdisches leben gefunden werden, wofür vieles spricht, bin ich mal auf die Ausreden der Gläubigen gespannt, denn laut Bibel oder Koran darf es das gar nicht geben.

Und nebenbei könnten sich die Gläubigen erstmal einigen, welcher Gott eigentlich die Welt geschaffen haben soll. Solange sie sich über diese Frage noch gegenseitig die Köpfe einschlagen, kann einem das Lachen allerdings auch schnell wieder vergehen.

Bodesurry 30.06.2017, 18:29

Es ist eine falsche Unterstellung von Dir, dass ich eigentlich gar nicht an einer Antwort interessiert bin. Und doch ich habe mich schon öfter mit dieser Materie befasst und bleibe auch weiterhin dran.  

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Hamburger02 30.06.2017, 19:02
@Bodesurry

Na dann ziehe ich diese Unterstellung zurück. Es klang halt nach der mir mittlerweile gut vertrauten Argumentation von Schöpfungsgläubigen: "Wie, ihr Wissenschaftler wisst noch nicht alles? Das ist der Beweis, dass es Gott war."

Beobachte selber genau, was sich in diesem Bereich in den Universitäten bzw. der High-End-Forschung so tut und die Wissenschaft ist schon deutlich weiter, als viele "Normalbürger" es ahnen. Der neue Ansatz, Leben als eine dissipative Struktur zu betrachten, hat diesem Forschungsbereich enorme Impulse gegeben.

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Das Leben auf diesem Planeten entstand durch einen Prozess den man als Abiogenese bezeichnet. 

Unser Verständnis dieses Prozesses hat noch lücken, doch diese werden stetig kleiner. Da die Erklärung des ganzen Prozesses hier zuviel Platz einnehmen (und mir zuviel Zeit kosten) würde, hier ein Link der unseren momentanen Kenntnisstand gut darlegt:

https://www.newscientist.com/article/mg21128251-300-first-life-the-search-for-the-first-replicator/

Kurz zusammegfasst: Das Leben entstnd aus einfachen, zu selbst-replikation befähigten Molekülen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ging der ersten Zelle eine Reihe von an Komplexität zunehmenden RNA-Molekülen vorraus und auch das Genom der ersten Organismen war RNA-basiert. 

Die Entwicklung der Intelligenz ist wiederrum ein ganz anderes Kapitel. Es stellt sich schon die Frage wie du Intelligenz definierst, immerhin gibt es zahlreiche Abstufungen ebendieser in der Tierwelt. Von einfachen Reaktionen auf externe Trigger wie z.B. Licht oder Wärme zu komplexen Jagdverhalten oder Sozialstrukturen wie bei unserer Spezies. Intelligenz ist eine Überlegensstrategie, vergleichbar mit einer dicken Panzerung, starken Muskeln oder opponierbaren Daumen. Sie gibt ihren Trägern unter gewissen Bedingungen einen Selektionsvorteil, bringt allerdings auch Kosten in Form von einem größeren Gehirn, einer längeren Entwicklung und einem höheren Energiebedarf mit sich. 

mulano 30.06.2017, 21:39

Ich denke auch das der Prozess der Abiogenese tatsächlich existieren könnte. Deshalb nahm Gott ja auch Lehm (unbelebte Materie) und erschuf daraus Adam. ☺

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dadita 01.07.2017, 12:59
@mulano

Deine Ignoranz ist wie immer erstaunlich mulano. Und nein, dein imaginärer Freund hat den Menschen nicht aus Lehm geschaffen, Odin Allvater hat ihn aus Holz geschnitzt. Also wirklich. 

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Bodesurry 01.07.2017, 07:46

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. 

Für mich sind Tiere, z. B. bei der Futtersuche, recht "intelligent". Interessieren würde mich, wie es mit der spezifisch menschlichen Intelligenz aussieht. 

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dadita 01.07.2017, 13:01
@Bodesurry

Die menschliche Intelligenz isz ebenfalls eine Überlebensstrategie. Kombiniert mit opponierbaren Daumen war sie ein enormer Selektionsvorteil für unsere Spezies.

Klimatische Veränderungen haben unsere Vorfahren dazu gezwungen die Wälder Afrikas zu verlassen und in die Savanne zu ziehen. Dort mussten sie sich neue Nahrungsquellem erschließen, vor allem Fleisch. Intelligenz ist bei der Jagd ein enormer Vorteil. 

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nax11 01.07.2017, 14:08
@Bodesurry

@ Bodesurry

Wir wissen derzeit garnicht, ob wir wirklich die einzigen, intelligenten (im Sinne menschl. Int.) Lebewesen der Erde sind?

Delphine/Wale haben eine komplexe Sprache und zeigen ein Verhalten, das wir beides bisher nicht zweifelsfrei entschlüsseln konnten.

Es gibt beispielsweise Filmaufnahmen von Orcas, die ein strategisches Jagdverhalten zeigen, das man eigentlich nur mit recht hoher Intelligenz erklären kann.

Oder ein älteres Phänomen: Mitte des 19.Jahrhunderts, zur Zeit des exzessiven Walfangs wurden Pottwale beobachtet, die gezielt und ausschließlich Walfangschiffe angriffen und versenkten. Die Rettungsboote der Walfänger haben sie nicht angegriffen. Das ist kein typisches Raubtierverhalten.

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Zur Entstehung des Lebens kann ich dir dadidas Antwort empfehlen.

Ich gehe hier nur auf einen Aspekt ein, den du in deinen Kommentaren mehrfach gefragt hast: nämlich nach der Intelligenz?

Diese Frage ist Gegenstand der aktuellen Forschung, aber letztlich kann sie dir niemand beantworten. Das Problem ist, daß wir dabei nicht nur nach der physischen Struktur unseres Gehirns, sondern nach den Denkprozssen an sich fragen. Ob das überhaupt geht ist noch nicht geklärt?

Die KI-Forschung befaßt sich derzeit mit der Simulation von Intelligenz. Sie versucht also, ähnliche Ergebnisse künstlich zu erzeugen, aber sie kann nicht sagen wie Intelligenz (im Sinne unserer) wirklich funktioniert.

Obwohl ich ansonsten dem Fortschritt sehr positiv gegenüber stehe, bin ich bezüglich künstlicher Intelligenz sehr konservativ. Ich weiß nämlich wie Menschen mit dem umgehen was machbar ist - "wie eine A-Bombe funktioniert wissen wir, also bauen wir sie!"

Wenn wir den menschlichen Intellekt irgendwann im Detail verstehen, dann können wir nämlich auch eine reale, individuelle KI programmieren. Diese, programmiert von Menschen, wäre uns ähnlich und vermutlich nicht sehr bekömmlich.

Bisher bin ich guter Hoffnung, daß unser Intellekt sich der Selbstanalyse konsequent entzieht!

Gruß

Bodesurry 01.07.2017, 16:25

Wie recht Du hast. Nein, ein progammierbaren Menschen wünschte ich mir auch nicht. 

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So einen link wirst du nicht bekommen, das liegt dadran, dass die entstehung von leben noch nicht vollständig geklärt ist, es gibt aber einige theorien dazu und auch experimentelle befunde, solche links wirst haufenweise bekommen, aber selbstrecherche sollte auch sein, bei youtube findest du genug videos und seriöse dokus dazu! Wir wissen heutzutage vieles, aber es gibt noch lücken, die geschlossen werden müssen, gläubige glauben, da wo die lücke ist, ist gott, aber unwissenheit ist kein beweis für gott, das sollte dir klar sein! Ich rede aber hier nur über die entstehung von leben, die entstehung der intelligenz ist das produkt der evolution, auch da empfehle ich dir einfach selbst nach dokus bei youtube zu gucken! Wichtig ist, dass du selbst recherchierst, aus meiner erfahrung bei gesprächen mit gläubigen, habe ich gemerkt, dass menschen, die sich mit dem thema eigenständig befassen wesentlich mehr davon haben und ihre ablehnende haltung gegenüber wissen eher überwinden! Lg

Bodesurry 30.06.2017, 20:00

Selber mit dem Thema habe ich mich natürlich befasst. Beim Thema Intelligenz bin ich allerdings nicht weitergekommen. Das heißt, ich sah nur Webseiten, bei denen stand, viele sei noch fraglich. Nun habe ich gehofft, deshalb auch die Frage, ich bekäme Links, die mir mitteilen, ganz klar so oder so war die Entwicklung. Denn ich wurde so oft belacht, wenn ich die Möglichkeit von Gott erwähnte. Deshalb dachte ich, es würde zahlreiche solche Hinweise auf eine evolutionäre Entwicklung geben. 

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Lazybear 01.07.2017, 03:40

naja auf die evolutionäre entwicklung gibt es tatsächlich genug beweise, dass wir einen schöpfungsakt zumindest so wie er in genesis steht ausschließen können! hmm also ich würde sagen, dass du um fachliteratur nicht vorbeikommst, ich studiere physik/chemie, die tipps die du brauchst sollten eher von bio leuten kommen, lass dir von denen ein paar bücher empfehlen! lg

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Wenn man als Gläubiger 

du meinst, du bist ein Glaubender nicht
https://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4ubiger
Ansonsten wirst du kaum einen nachvollziehbaren Beleg für die Entstehung des Lebens aufgrund physikalischer Gesetze aus unbelebter Materie bekommen - nur Hoffnung, daß man noch dahinter kommen wird.
"Intelligenz"  (im weitestem Sinne) ist mit Leben gegeben.
Geistige Fähigkeiten, z.Bsp. daß man sich selbst hinterfragen kann oder Dinge welche nicht aus den Seinserfahrungen gegeben sind (Gott ?),  wohl nicht.

Intelligenz auf der Erde? Wo? ...

Okay, Spaß beiseite. Auch gläubige Christen haben mit der ganz naturwissenschaftlichen Sicht einer chemischen, biologischen und kulturellen Evolution keine Probleme (abgesehen von einer Handvoll verbohrter Kreationisten). Das aber ist Stoff vieler Lehrbücher, das kann man nicht in einem Fragenforum beantworten.

Bodesurry 30.06.2017, 18:32

Entstehung des Lebens auf der Erde ist die eine Sache. Denken und fühlen des Menschen eine etwas höhere. Gibt es da aus naturwissenschaftlicher Sicht Beweise?

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botanicus 30.06.2017, 18:50
@Bodesurry

Natürlich. Denken und fühlen sind ebenso biologische Vorgänge, die man untersuchen und deren Entwicklung man nachzeichnen kann. Der Mensch ist nicht das einzige Wesen, das Intelligenz und ein Ich-Bewusstsein hat, wenn dies auch eine evolutionär relativ neue Errungenschaft ist, die sich bei uns in extremer Weise gebildet hat.

Schließlich sind wir auch Tiere.

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Theisten machen sich das zu einfach: "Märchenonkel hatte lange Weile und macht Schnipps und das Leben war da"

In Wahrheit ist es viel komplizierter.

Man hat auf weit entfernten Kometen schon Teile von Aminosäuren nachweisen können.

Wenn man jetzt überlegt, dass die bei uns einschlugen, dann ist "das Leben" nur noch eine logische Konsequenz daraus, sofern die Erde in einer habitablen Zone ist (was sie ist).

Intelligenz ist nun wieder was anderes. Leben heißt ja nicht gleich Intelligenz.

In der Drake-Gleichung wird mit fi der Faktor beschrieben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für intelligentes Leben ist. Einige würden da 1 einsetzen, da sie davon ausgehen, dass aus Leben irgendwann immer auch intelligentes Leben werden kann. Das sehe ich etwas kritischer. Ich bin der Auffassung, das unter schwierigeren Umständen auch nur Mikroorganismen oder kleine Pflanzen, Algen, Insekten existieren könnten.

Aber das ist Spekulation.

Wie das Leben auf die Erde kam, habe ich nach meiner Auffassung beschrieben. Halte ich jedenfalls für sehr plausibel.

An mystische Zauberer glaube ich prinzipiell nicht.

Viktor1 30.06.2017, 20:08
 Teile von Aminosäuren 

irgendwo und dann soll Leben auf der Erde die logische Konsequenz sein ? Wo hast du Logik gelernt ? Ist nicht dein Ding.

Theisten ..einfach.Schnipps und das Leben war da"

Ziemlicher Quatsch. Es mag da einige "Bibelgläubige" (auch Kinder ) geben die so denken, die meisten Gottgläubigen i.R. nicht.
Es gibt also keinen Grund dich dahingehend wichtig zu machen.

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Omnivore14 30.06.2017, 20:12
@Viktor1

Wo hast du Logik gelernt ?

Grundlagen der Informatik, erstes Semester. Sonst noch Fragen?

die meisten Gottgläubigen i.R. nicht.

Natürlich denken Gottgläubige so. Wie es wirklich war interessiert die doch gar nicht.

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Intelligenz (in der Art, wie wir den Ausdruck heute verstehen) hat sich im Lauf von Jahrmillionen allmählich in tierischen (eventuell auch gewissen pflanzlichen) Organismen herangebildet. So würde ich mindestens allen Wirbeltieren (aber z.B. auch etwa Kraken) klar eine Intelligenz zuschreiben, welche diese Tiere befähigt, sich zielgerichtet zu bewegen, nach Nahrung zu suchen, sich vor Feinden zu verstecken etc.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenz#.C3.9Cbertragung_in_die_Zoologie_und_Botanik

Bodesurry 30.06.2017, 18:42

Was ich jetzt nicht gelesen habe, ist der Uebergang von der tierischen zur menschlichen "Intelligenz". 

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rumar 30.06.2017, 19:48
@botanicus

Klar, genau so habe ich das auch gemeint !  Wer meint, Intelligenz sei eine Errungenschaft des "homo sapiens", hat leider einiges noch nicht begriffen.

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Das Buch "Lebensraum Universum" (Springer-Verlag, 2017) geht sehr eindrücklich mit diesem Thema (und nur auf die Erde bezogen) um und verweist zusätzlich (der Name sagt es ja schon), dass die Entstehung von Leben aus Nicht-Leben vermutlich kein einmaliger Prozess ist, rein biochemisch und astronomisch betrachtet. Vielleicht findest du in diesem Buch Antworten, die dich zum weitern Nachdenken anregen oder auch Sachen, die du kritisieren willst. Ich kann es nur empfehlen, egal wie du das Buch dann auslegen willst. 

Bodesurry 30.06.2017, 18:45

Kann man das Buch schon beziehen? Bei Buch.de ist es noch nicht lieferbar. 

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escapewoods 01.07.2017, 08:38
@Bodesurry

Hm, ich habe es auf Englisch gelesen, soweit ich sehe kommt es auf Deutsch noch raus (ist ja das aktuellste Buch dass es diesbezüglich gibt), würde es auch auf Deutsch empfehlen weil da mehr Infos drinnen sind (da neuer), so sehe ich das zumindest in der Beschreibung. Aber bei Amazon sehe ich z.b. dass man es vorbestellen kann auf Deutsch. Und ich habe jetzt mal bei meinem Buchladen im Internet geschaut (Hugendubel), da kann man es auch problemlos vorbestellen und man bezahlt es dann, wenn es angekommen ist und man es abholt. Geht das ? 

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Wenn man als Gläubiger die Entstehung des Lebens Gott zuschreibt, dann wird man rasch verlacht.

Ist ja auch klar, alleine schon die Vorstellung ist lächerlich

Gerne warte ich nun auf Links, die klar beschreiben, wie die Intelligenz auf der Erde kam.

Evolution ist die Ursache von Intelligenz. Wenn Intelligenz für eine Spezies von Vorteil ist, setzt sie sich durch. Das ist ein ganz einfaches Prinzip.

Bodesurry 01.07.2017, 07:55

Genau diese Antwort habe ich bisher nicht bekommen. Tierische Intelligenz ja, aber spezifisch menschliche nicht. 

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TroIIinger 01.07.2017, 08:02
@Bodesurry

Tier und Mensch lassen sich anhand ihrer Eigenschaften nicht klar trennen. In den letzten Jahrzehnten hat sich herausgestellt, dass viele Tiere Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, die man in der Vergangenheit für exklusiv menschlich hielt. Liebe, Mitgefühl, Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zu abstraktem Denken, Sprache und vieles mehr hat man bei verschiedenen Tieren (Vor Allem Papageien, Rabenvögel und Menschenaffen) nachweisen können.

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Intelligenz ist kein Synonym für Leben.

Du möchtest also gern glauben, die Intelligenz sei durch das Essen einer Frucht über die Menschheit gekommen? Und alle anderen Lebewesen verfügen demnach nicht über Intelligenz?

Beschäftige dich mit Evolution!

Bodesurry 30.06.2017, 18:50

Habe ich ;-) 

Doch, ich glaube, dass Tiere über eine Art Intelligenz verfügen. Der Ideenreichtum z. B. von Vögeln bei der Suche nach Essen im Rahmen von Experimenten begeistert mich sehr. 

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stine2412 30.06.2017, 22:14
@Bodesurry

Ja, Bodesurry, so etwas erstaunt und begeistert mich auch immer wieder - wie Tiere, um an Nahrung zu kommen, einiges veranstalten können. Irgendwoher müssen sie  die Möglichkeit dazu ja bekommen haben.Aber es geht ihnen eben um Nahrung! Ich habe noch von keinem Tier gehört, das nach dem Sinn des Lebens fragt, wieso, weshalb, warum so etwas ist oder das, ausser einfachen Hilfsmitteln, z.B. Häuser bauen , Motoren herstellen kann, Berechnungen anstellt oder Geschichten schreiben kann.

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Also wie dein Leben entstanden ist, könnte ich dir erklären.

Bodesurry 30.06.2017, 18:52

Du wirst es nicht glauben, da habe ich schon ein paar Erkenntnisse. Sogar so viele, dass es zu einer Tochter gereicht hat. 

Danke für dein Angebot ;-)

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