Wie entscheidet ihr euch beim Autokauf?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der letzte Autokauf ist noch nicht allzu lange her, weshalb das Thema noch gut präsent ist.

Zunächst allgemein:

Gewisse Präferenzen im Hinblick auf Marken / Modelle hat man ja irgendwie immer. Auf denen lag zwar der Such-Fokus, aber ich habe mich trotzdem gezwungen auch über den Tellerrand hinauszublicken. Das würde ich jedem nur empfehlen, da ich dadurch drei interessante Fahrzeuge fahren konnte, in welche ich sonst niemals verirrt hätte :) Einmal wurde ich dabei auch sehr positiv überrascht :-)

Bei der Kaufentscheidung gibt es vermutlich nur wenig Neues für dich.

- Budget festlegen

- Kriterien definieren (= Zweck des Fahrzeugs, Grösse, Platz, Alter, "must haves", "nice to haves", Motorisierung, Antriebsart, Getriebe, No-Gos, wem es wichtig ist, evtl. noch der Verbrauch, etc...)

- Viel Recherche zu den Fahrzeugen die nach den ersten Kriterien in die engere Auswahl kommen

- Suchabos auf den grossen Plattformen und dann regelmässig Fahrzeuge ansehen + Probefahrten machen

- Sich nicht drängen lassen und sich nicht selbst unter Druck setzen, sofern nicht dringenst ein (neues) Fahrzeug benötigt wird. 

- Bedingt teile ich auch die Ansicht von "vierfarbeimer". Auch wenn ich die Aussage "Autokauf ist eine rein emotionale Sache" viel zu pauschal finde, hat er nicht ganz unrecht. Sofern man ein Fahrzeug nicht komplett nüchtern als Nutzgegenstand betrachtet, wird die Kaufentscheidung auch von den Emotionen beeinflusst.

- Am Ende dann die Überlegung,in welchem Fahrzeug ich mich am wohlsten gefühlt habe, wo ich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bekomme und was mein Bauchgefühl zum Fahrzeug / Kauf / Verkäufer / Servive / etc.. meint. 

Ok, danke für deine sehr ausführliche Einschätzung, ich schwanke zwar immer noch zwischen vier Stück, allerdings denke ich, dass ich mich eventuell zu viel hetzen lasse, da mein jetziger schon etwas ''angestaubt'' ist. Aber schön, dass du dir so viel Mühe gemacht hast :D

0
@Shepardo01

Ja, Hut ab vor der Ausführlichkeit der Antwort. Ich stelle daher fest, dass ich offenbar sehr einfach gestrickt bin. Was ich allenfalls in meiner Antwort vergessen habe, ist logischerweise das Budget. 

Sonst hätte ich ein Extra-Grundstück mit ca. 20 Fahrzeugen im Wert von...na ja, einfach sehr hoch.

0

Ich bin Fahrzeugbau-Diplom-Ingenieur und ich hoffe ich kann dir helfen:

Folgende Punkte sind maßgebend für den Autokauf:

  • Verbrauch
  • Leistung
  • Ausstattung
  • Wirtschaftlichkeit (Ein Auto mit 2000kg Eigengewicht und dafür 300PS ist unwirtschaftlich z.B Buick Park Avenue)
  • Zuverlässigkeit
  • Image des Herstellers
  • Qualität der Bauteile
  • Innovation und Technologie
  • Kompetenz und Historie des Herstellers
  • Preis/Leistung - Verhältnis

Ich fange mal beim Image an:

Während Hersteller wie BMW und Ford sich mit der Abgas- und Motortechnologie exzessiv auseinandersetzen lügt VW dem Kunden einfach eiskalt ins Gesicht. Alleine aus diesem Grund fällt VW und seine Sub-Marken für mich weg.

Innovation und Technologie: Beispiele hierfür:

BMW: Wasserstoffmotor, Elektrofahrzeuge, moderne experimentelle Motoren (turbogeladene Dreizylinder), das Vision Next 100 - Projekt in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce und Mini.

VW/Audi: Haben eine lange Zeit das anfällige Pumpe - Düse System verbaut, bauen erst seit einigen Jahren statt P-D CommonRail ein. Keine Wasserstoffmotoren, die Elektro-Audis sind kaum verbreitet

Ford: Baut EcoBoost-Motoren. Man könnte diese Ecoboost-Motoren als Turbobenziner abstempeln, jedoch würde man sie damit mit den TFSI-Schrott von VW/Audi in eine Schublade stecken. Der 1,0 l Ecoboost-Motor gewinnt seit 2012 durchgehend den Preis "Internationaler Motor des Jahres", ist sparsam, modern und effizient.

Verbrauch, Leistung sollte klar sein.

Ausstattung und Preis/Leistung:

Der Ford Mondeo Vignale ist die Luxusversion des Ford Mondeo.

Ich würde sagen, dass man den Audi A6 mit dem Mondeo Vignale vergleichen kann, ABER: der Mondeo hat den moderneren, innovativeren Motor und kostet weniger. 

A6: 45000€ Basismodell, Basisausstattung.

Ford Mondeo Vignale: 35000€ als Vignale-Ausführung (Luxusaustattung)

Kompetenz und Historie des Herstellers:

Ford ist einer der ältesten Automobil-Hersteller der Welt. Mit dem Model T hat Ford den PKW-Bau geprägt. Ford hat sich aufgrund der hohen Qualität und der innovativen Technik, die immer dem Jahr in dem gefertigt wurde entspricht und auch im Gegensatz zu manchen Konkurrenten immer funktionsfähig war und ist.


Wenn du zu den anderen Punkten Fragen hast, lass einen Kommentar da.

Meine Marken-Empfehlungen als Fahrzeugbau-DiplomIngenieur : 

  1. BMW
  2. Ford
  3. Volvo
  4. Mazda
  5. Tesla (Elektro)

VW und seine Sub-Marken aufgrund des Abgasskandals, schlechter DSG-Getriebe (S-Tronic), störanfälligen TFSI-Motoren, kaum Forschung fällt für mich als Techniker weg. Wir leben im Jahr 2017 und sollten langsam wach werden, dass Erdöl begrenzt ist und dass wir nur diesen Planeten haben und mit ihm sorgsam umgehen sollten.

Meine Antwort macht nur für die Wahl der richtigen Marke sinn. Deinen Einsatzzweck musst du natürlich selber kennen.

VW und seine Sub-Marken [...] kaum Forschung

Spätestens an dieser Stelle werden deine arg mit Scheuklappen behafteten Auslassungen vollends lächerlich. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/funde-ausgaben-vw-steckt-weiter-milliarden-in-die-forschung/14733746.html

Warum du ausgerechnet ein in chinesischer Hand befindliches Unternehmen (Volvo) favorisierst und Mercedes-Benz überhaupt nicht erwähnst, wird wohl dein Geheimnis bleiben.

0
@Unharmonium

Mir fehlen hier Toyota, Subaru, Hyundai,....

Die Zuverlässigsten und Innovativsten Hersteller vergisst du.

BMW und Hybrid? In irgendeinem überteuerten, unpraktischen Modell. Toyota: Massenproduktion für fast jedes Modell zu Preisen, wo du bei BMW gerade mal nen Kaffee bekommst. Die Hybride sind dafür bekannt, dass immer mehr dazu kommen, die 7-stellige Kilometerstände haben.

Subaru hat den Weltweit einzigen Boxer-Diesel, den Weltweit besten Allrad, die Fahrzeuge gehören zu den Zuverlässigsten der Welt. 

Deine Argumente sind von vorne bis hinten Widersprüchlich.

Wirtschaftlich ist an BMW nichts. Es ist billiger, sein Leben lang ein Auto zu fahren, als sich alle paar Jahre nen neuen zu kaufen.

Dazu kommt: 50 Jahre alter Diesel-Verbrauch: 8 Liter. Da kommen viele BMWs nicht drunter. Eher drüber. Außerdem ist es auch schädlich, immer wieder neue Auto kaufen zu müssen.

Ich weiß nur, dass sich bei deiner Liste meine Nackenhaare aufstellen. 

Spätestens bei Tesla bekommt man dann das Kotzen, wenn man im nächsten Satz über Umwelt redet....

2

Im ersten Schritt habe ich einen Preisrahmen definiert, Muss-Kriterien für die Ausstattung, ein Höchstalter, eine maximale Laufleistung sowie die Antriebsart. Damit habe ich bei mobile.de und Autoscout 24 Suchen laufen lassen, die jeweils ca. 80 Kandidaten ergaben, von denen ca. 40-50 auf beiden Seiten auftauchten.

Anschließend habe ich alle Fahrzeuge, deren (Norm-) Verbrauch unter dem meines jetzigen Autos liegt, in eine Excel-Liste eingetragen und für die einzelnen Merkmale Punkte vergeben (mit Bonuspunkten für bestimmte Ausstattungsmerkmale). Das waren dann wiederum ca. 80 Autos.

Aus den Punkten und der Relation Punkte pro Euro habe ich dann meine Favoriten herausgefiltert. An dieser Stelle habe ich mir eine gewisse Subjektivität erlaubt und Kandidaten ignoriert, die ich einfach nicht so ansprechend finde.

Nachdem ich mir drei Autos angesehen hatte, habe ich die Kilometerbegrenzung gestrichen, den Preisrahmen nach oben erweitert und weitere Ausstattungsmerkmale als Muss definiert.

Auf dieser Basis suche ich aktuell weiter und hoffe in Kürze ein tolles Auto zu erstehen :-)

Was möchtest Du wissen?