Wie dressiert man seine rennmäuse?

12 Antworten

http://www.rennmaus-web.de/wissen_rennmaus_mensch.htm

Rennmäuse werden futter- und handzahm; d. h. sie lassen sich soweit an den Menschen gewöhnen - "zähmen", dass sie sich einen Leckerbissen ohne Scheu abholen kommen und Auslauf sowie das Herkumklettern auf ihren Menschen als angenehm empfinden. Haben die Rennmäuse gelernt, dass ihnen außerhalb ihres "Reviers" nichts Böses droht, offenbaren sie ihre Neugierde gegenüber allem Unbekannten. Erkunden Ärmel, Hosenbeine, Pullovertunnel und Haare. Auch die "Ohreneingänge" finden sie äußerst interessant. Sie lernen auf die menschliche Stimme zu reagieren, auch wenn hier der Klang, die Stimmmelodie, die entscheidende Rolle spielt (z. B. ein lockender Ruf wenn Zeit für Auslauf ist) und nicht der Sinn und Inhalt einzelner Wörter. Eine Rennmaus wird nicht lernen auf ihren Namen zu hören, wie es ein Hund tut. Auch wenn dieser Eindruck entstehen mag, wenn sich einem ein neugieriges Näschen entgegenstreckt sobald es angesprochen wird.

Auch reagieren Rennmäuse auf das Rascheln der Sonnenblumenkern-Tüte und wissen derartiges mit der Zeit richtig zu interpretieren. Je nach Charakter können den Tieren "Kunststückchen" beigebracht werden wie z. B. eine Klorolle um zu werfen (wenn darunter eine Rosine o. ä. liegt). Jedoch werden sie nicht "Sitz", "Platz" oder dergleichen erlernen und auch nicht auf Kommando im Kreis laufen - Rennmäuse lassen sich nicht "dressieren" - sie haben ihren eigenen Kopf, Charakter eben;). Jeder Versuch ihnen etwas aufzwingen zu wollen ist vollkommen fehl am Platz! Jedoch kann Verschiedenes angeboten werden und sich der Halter daran erfreuen wenn es angenommen wird. Die eine oder andere Rennmaus wird sich ein kurzes Streicheln über das Köpfchen, einen kurzen Knuddler, gern gefallen lassen. Dennoch sind sie keine Katzen, lange Knuddel- und Streichelaktionen bedeuten für die kleinen Nager Stress. Rennmäuse sind mehr Tiere zum Beobachten wie zum Anfassen. Die Charaktere können sehr unterschiedlich sein, die einen finden es ganz o. k. mal ein bisschen beknuddelt zu werden, die anderen wollen partout nicht angefasst werden. Das hat der Halter zu respektieren und muss sich darüber im Klaren sein evtl. zwei Rennmäuse zu erwerben, die als reine Beobachtungstiere glücklicher sind. Auch das ist mitunter ein Grund sich seine Rennmäuse von einem Züchter zu holen, hier kann auf Tuchfühlung gegangen werden und der Halter für sich heraus finden ob die Chemie stimmt.

Aalso, ich halte seit knapp 4 Jahren Rennmäuse, kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie mit Geduld seehr zahm werden. Als ich vor 18 Monaten bei einer Züchterin ein junges Mäuschen holte zur VG, hatte ich sie bezügl. des Clicker-Trainings worüber ich kurz zuvor gelesen hatte, sind so verblieben, dass ich das ausprobiere und ihr Rückmeldung gebe. Ein selbstgebastelter Zeigestab und ein alter Knackfrosch war zu Beginn alles was ich brauchte, später reichte einfach nur der Rhythmus durch zb. Zunge schnalzen und der Finger zum zeigen. Sie hatte rießen Freude daran, haben über 3 Ebenen im Käfig einen kleinen Parcour einstudiert, den sie irgendwann schon Ablief wenn sie mich sah, der nächste Schritt war die Hand, dann vom Käfig aus auf der Schulter. Mehr wollte ich nicht, lediglich ein Stressfreies einfangen falls mal was sein sollte. Es hat sich auch ausbezahlt, sie war ausgebüchst, war mega im Stress und ganz aufgeregt, auf Komanndo kam sie allerdings sofort auf die Hand. Man muss immer bedenken, dass Renner keine Zirkusmäuse sind, aber solang es ihnen Spass macht (ist auch eine Anti-Langeweile-Maßnahme) machen sie auch mit, ziehen sich zurück wenn sie genug haben, das sollte auf alle Fälle akzeptiert werden!

Moin, bei Mäusen ist es wie bei allen anderen potentiellen Beutetieren. Sie suchen immer erst mal ihr Heil in der Flucht. Du musst dir viel Zeit nehmen und sie an dich und deinen Geruch gewöhnen. Wenn du zum Beispiel deine Hand in den Käfig legst und etwas darauflegst, was sie extrem gern fressen und dann einfach abwartest (das kann allerdings wirklich dauern) werden sie irgendwann erkennen, dass ihnen von dieser Hand keine Gefahr droht und sich herantrauen. Wenn du die Ausdauer aufbringst, wirdt du sicher irgendwann belohnt und sie werden bei dir dann auch handzahm.

sie kommen ja ab und zu auf die hand. aber die fressen nicht die Körner sondern meine hand...

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Ich habe auch Rennmäuse. Ich habe, als ich sie bekommen habe, sehr viel zeit mit ihnen verbracht, um sie an mich zu gewöhnen. Teilweise lag dann meine Hand zwei stunden fast bewegungslos in ihrem Terrarium und sie haben irgendwann angefangen auf ihr zu schlafen und mir auf die schulter zu klettern. Bis dahin hab ich täglich etwa zwei bis drei stunden mit ihnen verbracht, am Wochenende auch mal mehr. nach einem Monat hatten sie sich an mich gewöhnt. Rennmäuse sind vonnatur aus neugierig und wenn sich eine traut, kommen alle (jedenfalls wars bei mir so). Viel Glück.

einige tiere werden nie wirklich zahm andere dagegen super schnell (und die können dann richtig aufdringlich werden...). bedenke auch, dass renner keine kuscheltiere sind. im grunde sind es reine beobachtungstiere

wichtig ist viel geduld. wenn sie in deine finger zwicken würde ich einfach mal mit dem finger ganz sanft an deren nase stupsen. so hab ich einer meiner nasen beigebracht, dass ich nicht das essen bin. wichtig dabei aber echt vorsichtig zu sein. wenn sie richtig zu beissen, lass sie in ruhe.

eines meiner derzeitigen mädchen ist anfangs auch sehr ängstlich gewesen. mittlerweile kommt sie aber schon ab und an zur hand und lässt sich auch mal hochheben. ich hab mich einfach oft vors aqua gesetzt und sie leise angesprochen und auch immer mal wieder die hand ins becken gehalten. irgwann siegte auch bei ihr die neugierde :)

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