Wie einschränkend ist ein Wettbewerbsverbot im Arbeitsvertrag in der Praxis?

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5 Antworten

Es kommt darauf an, ob es sich hier um ein Wettbewerbsverbot während der Dauer des Anstellungsverhältnisses handelt, es liest sich nämlich ein bisschen so. Dieses Wettbewerbsverbot gilt nur für die Dauer des Arbeitsverhälntisses, nicht darüber hinaus. Das nachvertragliche Wettbewerbsverbort darf -wie schon geschrieben- höchstens 24 Monate betragen und muss eine Karenzentschädigung beinhalten, d.h. einen finanziellen Ausgleich für den Arbeitnehmer, wenn er auf den Wettbewerb vertraglich verzichtet, andernfalls ist das Wettbewerbsverbot ohnehin nicht wirksam. Oftmals vergessen die Arbeitgeber bei Abschluss eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots die Vereinbarung auch dieser Karenzentschädigung und bedenken auch gar nicht, dass sie dann an den ehemaligen Arbeitnehmer zahlen müssen.

Du musst schon in einer ziemlich wichtigen Position sein, dass dein Arbeitgeber das Risiko eines Wettbewerbsverbotes eingeht. Das ist nur in dem Falle für ihn von Vorteil, wenn du dich aus seiner Firma heraus auf eine Position bei einem Konkurrenten bewirbst.

Kündigt der Arbeitgeber, dann kann das für ihn teuer werden. Wenn du nämlich eine Anstellung in einer Konkurrenzfirma haben könntest, er dann aber auf das Wettbewerbsverbot pocht, darf er zahlen...

Für dich ist das daher sogar eine Absicherung, wenn du in der Firma bleiben möchtest. Trägst du dich aber generell mit Wechselgedanken und willst dich nicht knebeln lassen, dann ist das natürlich hinderlich.

Da ich allerdings kein Rechtsanwalt bin, solltest du dir bezüglich dieser Info noch einmal fachkompetenten Rat einholen.

Wenn es die Position erfordert, ist die Forderung des Unternehmens berechtigt. Es geht ja immerhin ums Überleben. Denn wenn ein unzufriedener Mitarbeiter das Unternehmen verläßt und alle Firmeninternas mit nimmt, kann er dem Unternehmen schweren wirtschaftlichen Schaden zufügen. Die Durchsetzung des Wettbewerbsverbotes ist dagegen sehr schwer zu kontrollieren. Außerdem steht dir eine finanzielle Ersatzleistung von seiten des Unternehmens zu, wenn du nachweisen kannst, dass du eine Stelle hättest, diese aber wegen des Wettbewerbsverbotes nicht antreten kannst. Dann muss dir das Unternehmen einen finanziellen Ausgleich bieten. Das muss nicht explizit im Vertrag stehen. Ich selbst habe solch ein Verbot schon zweimal im Verträgen gehabt und unterschrieben. Ich würde unter den gegebenen Umständen auch immer wieder unterschreiben. Die Alternative ist, diese Position nicht zu nehmen.

Ein zeitbegrenztes Wettbewerbsverbot (oft 24 Monate) ist bei bestimmten Positionen durchaus nicht unüblich. Jedoch muss der ehemalige Arbeitgeber für diesen Zeitraum auch eine angemessene finanzielle Entschädigung zahlen.

Dem ist nichts hinzuzufuegen. Ausser, dass das Ermessen eines Gerichtes nie einkalkulierbar. Doch Berufsverbot, was es sein koennte, ist eindeutig ungesetztlich.

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Schwere Frage, aber ich glaube das ich es nicht unterschreiben würde. Allerdings könnte das verweigern der Unterschrift natürlich negativ bewertet werden und Nachteile für dich bedeuten.

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