Wie empfindet ein Kriegsveteran die eigene Gesellschaft?

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Klara vom gutefrage.net-Support

5 Antworten

Mein Großvater war in Vietnam und redet recht selten über die Erlebnisse dort, doch wenn er mal in der Geschichtskiste kramt, erzählt er mit einem lachendem und einem weinendem Auge, denn er hat in seiner Einheit besondere Sachen erlebt, die einem Zivilisten fern bleiben, so hat er zum Beispiel immernoch Kontakt zu alten Kameraden, die überlebt haben und hat alleine in seiner aktiven Militärzeit eine besondere Beziehung zu ihnen aufgebaut. Natürlich ist er auch sehr traurig, wenn er alte Fotos ansieht, denn dort sind eben auch die abgebildet, die im Einsatz gefallen sind. Aber ich - und so auch mein Vater- finden, er benimmt sich nicht, als wäre er traumatisiert. Er sitzt, isst, redet, lebt und atmet immernoch wie ein U.S. Marine.

ihre Freiheit und Sicherheit

Du solltest nicht in die Welt der Propaganda abgleiten. Das ist ja oft gerade der Punkt, dass die Soldaten merken, daass sie nicht für Frieden und Sicherheit kämpfen sondern für zwielichtige Interessen ihr Leben riskieren müssen.

Ansonsten gibt es so viel psychische Probleme wie es Kriegsveteranen gibt. Jeder Mensch ist anders, erlebt die gleichen Dinge anders, erlebt unterschiedliche Dinge.

Der wichtige Punkt ist, dass ein Kriegsveteran 2 entscheidende Dinge lernt:

  1. Das Leben kann jeden Moment vorbei sein.
  2. Das Leben ist kein Ponyhof. Du bist nicht immer und nicht überall von allen Seiten geschützt und abgesichert. Man muss sich in der Welt draussen auch auf die eigenen Kräfte und Fertigkeiten verlassen können.

Natürlich weiss der Kriegseteran, dass Otto Normalverbraucher im Regelfall diese einfachen Wahrheiten nicht kennt. Manche reagieren mit Verachtung drauf, manche nicht. Wie gesagt es sind auch Menschen. Jeder hat sienen eigenen Kopf.

Es wird wohl ein ziemlicher Kulturschock sein. So jemand lebt sicherlich wie zerissen zwischen dem Glück, dass derjenige empfindet wieder "zu Hause" zu sein und der Banalität der Alltagsprobleme eben dieser lange vermissten Familie und Freunde. Was sicherlich hinzukommt ist, dass Familie und Freunde das Denken einer solchen Person nicht wirklich nachvollziehen können ("Er ist ja jetzt wieder da, ist doch alles wieder supi"). Viele verstehen sicherlich nicht, dass man so etwas nicht einfach abschließt und dann ganz normal sein Leben weiterlebt.

In Bezug darauf kenne ich übrigens mehr Opfer von Kriegen als Soldaten und ich muss sagen, dass ich es ein bisschen deprimierend finde, dass weniger Menschen sich Gedanken darum machen, wie es für jemanden sein muss aus einem Kriegsland zu kommen, als für einen Soldaten der dort stationiert war und - so blöd es sich anhört - freiwillig dafür entschieden hat.

MeatLove 30.03.2012, 18:36

Man entscheidet sich nicht, man gehorcht Befehlen.

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niska 30.03.2012, 22:35
@MeatLove

Sobald man sich verpflichtet hat diesen Befehlen zu gehorchen.

Und das gilt zumeist für jeden Soldaten den man aus unserem Kulturkreis kennt. Ich kenne auch Menschen, die als Kindersoldaten gezwungen wurden Menschen umzubringen. Diesen Menschen wurde damals eingetrichtert, sie seien Soldaten. Heute weigern sie sich, als ehemalige (Kinder)soldaten bezeichnet zu werden. Weil sie niemals welche sein sollten.

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Vielleicht hilft dir das ja

Die soldaten kommen nach hause und sind halt traumatisiert und bekomen probleme etc.

blueanswer 30.03.2012, 13:04

wenn ud mehr fragen hast frag ruhig, ausserdem reagieren die BW soldaten bei meist jeder kleinigkeit höchst aggressiv

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Schau dazu mal "Rambo I" an, das ist ganz gut getroffen, ... (wirklich)

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