Wie einen geschmiedeten Axtkopf aus S235JR härten?

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3 Antworten

Was für ein Stahl ist das eigentlich S235R. Wie hoch ist da der Kohlenstoff

Härtbare Stähle sind die Einsatzstähle nach DIN 17210 oder Stähle für Randschichthärten DIN 17212

Härtbare Stähle müssen einen Kohlenstoffanteil (Gewichtsanteil) von mehr als 0,02 % haben

Einsatzstahl C 10  Kohlenstoffanteil von 0,1 % direkt härtbar,für kleine Teile mit niedriger Kernfestigkeit.

C 15 direkt härtbar ,für kleine Teile hebel Zapfen,Gelenke

15 Cr 3 direkt härtbar für Spindeln,Kolbenbolzen,Rollen

Man muss unterscheiden,zwischen Wasserhärter ,Ölhärter und Lufthärter

Stähle mit geringen c-Gehalt sind Wasserhärter.

Schreckt man einen einfachen Baustahl - zuerst auf Rotglut bringen- unter Wassser ab,so bildet sich eine schmale obere harte Schicht

Je höher die Legierungselemente ,Kohlenstoff,Chrom usw. um so sanfter ist das Abschreckmittel - geringe Temperaturabnahme pro Sekunde- und um so geringer ist die Rissgefahr.

TIPP : Besorge dir ein Werkstoffbuch aus einen Buchladen,was dieses Thema behandelt.

Du must wissen : - welcher Stahl liegt vor

                              - wie hoch ist die kritische Abkühlgeschwindigkeit

                              - wie hoch ist die Härtetemperatur und Haltedauer dieser  Temperatur

     - wie hoch ist die Durchhärtbarkeit

     - welches Abschreckmittel ist notwendig

TIPP : Besorge dir das Buch Roloff/Matek mit Tabelenbuch,da stehen die Stähle drin und wo sie eingesetzt werden.

Hat der Vieweg Verlag Meins ist von 1980 und ich weis nicht ob das es noch heute gibt.

Das ist ein niedrig legierter Baustahl und aufgrund seines niedrigen C-Gehalts nicht härtbar. Allenfalls kommt eine Randschichthärtung (Einsatzhärten) in Frage.

Also wenn's nur darum geht, da Kohlenstoff rein zu bekommen - Holzkohle drumherum, in Ton einpacken und ab in den Ofen damit.

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