Wie empfindet man Freude, wenn man weiß, dass es noch besser sein könnte?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass du dich nicht entscheiden kannst. Dass du dir selbst nicht zutraust oder zubilligst, dass deine Meinung /Einschätzung die richtige, stimmige ist, die so für dich - egal was andere sagen, meinen- in Ordnung ist.

Trau dir selbst über den Weg mit deinem Urteil. Daneben können ja andere Einschätzungen bestehen bleiben, ohne dass du derselben Meinung sein musst oder dieselbe annimmst.

Und höre auf immer zu vergleichen, das ist der Anfang vom Ende der Zufriedenheit.

Es gibt ein tolles Gedicht von Robert Gerhardt immer

Immer einer behender als du. Du kriechst Er geht. Du gehst Er läuft. Du läufst. Er fliegt: Einer immer noch behender.

Einer immer begabter als du. Du liest Er lernt. Du lernst Er forscht. Du forscht Er findet: Einer immer noch begabter.

Immer einer berühmter als du Du stehst in der ZEITUNG. Er steht im Lexikon. Du stehst im Lexikon. Er steht in den Annalen. Du stehst in den Annalen. Er steht auf dem Sockel: Einer immer noch berühmter.

Immer einer betuchter als du. Du wirst besprochen. Er wird gelesen. Du wirst gelesen. Er wird verschlungen Du wirst geschätzt. Er wird gekauft: Einer immer noch betuchter.

Immer einer beliebter als du. Du wirst gelobt. Er wird geliebt. Du wirst geehrt. Er wird verehrt. Dir liegt man zu Füßen. Ihn trägt man auf Händen: Einer immer noch beliebter. Immer einer besser als du.

Du kränkelst Er liegt danieder. Du stirbst Er verscheidet. Du bist gerichtet. Er ist gerettet: Einer immer noch besser. Immer Immer Immer.

Wow, vielen Dank für diese wahnsinnig gute Antwort :)

1

Danke dir😊. Das Gedicht habe ich von einer Professorin, die uns Mut machen wollte, Stolz und froh zu sein über das, was man erreicht oder fertig gebracht hat. War damals fasziniert.

0

Das ist der UNterschied zwischen Rennen und gehen. Wenn du rennst, bekommst du vieles gar nicht mit, was dir gefallen könnte. Und so hechelst du dem wunderbaren Moment hinterher, und denkst neh, da muß noch was besseres kommen.

Wenn du gehst, hast du Zeit dich um zu schauen, hast die Chance was schönes zu sehen, oder zu erleben.

Der Moment, das eine Stück Schokolade, das eine Gespräch, das eine Buch, mit dem man sich beschäftigt kann dich erfreuen. Funktioniert aber nicht, wenn du mit deine Wünschen schon wieder weitergegangen bist.

Gut gesagt.

1

Ich denke nicht das es mit rennen und laufen zu tun hat sondern die pausen die man sich gönnt und wie sehr man diese pausen zu guten Momente macht(solange einen das rennen auch gefällt)

0

Glück bedeutet sich über jeden schönen Moment und jede Kleinigkeit zu freuen. Sich solche Gedanken zu machen finde ich total daneben, sie zerstören den Moment, die Freude etc und machen nur unnötig unglücklich.

Sind halt so richtig pessimistische Antworten :D

Naja, wenn du ne schöne Blume hast, sei froh das du sie hast, vllt hat ein anderer keine Blume, und freu dich darüber das du eine hast. So würd ichs irgendwie sagen, idk ob das ne richtige Antwort ist, ich kanns irgendwie ned beschreiben :/

Ich denke, dass glücklich sein größtenteils mit der Einstellung verbunden ist. Wenn du mit der von dir angesprochenen Einstellung vor der schönsten Blume der Welt sitzen würdest; woher willst du dir sicher sein, dass du dann glücklich bist? Vielleicht denkst du dir dann ja auch "Hmm, die habe ich mir aber schöner vorgestellt" - und schon bist du wieder unglücklich. Man kann mit sehr wenig zufrieden sein, das ist eine Frage der Einstellung des Menschen, nicht aber abhängig von der Schönheit der Blume.

Was möchtest Du wissen?