Wie entscheidet sich im krieg wer die gute und wer die böse seite ist?

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13 Antworten

Ganz einfach: jede Seite

Beide Seiten sind der Meinung sie sind im Recht und der andere ist der Böse. Entsprecht stehen (hoffentlich) ihre Verbündeten mit der gleichen Einschätzung hinter ihnen. Wer am Ende (z.B. in den Geschichtsbüchern) der Gute oder Böse war hängt dann damit zusammen, wer was machen wollte und wie die "Welt" dazu steht.

 

Jede Seite nimmt für sich in Anspruch, richtig zu handeln, im Recht zu sein, das recht zu haben....

Nachdem Krieg wird dann der Verlierer automatisch zum "Bösen" erklärt. Denn wer die Macht hat, entscheidet, was "gut" oder "böse" ist. 

Grundsätzlich kann man sagen, dass die wenigsten Menschen aus dem Bewusstsein heraus handeln, etwas "böses"zu tun. Selbst wenn sie Dinge tun, die sie von anderen so nicht akzeptieren würden, finden sie für sich selbst doch "gute" Gründe, so zu handeln.

Was gut oder böse ist, kann man zu beurteilen, wenn man eine übergeordnete Sichtweise hat, über den Dingen steht und sich nicht von persönlichen Interessen verwirren lässt.

Das liegt ganz in den Interessen.

Als die Christen ihre Kreuzzüge gemacht haben war es für die das Gute, alle ungläubigen zu übezeugen und den Rest auszumustern, für die andere Seite waren sie die guten und die Christen die Bösen, die alle von ihrem Glauben überzeugen wollten. So ist das immer

Bei Historischen Ereignissen wird es ja meistens durch den Gewinner überliefert und auch dementsprechend formuliert.

Wenn wir in die heutige Zeit blicken ist ein Krieg ja ein großer Interessenkonflikt und da ist immer die eigene Sichtweise entscheident, wer gut und wer böse ist

Funmichi 29.07.2016, 08:19

Das krasse ist, dass man diese sichtweise sogar auf terroristen übertragen kann und damit aus ihrer sicht eine gute absicht, und aus unserer sicht eine böse absicht erkennen kann.

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Ahzmandius 29.07.2016, 17:33

Ausmustern, wohl eher abschlachten

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Das entscheidet ausschließlich der "Gewinner", denn dieser schreibt im nachhinein die Geschichte.

Bzw. werden Kriegshandlungen vom eigenen Land meist irgendwie gerechtfertigt, während die der Gegnerländer oft dämonisiert werden.

Krieg ist ein Konflikt bei dem egal ist wer Recht hat. Es gewinnt wer ihn überlebt.

Jeder, der von etwas überzeugt ist, wird dir sagen, dass er im Recht ist und "gut" ist und dass die, die eine gegenteilige Meinung vertreten die "Bösen" sind. Von daher entscheidet jeder für sich selbst, wer "gut" und wer "böse" ist. Da unserer Entscheidungen von unserem Umfeld, bewusst oder unbewusst, beeinflusst werden, liegt auf der Hand, zu welcher Seite man tendiert, eben je nachdem, wo man lebt.

Im Krieg sind moralische Werte ungültig. Da geht es nur noch um das Recht des Stärkeren.

Wer Kriege beginnt ist Böse, es gibt immer andere Wege Konflikte zu lösen. Sich gegenseitig umzubringen ist kompletter Irrsinn.

Funmichi 29.07.2016, 08:26

Warum ist es dann die regel dass dies passiert? Wieso gibt es in voneinander unabhängigen kriegen immer wieder die gleichen kriegsverbrechen wenn es kompletter "unmenschlicher" irrsinn ist?

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DanBam 29.07.2016, 08:31
@Funmichi

Wir sind als Spezies "Homo sapiens" unfähig unsere eigene Welt zu beschützen, wie sollen wir uns dann vor uns selbst beschützen? Im Sinne unseres Planeten wünschte ich mir manchmal, dass ein paar Aliens kommen und die würden für Frieden sorgen. 

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Es entscheidet, wer für das richtige eintritt. Die IS kennt keine Menschenrechte, weshalb viele flüchten. Wir haben ein Grundgesetz, kennen Zurückhaltung und nehmen viele Flüchtlinge auf, welchen wir Obdach gewähren. 

Es ist deutlich ersichtlich, wer die guten sind. Aber Krieg bleibt immer Krieg. Es gibt tote. Man kann es eigentlich nur Schadensbegrenzung nennen.

Funmichi 29.07.2016, 08:16

Die IS steht auch für ihre eigene weltsicht ein und kämpft für diese. Aus ihrer perspektive bzw etwas empathie sieht man die guten absichten. Da diese aber gegen uns gerichtet sind, empfinden wir diese als böse absichten.

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Klaudrian 29.07.2016, 08:17
@Funmichi

Wir verrichten aber keine Selbstmordanschläge gegen die Bevölkerung, wo sich raus halten will. Des weiterem flüchten die Leute nicht ohne Grund, da sie frei leben wollen. Dafür stehen sie automatisch auf der Abschussliste.
Vertrittst du bitte die IS oder wie? 

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Funmichi 29.07.2016, 08:20
@Klaudrian

Nein ich vertrete eine neutrale sichtweise. Es gibt kein gut&böse, es gibt nur interessen&bedürfnisse.

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Klaudrian 29.07.2016, 08:23
@Funmichi

Das sehe ich anders. Es gibt gutes oder böses. 
Nicht ohne Grund gibt es ein Grundgesetz. Es soll ein friedliches zusammenleben sichern. Ein friedliches zusammenleben ist für mich etwas gutes. Anders die totale Unterordnung in der IS oder auch damals im Nationalen Deutschland. Man wird/wurde für eine andere Sichtweise erschossen. Noch trauriger ist, dass man mit der Person nicht mal in ruhe seine Sichtweise teilt. Nein. Es ist ein Schwarz/Weis denken. 

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Funmichi 29.07.2016, 08:28
@Klaudrian

Wenn im krieg scheinbar korrekte menschen an vergewaltigungen& völkermorden beteiligt sind ist das genauso schlimm wie ein selbstmordanschlag der terroristen. Nicht nur 2.weltkrieg, sondern auch heute noch im modernen krieg.

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Kitharea 29.07.2016, 08:43

Du siehst nur die aktuelle Situation. Und wen auch immer du als "Gegner" siehst - er macht das nicht weil er denkt ihm ist langweilig. Auch die IS verfolgt ihre eigenen Ziele genauso wie der Westen. Hätten die USA die IS damals nicht mit Geld und Waffen unterstützt - gäbe es jetzt auch keine Terroristen. Im globalen Waffenhandel spielen ALLE zusammen. Nicht umsonst ist die einzige Möglichkeit eine Wirtschaft, die auf ewigem Wachstum basiert wieder ins Lot zu bringen, ein Krieg der alles nicht vorhandene Geld zu vernichten scheint.
Auch wenn man hingeht und das "Böse" (was es für mich so nicht gibt) - genauso wenig wie das allumfassende "Gute" der IS in die Schuhe schieben würde ist das nicht so einfach wie du das darstellst.
Gäbe es keine IS gäbe es jetzt keine Flüchtlinge. Ich kann dir versichern dass Otto-Normalbürger in dem Land dort auch einfach nur seine Ruhe haben will. WIR haben nichts zu sagen. Aber Politik, Wirtschaft und Machthaber wollen diesen Krieg. Das ist auch der Grund warum diverse "Länderchefs" mal böse und dann auf einmal wieder gut dargestellt werden in den Medien. Das ist nichts anderes als Meinungsheischerei. Lies mal 1984. GENAU so läuft es bei uns was Meinungsmache betrifft. Wir wissen gar nichts weil uns nur das gesagt wird was die Oberen wollen dass wir denken.
Und wenn du hier Europa so verherrlichst - man muss nicht einmal zurückgehen zu den Religionskriegen. Was ist mit Griechenland? Die Griechen waren seit Ewigkeiten eins der glücklichsten Länder dieser Welt. Dann ein paar Tage Medien und auf einmal waren sie alle faul, korrupt, hinterhältig und neidisch. Was bilden wir "Europäer" uns ein, dass wir ein Land dass seit Jahrhunderten ein sowohl kulturell als auch menschlichkeitstechnisch eine Hochburg ist, von einen Tag auf den Anderen abwerten NUR weil die nicht so leben wie wir denken dass es "Gut" ist.
Europa ist insofern gut, dass es noch auf die Menschenrechte achtet und so tut als wären ihm einzelne Menschen wichtig - das Sozialsystem ect. - wunderbar. Aber unsere Überheblichkeit im Bezug zu anderen Ländern die halt nicht so leben wie wir aber dafür glücklich sind - ist abstoßend.
Die Griechen sind also die Bösen. Haben kein Geld mehr. Die Mütter geben ihre Kinder ab weil sie sich das nicht mehr leisten können. "Wir" guten spenden. Und was bringt es den Griechen ? Gar nichts - sie sind angeblich schuldenfrei weil das ganze Geld das wir dummen Bürger gespendet haben - sofort zurück nach Europa ging um der Wirtschaft hier die ausstehende Schuld zukommen zu lassen. Dem einzelnen Menschen in Griechenland ist nichts geblieben. Meine Meinung - statt einem Rettungsschirm hätte Griechenland einfach sagen müssen "Ey Europa ihr könnt uns mal - uns ist der Mensch hier wichtiger als unsere Schulden - wenn ihr uns so nicht wollt gehen wir halt". Aber das hat auch dort keiner getan - weil aktuell Geld überall wichtiger ist als der einzelne Mensch. DAS ist böse. Aber daran tragen wir einen großen Teil Schuld - wodurch es angeblich wieder gut wird....

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Terroristen sind Personen, die Krieg gegen Menschen führen, die nicht einmal wissen dass sie im Krieg sind. Sie kämpfen feige gegen Zivilisten und Unschuldige, weil sie bei einem Militärschlag keine Chance hätten.

Bei normalen Kriegen denkt jede Seite, sie wäre die Gute, und der andere ist Böse. Im Geschichtsbuch steht dann meist der als der Gute drin, der gewonnen hat. Außer die Geschichte dreht sich paar Jahre später doch noch mal.

Funmichi 29.07.2016, 08:23

Im krieg gibt es völkermord und angriff auf zivilisten, selbst vom westen. Ist das besser?

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Lichtpflicht 29.07.2016, 08:34
@Funmichi

Wie seltsam, dass du Terrorismus gleich automatisch mit "gegen den kriegführenden Westen gerichtet" gleichsetzt...

Ich sprach von jedem Terrorismus! Und jeder Terrorismus ist feige, sei es ISIS, sei es RAF oder IRA usw.

Und Krieg habe ich nicht bewertet. Ich spreche von allen Kriegen. Es gibt faire und unfaire Kriege, welche mit Zivilistenschaden, welche ohne....

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rr1957 29.07.2016, 09:12

lies mal lieber nach, wie "Terrorist" wirklich definiert wird

(z.B. was Wikileaks macht, oder was Edward Snowden gemacht hat, wird offiziell auch unter Terrorismus gerechnet ... jedenfalls im englischsprachigen Bereich)

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Die Gewinner entscheiden, wer gut und wer böse ist. Klar kann man durch Propaganda seine Seite als die Guten hinstellen, z.B dachte die Wehrmacht auch, dass sie sich gegen die Polen verteidigen und ein Verteidigungkrieg ist legitim. War aber desinformation, also ein Angriffskrieg, daher waren sie die Bösen.

Im Moment des Krieges ist jeder für sich der Gute. Im Laufe der Geschichte ist immer der der Gute, der gewonnen hat.

Das ist Ansichtssache was für die einen gut ist, ist für die anderen Böse.
Beispiel im 2 Weltkrieg waren die Deutschen für die Russen böse und andersrum. Aber die deutschen haben sich als die guten gesehen und die Russen als böse.

Im Krieg gibt es keine gute und keine schlechte Seite.

Im Krieg und nach einem Krieg gibt es nur verlierer.

Funmichi 29.07.2016, 08:14

Es gibt gewinner, die die verlierer unterjochen. Ein altbekanntes prinzip.

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CiaoMerkel 29.07.2016, 08:15
@Funmichi

ja, ohne witz, natürlich gibt es gewinner

für die usa war der 2.wk zb ein glücksfall sondergleichen

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Griesuh 29.07.2016, 08:16
@Funmichi

Auf den ersten Blick magst du recht haben. Aber...... hier gilt es weiter zu denken.

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Caleya 29.07.2016, 08:20
@CiaoMerkel

Für die unendlich vielen Toten, die auch die USA zu beklagen hatten, war der 2. Weltkrieg mit Sicherheit kein Glücksfall sondergleichen, geschweige denn für ihre Familien. Mit solchen vorschnellen Aussagen sollte man sehr vorsichtig sein.

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